Pressemitteilungen 2008

Trotz Krise: Jede vierte deutsche Führungskraft rechnet mit langfristig steigenden Gehältern

Verunsicherung im Finanzsektor: Ein Fünftel der Banker glaubt, sich für ihr Gehalt rechtfertigen zu müssen

München, 6. November 2008. Optimismus in der Krise: Jede vierte deutsche Führungskraft blickt zuversichtlich in die Zukunft und glaubt, dass die Gehälter langfristig weiter steigen werden. Ebenso viele sind der Meinung, dass ein zunehmender Teil des Gehalts erfolgsabhängig wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter Internetnutzern von ZEIT ONLINE und Mitgliedern des Karrieredienstes Experteer. Die 8.000 Professionals wurden befragt, wie sich ihrer Meinung nach die Gehälter von europäischen Führungskräften langfristig entwickeln werden. Dabei sind 13 Prozent der Meinung, dass Führungskräfte sich immer stärker öffentlich oder im Unternehmen für ihr Einkommen rechtfertigen müssen. Für zehn Prozent wird die Gehaltshöhe bezüglich der Gesamtzufriedenheit des Arbeitnehmers zukünftig weniger wichtig. Weitere fünf Prozent sind der Ansicht, dass bei längerer Lebensarbeitszeit die Löhne zum Ende der Karriere abnehmen.

Finanzbranche: Druck auf Führungskräfte wächst

Im Finanzsektor sind zwar 36 Prozent der Führungskräfte von weiter steigenden Gehältern überzeugt. Gleichzeitig glauben 21 Prozent, sich für ihre Gehälter zukünftig stärker rechtfertigen zu müssen. Nicht ganz unbegründet: Im Zuge der Bankenkrise sind die hohen Gehälter der Bankmanager heftig in die Kritik geraten und wurden sogar als Ursache der Krise diskutiert. Die EU-Finanzminister verabschiedeten bereits eine Empfehlung gegen überhöhte Gehälter und Abfindungen von Führungskräften. Experteer-Geschäftsführer Dr. Christian Göttsch: „Im Wettbewerb um die besten Köpfe sind zwar sehr hohe Gehälter üblich, diese sollten jedoch auch der Qualifikation und tatsächlich erbrachten Leistung der Mitarbeiter angepasst werden. Eine stärkere Haftung oder Risikobeteiligung der Banker wäre daher konsequent.“

Presse

Pressekontakt

Katharina Buttenberg
Experteer GmbH
Telefon: +49 (0)89 - 55 27 93 224
presse@experteer.de