Headhunter of the Year: Der Countdown läuft…

1 Ratschlag, der Ihre Karriere langfristig erfolgreich macht

Sie suchen noch nach dem einen Top-Tipp, der Ihre Laufbahn begleitet? Der Sie wie ein unsichtbarer Coach begleitet? Der Ihnen auf Schritt und Tritt folgt und dabei nicht unangenehm auffällt? Wir hätten da etwas für Sie. Ein Ratschlag aus berufenem Munde. Der simpel und bezwingend zugleich ist. Psst, es hat etwas mit Jobwechsel zu tun …

Opa Willi hat’s getan. Papa Günter auch. Und Onkel Alfred ebenso. Alle drei haben ihrem ersten Arbeitgeber die Treue gehalten. Und ihr gesamtes Berufsleben dort verbracht. Zwar nicht am selben Schreibtisch und nicht in derselben Abteilung, aber eben doch in ein und derselben Firma. Dieses Format der Karrieregestaltung gibt es heute wohl nur noch (und das ist nicht abwertend gemeint!) im auf Beständigkeit angelegten Beamtenverhältnis. Vergleicht man Opa Willis Berufsleben etwa mit dem Laufsport, so hat er in seiner Laufbahn einen veritablen Marathonlauf absolviert. Mit Willensstärke, eiserner Kondition und Durchhaltevermögen. Alles in einem Tempo. Erfolgsorientierte Menschen von heute werden mit dem Marathon nicht mehr glücklich. Sie sollten Wert darauf legen, auf den Mittelstrecke zu reüssieren. Bei denen öfter mal das Tempo gewechselt wird, ein energischer Zwischenspurt die Mitbewerber abhängt und eine gewisse mentale Beharrlichkeit zum Sieg führt. Wie Sie das erreichen? Folgen Sie uns auf die Tartanbahn der Karriereplanung!

Wilde Wechseljahre

Der Münchner Personalberater Christian Pape von PAPE Personalberatung hat einen Ratschlag für Sie, der es in sich hat. Simpel und effektiv. Er empfiehlt alle drei Jahre einen Jobwechsel. That’s it. Keep it simpel.

„HR-Manager wollen Bewerber, die verschiedene Unternehmenskulturen kennengelernt haben“, erläutert Headhunter Pape. Außerdem könne zu langes Verharren in einer Firma auch zum Nachteil für den Arbeitnehmer werden. Mit jedem Jahr im gleichen Unternehmen mache man sich zunehmend abhängig von diesem. Gerade in unserer extrem schnelllebigen Zeit drohe dann Gefahr, wenn das eigene Unternehmen neue Entwicklungen verschläft – und plötzlich auch der eigene Job auf dem Spiel steht. Oder gar verschwindet. Pape gibt zu bedenken: „Je mehr Erfahrungen der Arbeitnehmer zuvor mit unterschiedlichen Jobs und Unternehmenskulturen gesammelt hat, desto leichter findet er eine neue Stelle.“ Alle drei Jahre also. Wirklich?

Das Ende der Wanderjahre

Bei einer durchschnittlich 40 Jahre dauernden Karriere bedeutet Papes Tipp, dass man nicht weniger als dreizehn Mal den Job und idealerweise auch die Firma wechseln soll. Nur wo bleibt da die Verbundenheit, die Loyalität zu einem Arbeitgeber, dem man sich vielleicht in puncto gemeinsame Werte und ausgewogener Work-Life-Balance voll zugewandt fühlt? Christian Pape präzisiert seine 3-Jahres-These: „Ich empfehle Kandidaten, in der ersten Hälfte des Berufslebens möglichst oft zu wechseln, neue Erfahrungen zu machen.“ In der zweiten Karrierehälfte solle man es dann ruhiger angehen lassen. Vor allem dann, wenn man Wert auf das Erklimmen der Karriereleiter legt. Denn in drei Jahren sind garantiert noch nicht alle Stufen erklommen. Haben Sie also die Firma gefunden, die zu Ihnen passt und mit deren Kultur und Werten Sie sich voll identifizieren, sollten Sie die Mittelstrecke doch noch gegen den Marathon eintauschen. Der lange Atem zahlt sich nämlich am Ende doch wieder aus.

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Über den Autor

joergurbachJörg Peter Urbach ist Autor, Redakteur und Blogger aus Sprachleidenschaft. Seit mehr als 25 Jahren schreibt er. Für Print und Online. Konzepte. Geschichten. Fachartikel. Nach seinem Studium der Musikwissenschaft, Germanistik und Literaturwissenschaft arbeitete Jörg Peter als Editorial Manager im klassischen Musikbusiness. Als langjähriger Chefredakteur des Portals wissen.de weiß er, wie man Leser begeistert und Themen findet.

Wenn der gebürtige Kieler nicht schreibt, durchwandert und fotografiert er die Alpen. Oder lauscht der Oper. Mit Achtsamkeit.