15 Hinweise für Senior Professionals zum Thema Feedback

    Feedback: Dieses Wort hat sich wie so viele englische Wörter inzwischen in unseren täglichen und vor allem beruflichen Wortschatz integriert. Feedback (zu Deutsch: Rückmeldung) spielt vor allem in dem Moment, in dem Senior Professionals auf der Karriereleiter eine Stufe nach oben steigen und damit mehr Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern besitzen, eine wichtigere Rolle. Wenn diese Herausforderung an die eigene zwischenmenschliche Kompetenz nicht ernst genommen wird, kann dies durchaus dazu führen, dass ein Projekt scheitert.

    Zu aller erst ist es entscheidend zu wissen, dass ein Feedback oder eine „konstruktive Kritik“, wie dies gern genannt wird, nicht bedeutet, sein Gegenüber zu kritisieren. Vielmehr bedeutet es eine gemeinsame Verantwortung dafür zu übernehmen, wie effektivere Zusammenarbeit gestaltet werden kann. Man kann es auch mit Mentoring vergleichen. Auf jeden Fall soll es stets dem Empfänger zugute kommen.

    Hier sind einige wichtige Punkte, wie Sie ihrem Gegenüber konstruktiv Feedback geben können. Lassen Sie sich inspirieren.

    1. Finden Sie den richtigen Moment: Stellen Sie klar, dass Sie Ihrem Gegenüber gerne etwas rückmelden würden. Seien Sie sich sicher, dass jetzt gerade der richtige Zeitpunkt dafür ist. Geben Sie kein Feedback, wenn Sie verärgert oder wütend sind sondern warten Sie, bis Sie wieder ruhiger sind.
    2. Rechtzeitig: Warten Sie nicht zu lange. Feedback sollte zeitnah nach einem Ereignis stattfinden, sodass beide Parteien die Situation noch gut nachvollziehen können.
    3. Alternativen: Stellen Sie sicher, dass Sie einen alternativen Vorschlag haben, wie sich Ihr Gegenüber Ihrer Meinung nach hätte verhalten können, bevor Sie Ihre konstruktive Kritik anbringen.
    4. Fokussieren Sie das Verhalten, nicht die Persönlichkeit: Feedback hat nichts mit der Persönlichkeit eines Menschen zu tun. Konzentrieren Sie sich deshalb auf das Verhalten Ihres Gegenübers, nicht auf dessen Charakter. Vergessen Sie nicht, auch positive Rückmeldung zu geben.
    5. Seien Sie spezifisch: Bleiben Sie neutral und bei den Fakten. Beschreiben Sie unparteiisch und ohne ihre eigene Interpretation, wann das Ereignis passiert ist und um was es genau ging.
    6. Was wurde bei Ihnen dadurch ausgelöst: Wenn Sie Feedback als ihre eigene Meinung verpacken, ist es einfacher für den Empfänger, es zu akzeptieren, selbst wenn es sich um negatives Feedback handelt.
    7. Erlauben Sie Pausen: Geben Sie Ihrem Gegenüber die Möglichkeit zu reagieren. Hören Sie genau zu und respektieren Sie dessen Perspektive. Es könnte durchaus sein, dass hier ein Missverständnis vorliegt.
    8. Hören Sie zu: Rechnen Sie damit, dass auch Sie offenes Feedback bekommen.

    Manchmal befindet man sich jedoch auf der anderen Seite des Tisches und muss offen für Verbesserungsvorschläge und alternative Sichtweisen sein. Dies kann nicht immer einfach sein, weshalb es enorm wichtig ist nicht zu vergessen, dass Feedback keine Kritik per se ist. Ganz im Gegenteil: Feedback bedeutet, dass Ihnen jemand helfen möchte, eine bessere Arbeitsstrategie zusammen zu finden.


    Hier sind einige wichtige Punkte, wie Sie den Erhalt von Feedback für sich nutzen können.

    1. Seien Sie offen: Nehmen Sie neue Ideen und Meinungen an und sehen Sie es als etwas Positives. Hören Sie genau zu, was Ihr Gegenüber Ihnen zu sagen hat. Werden Sie nicht abwehrend oder unterbrechen Sie das Gespräch. Konstruktive Kritik hilft Ihnen dabei zu verstehen, wie Sie von anderen Personen wahrgenommen werden. Dies können Sie nutzen, um effektiver zu werden.
    2. Verstehen Sie die Botschaft: Gehen Sie sicher, dass Sie die Aussage Ihres Gegenüber voll und ganz verstanden haben – besonders bevor Sie zu einer Antwort ansetzen. Sie können stets Gegenfragen stellen, um für Klarheit zu sorgen.
    3. Seien Sie sich Ihrer Antwort bewusst: Achtsamkeit zeigt Ihrem Gegenüber, dass Sie schätzen was er zu sagen hat und trägt dazu bei, dass sie sich beide wohl in der Situation fühlen.
    4. Reflektieren und Entscheiden Sie: Überprüfen Sie, wie wertvoll das Feedback für Sie ist und berücksichtigen Sie mögliche Konsequenzen. Entscheiden Sie was Sie daraus machen wollen: Sie können frei antworten. Fall Sie mit der Rückmeldung nicht einverstanden sind, holen Sie gegebenenfalls eine zweite Meinung ein.
    5. Machen Sie Vorschläge: Erarbeiten Sie zusammen einen Plan für zukünftige Vorhaben. Diskutieren Sie zusammen mit Ihrem Gegenüber wie Sie in Zukunft effektiver zusammenarbeiten können.
    6. Danken Sie Ihrem Gegenüber: Ihrem Gegenüber war es ein großes Anliegen Ihnen dieses Feedback zu geben. Seien Sie wertschätzend und schenken Sie der Situation Aufmerksamkeit, indem Sie Ihrem Gegenüber stets danken.
    7. Bleiben Sie dran: Möglicherweise erweist es sich als notwendig, die Vorschläge in die Tat umzusetzen.

    Wir hoffen, dass die Senior Professionals unter Ihnen sich diese wichtigen Hinweise zu Herzen nehmen und dadurch einen entscheidenden Beitrag leisten können, die Situation am Arbeitsplatz zu verbessern.



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