Bewerbung

3 Anzeichen, dass Ihr Vorstellungsgespräch ein Erfolg war

Das Vorstellungsgespräch empfinden viele Jobsuchende als unangenehm – doch die anschließende Warterei auf eine Rückmeldung ist oft noch schlimmer. Eine Garantie, ob’s geklappt hat, können wir Ihnen nicht geben. Ein paar Anzeichen, ob Ihre Chancen gut oder weniger aussichtsreich stehen und ob Ihr Vorstellungsgespräch ein Erfolg war, gibt es aber sehr wohl. 

Anzeichen für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch

Können Sie einschätzen, wie ein Vorstellungsgespräch gelaufen ist? Diese Punkte geben Aufschluss.

Das Gespräch geht in die Tiefe

Wenn der Personalverantwortliche im Gespräch konkret auf die Unternehmenskultur der Firma und die Arbeitsabläufe der ausgeschriebenen Stelle eingeht, so können Sie das als positives Zeichen werten. Wer wäre im Job bei Fragen Ihr erster Ansprechpartner? Wie oft kommt die Abteilung zu Meetings zusammen? Gibt es regelmäßige Team-Events? Und besteht für Mitarbeiter die Chance, an Fortbildungen teilzunehmen? All das würde der Personaler Ihnen nicht erzählen, wenn gar kein Interesse an Ihrer Person bestünde.

Manche Vorstellungsgespräche dauern gerade mal 20 Minuten, andere Interviews können sich über weit mehr als eine Stunde hinziehen. Tendenziell sieht es gut für Sie aus, wenn das Gespräch länger als erwartet gedauert hat. Schließlich deutet es darauf hin, dass der Personalverantwortliche (und, falls er dabei war, auch Ihr potenzieller Chef) sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnte – und nun durch gezieltes Nachfragen auf Nummer sicher gehen möchte.

Ein weiterer Aspekt, den Sie als gutes Zeichen deuten können, sind Fragen nach Ihrer Kündigungsfrist im bisherigen Job und nach Ihrer Verfügbarkeit. Will Ihr Gegenüber wissen, ab wann Sie die neue Stelle antreten könnten, lässt das auf ein sehr konkretes Interesse schließen.

Es entwickelt sich ein angenehmer Dialog

Im Idealfall verläuft das Gespräch mit ihrem Gegenüber so locker und angenehm, dass Sie sich am Ende wundern, wie schnell die Zeit vergangen ist. Es deutet auf ein gutes Gespräch hin, wenn ein richtiger Dialog mit Fragen und Antworten auf beiden Seiten entsteht – und kein Kreuzverhör, bei dem Sie sich brav an den Fragen des Personalers abarbeiten. Trauen Sie sich also ruhig, schon während des Gesprächs Fragen zu stellen, sofern sich die Gelegenheit ergibt. Wenn ihr Gegenüber Interesse an Ihnen hat, wird er darauf eingehen und sie beantworten. Ob Sie die Atmosphäre als positiv empfinden, hängt auch von der Körpersprache des Personalverantwortlichen ab. Dass das Gespräch gut läuft, zeigt sich beispielsweise daran, dass Ihr Gesprächspartner oft lächelt, zustimmend nickt und Sie ausreden lässt.

Der Personaler führt Sie herum

Ein Abstecher in Ihr womöglich zukünftiges Büro? Ein Besuch bei den potenziellen Kollegen in der Abteilung? Oder ein Gang in die Cafeteria und ins firmeneigene Fitness-Studio? Führt der Personalreferent Sie nach dem Vorstellungsgespräch noch durch die Räumlichkeiten des Unternehmens oder stellt Ihnen einige Kollegen vor, spricht das eindeutig für Sie.

Unternehmen laden gut und gerne fünf, manchmal auch mehr, Bewerber zum Interview ein. Es wäre für den Personaler aufwendig, jeden Bewerber mit dem Firmengelände vertraut zu machen und für die Kollegen zeitraubend, jeden Kandidaten persönlich kennen zu lernen. Sie können daher davon ausgehen, dass der Personaler ein gutes Gefühl hat, wenn er nach dem Gespräch noch eine kleine Zugabe für Sie bereithält.

Seien Sie vor dem Gespräch am besten darauf vorbereitet, dass Sie im Anschluss noch auf Ihre künftigen Kollegen treffen könnten und halten Sie zwei, drei Themen für den Small Talk bereit. Es ist durchaus üblich, dass die Mitarbeiter in eine Personalentscheidung eingebunden oder zumindest nach Ihrer Einschätzung gefragt werden. Sie sollten im Gespräch mit den Kollegen daher möglichst locker und nicht überrascht oder gar überfordert wirken.

 

Über die Autorin

Felicitas Wilke klein

Felicitas Wilke arbeitet als freie Journalistin in München.

Beruflich begeistert sie sich für Themen rund um Wirtschaft, privat bereist sie gerne Skandinavien und hat ein Herz für schwarz-gelben Fußball aus dem Ruhrgebiet.