Diese Sätze sollten Sie im nächsten Interview besser für sich behalten

4 Statements, die kein Headhunter von Ihnen hören will

Recruiter sind darauf ausgerichtet, die Besten der Besten zu finden und zu rekrutieren. Ein guter Recruiter wird daher schnell feststellen, ob ein Kandidat für eine Spitzenposition infrage kommt oder nicht. Sobald Sie sich in einem Interview mit einem Headhunter befinden, haben Sie nur ein sehr schmales Zeitfenster, in dem Sie Ihr Gegenüber beeindrucken und von sich überzeugen können. Es gibt verschiedene Wege, um sich einem Headhunter und Recruiter gegenüber positiv zu positionieren. Um jedoch nicht schon zu Beginn von der „short list“ der Headhunter gestrichen zu werden, sollten Sie einige Fehler unbedingt vermeiden. Wir haben vier Aussagen für Sie identifiziert, die Sie tunlichst vermeiden sollten, wenn Sie gerade dabei sind, Ihren nächsten Karriereschritt zu machen. Denn dies möchte kein Headhunter von Ihnen hören – niemals.

Das hätten Sie besser für sich behalten… Diese Worte sollten im nächsten Interview besser nicht fallen.

 

„Haben Sie noch andere Stellen zur Auswahl? Egal, um was es sich handelt, ich werde es ausprobieren.“ 

Wenn ein Recruiter ein Mandat für die Besetzung einer spezifischen Stelle hat, dann versucht er stets, den bestmöglichsten Kandidaten dafür zu finden. Falls also eine Stelle nicht hundertprozentig zu Ihnen passt, ist dies nicht Ihre Schuld. Sie sollten jedoch unbedingt vermeiden, den Recruiter nach irgendeiner anderen Stelle zu fragen. Dies zeigt lediglich Ihr hohes Ausmaß an Unprofessionalität und lässt Sie verzweifelt erscheinen. Eine bessere Taktik ist hier, sich bei dem Headhunter für seine Mühen zu bedanken und darauf hinzuweisen, dass Sie sich über zukünftige Karrieremöglichkeiten sehr freuen würden. Sie sollten sich mehr Wert sein, als irgendeine Stelle annehmen zu wollen. Zeigen Sie, wie zielstrebig Sie an Ihrer Karriere arbeiten wollen. Immerhin befinden Sie sich gerade in einem Interview und nicht in einem Selbstbedienungsrestaurant…

 

„Details zu dieser Frage finden Sie auf meinem Lebenslauf.“

Sicherlich haben Sie viel Zeit und Mühe in Ihren Lebenslauf investiert. Und vielleicht ist Ihr Lebenslauf auch der beste, den Ihr Headhunter je gesehen hat. Dennoch benötigt ein Recruiter etwas mehr Input, um sich ein umfassendes Bild von Ihren Fähigkeiten zu machen, bevor er Sie mit der neuen Spitzenposition bestückt. Stellt Ihnen also ein Headhunter eine Frage bezüglich Ihrer Arbeitshistorie oder Ihres vorherigen Arbeitgebers, verweisen Sie nicht leichtfertig auf Ihren Lebenslauf. Sie würden nicht hier sitzen, wenn der Recruiter sich nicht ausgiebig mit Ihrem Lebenslauf befasst hätte. Um was es hier geht, ist Kommunikation, und darüber lässt sich nun mal sehr wenig aus einem Lebenslauf ableiten. Können Sie die Höhepunkte Ihrer Karriere zusammenfassen, ohne von einem Blatt Papier ablesen zu müssen? Welche spezifischen Fähigkeiten haben Sie sich in Ihrer letzten Position aneignen können, die Ihnen bei Ihren neuen Herausforderungen helfen können? Auch in Stresssituationen gelassen zu bleiben und sich selbst vermarkten zu können, sind wichtige Vermögenswerte. Anstatt einen Recruiter also auf ein Blatt Papier voller Fakten zu verweisen, brillieren Sie durch Ihre Eloquenz und der Fähigkeit, auch unter Druck das richtige Denkmuster aufzuweisen. Denn diese Soft Skills sind unbezahlbar.

 

„Mein Chef ist ein Alptraum. Lassen Sie mich Ihnen erklären warum…“

Auf diese Frage muss sich jeder gefasst machen, der sich in einem Bewerbungsinterview befindet: „Warum haben Sie Ihren letzten Arbeitgeber verlassen?“ Jetzt in Hasstiraden zu verfallen nützt Ihnen gar nichts. Auch wenn es jetzt noch so verlockend erscheint, gibt es genügend Gründe, warum Sie dieses Fettnäpfchen auslassen sollten. Sich gleich im ersten Interview zu beschweren, wird Sie nicht in einem besonders guten Licht erscheinen lassen. Diskretion ist heutzutage von enormer Bedeutung, vor allem für das Employer Branding. Ein Recruiter wird sich also seine Gedanken machen, ob Sie sich nicht auch über seinen Klienten, also Ihren potenziellen Arbeitgeber, nichts als beschweren werden. Geben Sie dem Ganzen einen positiven Touch und sprechen Sie von Herausforderungen und neuen Erfahrungen anstatt von dem absoluten Desaster. Anstatt herauszuposaunen, dass Ihr Vorgesetzter keinen Sinn für das Einhalten von Fristen hatte, erwähnen Sie, dass Sie unterschiedliche Ansichten bezüglich des Projektmanagements hatten. Fügen Sie dem hinzu, wie wichtig Ihnen ein Arbeitsumfeld ist, in dem Detailtreue und Pünktlichkeit geschätzt werden. Recruiter können zwischen den Zeilen lesen und haben schon genügend Antworten auf diese Frage gehört. Sie werden merken, wenn Sie sich dafür entscheiden, ein Unternehmen nicht zu diffamieren, obwohl Sie unzufrieden waren.

 

„Diese Art von Arbeit ist gar nichts für mich.“

Generell wird ein Recruiter Sie danach fragen, welche Arbeiten Ihnen besonders liegen und was so gar nicht Ihr Fall ist. Aber anstatt sich eine Liste zurechtzulegen mit „Dos and Donts“, behalten Sie im Hinterkopf, sich stets in einem positiven Licht zu präsentieren. Tappen Sie nicht in die Falle, indem Sie dem Headhunter erzählen, wie langweilig Sie Meetings finden und dass Sie so gar nicht mit Nummern umgehen können. Lassen Sie lieber anklingen, dass Sie durchaus bereit sind, neue Herausforderungen anzunehmen und sich gerne auch mal in anderen Bereichen probieren würden. Es schadet nichts zuzugeben, dass manche Aufgaben nicht gerade Ihre Leidenschaft sind, Sie jedoch offen und flexibel sind. Dadurch werden Sie Ihren Recruiter beeindrucken, keine Frage.

Recruiter suchen nach Kandidaten, die sie beeindrucken können. Halten Sie sich also an folgende Regeln: Beschweren Sie sich nicht, sprechen Sie nicht schlecht über Ihren ehemaligen Arbeitgeber und zeigen Sie, dass Sie der richtige Kandidat für die Stelle sind. Eine gute Beziehung zu einem Headhunter könnte der Beginn einer außergewöhnlichen Karriere sein. Also, lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen.



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