5 Erfolgsfaktoren für Agilität

Arbeitswelt im Wandel

5 Erfolgsfaktoren für Agilität

Die digitale Transformation der Wirtschaft ist ohne neue Strukturen, eine innovative Unternehmenskultur und ein digitales Mindset nicht möglich. Dabei spielt vor allem die Agilität eine wichtige Rolle. Doch damit die Firmen wirklich schnell, flexibel und wendig werden, müssen folgende 5 Erfolgsfaktoren für Agilität beachtet werden.

5 Erfolgsfaktoren für Agilität

Eine wichtige Basis für agiles Arbeiten ist das Vertrauen, dass die Mitarbeiter den Führungskräften und den Kollegen entgegenbringen.

Was ist eigentlich „Agilität“ und warum wird sie immer wichtiger?

Fachkräftemangel, neue Ansprüche der Generation Y und damit einhergehend eine Neuausrichtung in der Führung sind Faktoren, die die heutige Arbeitswelt beschäftigen. Insbesondere agiles Arbeiten, das in der IT-Welt längst gelebt wird, setzt sich auch branchenübergreifend immer mehr durch. Was sind die Gründe dafür?

„Die Generation der Nachwuchsführungskräfte tickt anders und möchte selbstorganisiert arbeiten. Zudem verlangt die Digitalisierung ein schnelles Reagieren auf Veränderungen. Agil zu sein und Kundenbedürfnisse wahrzunehmen sind die Schlüssel zum Unternehmenserfolg in immer schneller und komplexer werdenden Märkten“, erklärt Christian Düngfelder, Geschäftsführer der Personalberatung MINT Solutions.

Warum Agilität häufig scheitert

Häufig scheitert agiles Arbeiten in Unternehmen jedoch an der Umsetzung. Schließlich gibt es bei der Einführung der neuen Führungsmethoden einiges zu beachten. „Nicht alle Mitarbeiter sind bereit, ihr altes Rollenbild und das damit verbundene Verhalten über Bord zu werfen. Denn agiles Arbeiten verlangt Eigenverantwortung, Kritikfähigkeit, einen gewissen Reifegrad und Bereitschaft zur Selbstreflektion. Es ist wichtig, dass die neue Methode sowohl von oben – also vom Top Management – und von unten – den Mitarbeitern – gleichermaßen unterstützt und mitgetragen wird. Zudem ist es wichtig, sich bei der Einführung neuer Prozesse und Strukturen an best practices zu orientieren“, sagt Christian Düngfelder. Damit Agilität kein reines „Buzzword“ bleibt, sondern konkret und tatsächlich im Unternehmen gelebt wird, gilt es vor allem folgende 5 Punkte zu beachten.

Die 5 wichtigsten Erfolgsfaktoren für Agilität

  1. Stabilität und Kontinuität: Wenn neue Prozesse eingeführt werden, dann sorgen Sie als Führungskraft dafür, dass der Zeitplan wie vorgesehen und ohne Ausnahmen umgesetzt wird. Das schafft Sicherheit.
  2. Vertrauen & Reflexion: Eine wichtige Basis ist das Vertrauen, dass die Mitarbeiter den Führungskräften und den Kollegen entgegenbringen. Denn während des Reflexionsprozesses ist es wichtig, dass die Teammitglieder offen und ehrlich ansprechen, was nicht so gut läuft. Dies kann nur funktionieren, wenn sie keine Angst haben müssen, dass ihnen ihre Kritik später negativ ausgelegt wird. Auch sollte das gegenseitige Vertrauen gegeben sein, dass jeder seine Aufgaben erledigt.
  3. Gemeinsame Ziele: Definieren Sie als Führungskraft gemeinsame Ziele, damit alle Teammitglieder auf diese hinarbeiten können und der Prozess auch dementsprechend priorisiert wird.
  4. Selbstorganisation: Jedes Teammitglied sollte in der Lage sein und über die fachliche Kompetenz verfügen, seine Aufgaben selbständig erledigen zu können. Gegebenenfalls sind Lücken durch Fortbildungen zu schließen.
  5. Kundennähe: Nur wenn das Team das Ziel und auch die Wünsche der Kunden im Blick behält, können Erfolge erzielt werden.

Christian Düngfelder, Geschäftsführer bei MINT Solutions, hat längst selbst agile Strukturen in seiner Personalberatung eingeführt.

Agilität in der Personalberatung

Dabei spricht Christian Düngfelder aus eigener Erfahrung. Schließlich hat er längst selbst bei MINT Solutions agile Strukturen eingeführt. Seitdem hat sich bei der Personalberatung einiges verändert. „Intern arbeiten unsere Mitarbeiter heute eigenverantwortlicher und sehr selbst organisiert. Das Onboarding neuer Kollegen geht schneller als vor Einführung der Methode. Neue Kollegen lernen innerhalb kürzester Zeit von ihren erfahrenen Kollegen und haben täglich die Chance, sich mit diesen auszutauschen und Fragen zum Business zu stellen. Durch SCRUM können unsere neuen Kollegen schnell von diesen Erfahrungen lernen“, erklärt der Geschäftsführer.

In diesem Prozess musste er auch seine eigene Rolle als Führungskraft neu definieren. „Ich habe mich als Geschäftsführer vielmehr zurückgenommen, während gleichzeitig die Aktivitäten der Teammitglieder nach oben gingen. Zusätzlich kontrollieren sie sich gegenseitig. Außerdem ist eine unglaubliche Dynamik entstanden. Zwei Berater haben sogar innerhalb von einem Jahr ihren Umsatz verdoppelt“, so Düngfelder. Doch die Einführung agiler Methoden in der Personalberatung bringen auch Vorteile im Kerngeschäft mit sich. Wer Agilität selbst lebt, kann entsprechende Firmenkulturen besser verstehen und für die Kunden eher die passenden Kandidaten mit agilem Mindset herausfinden.

Fazit

Agilität wird zweifelsohne immer mehr zum kritischen Faktor bei der Digitalisierung. Häufig scheitert die Einführung dieser Methode an einer halbherzigen Umsetzung. Damit das Thema nicht nur eine Worthülse bleibt, sondern tatsächlich in Firmen gelebt wird, kommt es auf Stabilität und Kontinuität, Vertrauen und Reflexion, gemeinsame Ziele, eine funktionierende Selbstorganisation sowie Kundennähe an.