Lebensläufe von Spitzenkräften

Top 5 Fehler in Lebensläufen

Die meisten Bewerbungsunterlagen deutscher Professionals und Executives entsprechen nicht den gängigen Standards. Personalprofis bestätigen im Expertengespräch mit Experteer, dass sich die Spitzenkräfte in ihren Bewerbungsunterlagen unerwartet schlecht präsentieren: Drei Viertel der Lebensläufe weisen einen deutlichen Verbesserungsbedarf auf und etwa die Hälfte fällt schlichtweg durch. Die Liste der beinhalteten Fehler ist dabei sehr lang. Hier erfahren Sie, welches die Top 5 Fehler in Lebensläufen sind:

Horizontal view of woman with her curriculum vitae

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1. Kein Bezug zur Stelle

Der fehlende Bezug zu der ausgeschriebenen Position wird am häufigsten bei den Bewerbungen von Führungskräften bemängelt. „Oft listen Spitzenkräfte die Stationen im Lebenslauf einfach auf und verpassen die Chance, Bezug zur Stelle zu nehmen.“, kritisiert Dr. Thorsten Knobbe, Managing Partner des Karriere-Dienstleisters Leaderspoint. Er empfiehlt Bewerbern schon im Anschreiben die relevanten Aufgaben und Erfahrungen gezielt auszuwählen und sie „ohne Standardphrasen, sondern gepfeffert und prägnant“ in den Fokus zu stellen. Dem Leser müsse mit wenigen Blicken klar werden, warum der Bewerber die Idealbesetzung für die Position ist. Axel Kleen, von der Personalberatung Kleen Linnebo & Partner achtet besonders darauf, ob das Anschreiben zielgerichtet und aussagekräftig ist. Er kritisiert, dass die Bewerbungsunterlagen von Spitzenkräften meist unübersichtlich und nicht zeitlich strukturiert sind. Das Ergebnis ist dann oft „wie beim Schulaufsatz: Thema verfehlt“.

2. Das Große und Ganze wird vor lauter Details nicht ersichtlich

Der Großteil der deutschen Professionals und Executives will mit zu vielen Vorzügen gleichzeitig punkten. Die daraus resultierenden Informationsfluten überfordern die Leser. Laut Dr. Knobbe sehen „viele Spitzenkräfte den Wald vor lauter Bäumen nicht, können ihre Erfolge und Leistungen nicht selektieren und priorisieren. Sie überfrachten den Leser mit Informationen.“ Qualität statt Quantität fordert daher Frau Gabriele Weiss, Personalreferentin der Münchner Hypothekenbank. Zu ausführliche Unterlagen mit zahlreichen Kopien besuchter Seminare und seitenlanger Anschreiben sieht sie als einen der häufigsten Fehler bei Bewerbungen von Führungskräften. Wichtig ist es, die bisherigen Positionen kurz zu beschreiben und nicht einfach die Jobtitel aufzuzählen, so Ulrike Weick, Marketing Managerin der Personalberatung Dr. Weick Executive Search GmbH. Wesentliche Punkte wie örtliche Mobilität, Wunscheinkommen und Wechselmotivation sollten dabei nicht vergessen werden. „Gerade bei Online-Bewerbungen besitzt die gezielte Nennung relevanter Stichworte einen großen Stellenwert“ betont Dr. Knobbe, „denn bei automatisierten Suchen, wie etwa von Headhuntern, fällt man ohne Prägnanz und zielgerichtete Formulierungen einfach durchs Raster.“

Lebensläufe von Spitzenkräften

3. Lügen haben kurze Beine

Laut Personalreferentin Gabriele Weiss „neigen Führungskräfte zwar manchmal zum Verschönern des eigenen beruflichen Werdeganges“, doch von Schwindeleien in der Bewerbung rät sie deutlich ab. Denn Personalprofis achten besonders darauf, ob die Angaben in Anschreiben und Lebenslauf deckungsgleich, logisch und durch Zeugnisse abgesichert sind: „Lügen haben kurze Beine“. Axel Kleen formuliert es drastischer: „Von einem Schwindeln ist dringend abzuraten! Was im Lebenslauf steht muss stimmen.“ Auch er sucht nach unbegründeten Lücken im Lebenslauf und kontrolliert zeitliche Angaben mit denen der Zeugnisse. „Kommen Ungereimtheiten zu einem späteren Zeitpunkt auf, kann das fatale Folgen für das neue Arbeitsverhältnis haben“, so der Personalberater. (Mehr hierzu)

4. Ein unvollständiges Online-Profil beeindruckt niemanden

Viele Headhunter, die den Karrieredienst Experteer nutzen, bedauern die fehlende Bereitschaft von Senior Führungskräften, alle relevanten Fähigkeiten und Informationen für ein aussagekräftiges Online-Profil anzugeben. Dies wird spätestens dann zum Problem, wenn Headhunter und Personaler aus Unternehmen Kandidaten mittels Direktansprache kontaktieren wollen. Bei vielen Profilen oder Bewerbungen fehlen wichtige Informationen wie Karriereziele, was dazu führt, dass diese nach einem ersten Blick darauf ausscheiden.

5. Unprofessionelle Fotos auf Karriere-Netzwerken

Oft ignorieren Senior Professionals, dass die Inhalte, die sie auf den meisten Online-Netzwerken teilen, öffentlich sind und somit von jedem einsehbar. Sich an einem Tag mit zehn verschiedenen Headhuntern oder Personalern zu verbinden mag in einem diskreten Netzwerk möglich sein; wenn Sie jedoch nicht auf Ihre Privatsphäre-Einstellungen aufpassen, kann Ihnen so ein Verhalten in den gängigen Karrierenetzwerken schnell zum Verhängnis werden. Denn dank automatischer Email-Benachrichtigungen zu Ihrer Aktivität weiß Ihr gesamtes professionelles Netzwerk schnell, dass Sie auf der Suche nach einer neuen Stelle sind. Achten Sie also auf Ihre Privatsphäre! Ein weiterer Punkt ist Ihre Online-Präsenz. Wenn ein Recruiter auf Ihrem Profil Fotos von Katzen und Blumen anstelle eines Bewerbungsbildes entdeckt, kann dies seinen ersten Eindruck schnell verändern. Wie alle Menschen haben Sie bestimmt ein aufregendes Privatleben, dennoch sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Auftreten in Karrierenetzwerken(und im Internet allgemein) professionell und diskret ist.

Nutzen Sie diese Punkte, um sich Ihren Lebenslauf, Ihre Bewerbung oder Ihr Online-Profil noch einmal genauer anzuschauen und sich somit besser darzustellen!

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