6 Fehler, die Sie als neuer Senior Manager nicht begehen sollten

6 Fehler, die Sie als neuer Senior Manager nicht begehen sollten

Der Wechsel in eine neue Stelle kann stressig sein – wie also machen Sie einen guten ersten Eindruck? Wie verdienen Sie sich den Respekt Ihrer Kollegen, während Sie sich auf Ihrer neuen Position zurechtfinden? Es gibt viele Faktoren, die hier zusammentreffen – und der Druck ist groß. Doch konzentrieren Sie sich nicht nur auf Dinge, die Sie unbedingt tun sollten, wenn Sie eine neue Stelle antreten. Lesen Sie heute, um welche Fettnäpfchen Sie als „der Neue“ im Unternehmen lieber einen großen Bogen machen. Denn diese 6 Fehler sollten Sie als neuer Senior Manager nicht begehen:

 

6 Fehler, die Sie als neuer Senior Manager nicht begehen sollten

 

1. Sie reden nur – und hören nicht zu

Wenn Sie Ihre neuen Kollegen kennenlernen, wollen Sie sich bestimmt beweisen. Dazu reden Sie – und zwar wie ein Wasserfall. Vielleicht möchten Sie allen zeigen, wie fähig, interessant, lustig und wundervoll Sie sind? Achten Sie darauf, nicht alle mit Ihren Wortsalven zu überrollen. Wenn Sie ständig Ihren Lebenslauf rezitieren, wird das Ihr Team mit Sicherheit nicht beeindrucken. Ganz im Gegenteil: Ständiges Schwadronieren zeugt nicht gerade von Selbstsicherheit. Außerdem könnten Ihre Teammitglieder den Eindruck gewinnen, dass Ihnen gar nichts daran liegt, diese kennenzulernen. Wenn Sie in den ersten Tagen nur reden und nicht zuhören, verpassen Sie vielleicht die Chance, Ihre Kollegen und Ihr zukünftiges Arbeitsumfeld richtig kennenzulernen.

 

2. Sie lassen den Besserwisser heraushängen

Herzlichen Glückwunsch – Ihre Expertisen als Head of Sales sind unbestritten, und Ihre Excel-Tabellen sind schon fast Moderne Kunst. Diesen Qualifikationen haben Sie vermutlich Ihre jetzige Position zu verdanken. Doch wenn Sie Ihre Kollegen bei jedem Erklärungsversuch unterbrechen („Microsoft Office kenne ich praktisch wie meine Westentasche“, „Active Sourcing? Habe ich quasi erfunden!“), werden Sie keine Sympathiepunkte sammeln. Wunderbar, dass Sie so qualifiziert sind – das ist inzwischen sicher auch bei Ihrem Team angekommen. Lassen Sie also die Selbstbeweihräucherung und nehmen Sie alles an Wissen auf, das Ihre Kollegen Ihnen bieten können. Wenn Sie gefragt werden, ob Sie sich mit einem Programm auskennen, bleiben Sie ehrlich. Versuchen Sie es mit: „Ja, ich benutze Excel schon seit Jahren und fühle mich im Umgang damit sicher. Aber welche Funktionen sind speziell in diesem Unternehmen relevant?“

 

3. Sie machen es sich zu schnell bequem

Den Vice President gleich am zweiten Tag mit „Hey, Jürgen!“ zu begrüßen, ist sicher keine gute Idee. Sie sind immer noch der Neue und wissen vielleicht noch nicht, wie Sie Ihre Kollegen einschätzen müssen. Selbst wenn in der Firma eine sehr entspannte Atmosphäre herrscht, müssen Sie sich den Respekt Ihres Teams erst einmal verdienen. Sparen Sie sich die guten Witze also für etwas später auf. Bleiben Sie freundlich, aber respektvoll und distanziert.

 

4. „In meinem früheren Unternehmen…“

Sicher haben Sie bei Ihrem früheren Arbeitgeber eine Menge gelernt. Vielleicht hatten sie dort einen Barista an Bord, der die Mitarbeiter mit dem besten Kaffee versorgt hat. Vielleicht war Ihr Unternehmen in der Lage, seinen Umsatz zu vervierfachen. Vielleicht…interessiert das in Ihrem neuen Unternehmen niemanden. Ziehen Sie nicht ständig Vergleiche, das klingt nostalgisch und verbohrt. Ihre Ausschweifungen über Ihre alte Firma sollte sich darauf beschränken, was Sie dort gelernt haben – womöglich können Sie von Ihren Erfahrungen dort profitieren und wissen so, wie Sie Probleme in Ihrem neuen Unternehmen richtig anpacken. Bieten Sie Ihre Hilfe an, zum Beispiel so: „Bei meinem früheren Arbeitgeber hatten wir ein ähnliches Problem. Dieses haben wird gelöst, indem wir Incentives für Mitarbeiter angeboten haben, die aus ihrem Umfeld passende Kandidaten für offene Stellen gefunden haben.“

 

5. Sie konzentrieren sich auf Ihr Ziel und übergehen das Team

Es kann sehr hilfreich sein, wenn man eine neue Stelle antritt und sich gleich ein paar Ziele zurechtgelegt hat – den Umsatz steigern oder die internen Arbeitsprozesse optimieren. Richten Sie aber dann und wann den Blick von Ihrer Checkliste und achten Sie auf die Menschen um sich herum. Versuchen Sie, Ihr Team kennenzulernen, deren Vorlieben, Stärken und Schwächen zu erkennen und schaffen Sie so eine harmonischere und produktivere Arbeitsatmosphäre. Und wenn Sie Richard aus dem Büro nebenan einmal um einen Gefallen bitten, wird er Ihnen das gewünschte Dokument sicher schneller senden, wenn Sie ihm letzte Woche zum Geburtstag gratuliert haben.

 

6. „Ich kann alles.“

Offenere Stellenbeschreibungen sind heute normal. Aber wenn Sie beweisen wollen, wie ehrgeizig und effizient Sie arbeiten, kann es leicht passieren, dass Sie sich mehr zumuten, als Sie vertragen. Balance und Struktur sind wichtige Bestandteile für Erfolg. Bevor Sie sich also freiwillig dazu melden, die Bilanzen von letztem Jahr noch einmal zu überprüfen, sollten Sie sich fragen, ob Sie die Kapazitäten dafür haben. Und wenn Sie sich gleich zu Beginn für Projekte melden, in denen Sie nur wenig Erfahrung, wird Sie das vermutlich mit ungeahnten Hürden konfrontieren. Keiner wird Sie schief anschauen, wenn Sie erklären, dass Sie für eine Aufgabe nicht ganz der Richtige sind. Bekunden Sie Ihren Willen zu lernen und zeigen Sie Ihren Enthusiasmus für die Aufgabenbereiche, die Sie verantworten.

 

Viel Glück beim Start in Ihr neues Unternehmen! Wenn Sie weitere Karriere-Tipps für Senior Manager suchen, schauen Sie doch mal wieder auf unser Experteer Magazin – so kann bei Ihrem nächsten Karriereschritt nichts mehr schief gehen.


Experteer wurde von Focus als eines der Top Karriere Portale 2015 ausgezeichnet.



Experteer verwendet Cookies. Informationen zum Datenschutz
Verstanden