Professionelle Rhetorik

5 Sätze, mit denen Sie in jeder Präsentation schlau wirken

Manchmal ist es wie verhext – eine Präsentation reiht sich an die nächste. Die Herausforderung ist dabei nicht nur, Ergebnisse vorzustellen – optisch möglichst ansprechend, versteht sich – sondern auch, zu überzeugen. Doch während es fürs Formale eine hübsche PowerPoint-Vorlage gibt, ist es mit der Überzeugungsarbeit etwas schwieriger – hier geht es nicht nur um Fakten, sondern um Empathie und eine emotionale Verbindung zum Publikum. Hier folgen Tipps, mit denen Sie in jeder Präsentation schlau wirken und überzeugen – sofort und ganz ohne langwierige Überlegungen.

Souverän präsentieren und überzeugen. So geht’s

“Das Wesentliche lässt sich in einem Satz zusammenfassen.“

Seit es den Segen der Powerpoint Präsentation gibt, rascheln die virtuellen Folien, was das Zeug hält. Dennoch: Bleiben Sie schlau im Vortrag und halten Sie das Material überschaubar. „Ich habe umfangreiche Ergebnisse für Sie, das Wesentliche lässt sich jedoch in einem Satz zusammenfassen.“ Danach können Sie ruhig fünf Sätze sagen – niemand wird sie zählen, doch Sie haben die Konzentration sämtlicher Zuhörer gewonnen!

“Ich selber habe das schon häufig erlebt.“

Nichts ist schlimmer als die stundenlange Aneinanderreihung von Fakten, Auswertungen und Statistiken. Lockern Sie Ihren Vortrag mit anschaulichen Beispielen auf. Storytelling ist Trumpf. Dabei können Sie ruhig auf eigene Erfahrungen zurückgreifen. Denn so erreichen Sie sogar zwei wichtige Ziele bei Ihrer Zuhörerschaft: Zum einen haben Sie die Aufmerksamkeit aller Teilnehmer gewonnen. Zum anderen wirken Sie glaubwürdig, offen und selbstbewusst – schließlich sind Sie bereit, Ihre persönlichen Erfahrungen mit Ihrem Publikum zu teilen

„Auch Gegenmeinungen müssen wir berücksichtigen.“

Viele Vortragende machen den Fehler, ihre Zuhörer mit immer derselben Schlussfolgerung zu quälen. Ist schon klar, man hat etwas herausgefunden, eine zentrale These entwickelt und die wird nun den versammelten Beschäftigten eingetrichtert. Doch niemand lebt gerne in einer Diktatur. Sagen Sie einen Satz wie „Natürlich, muss man auch gegenteilige Meinungen berücksichtigen.“ oder „Es gibt auch Gegenstimmen, die genau so ihre Berechtigung haben.“ und ihre Zuhörer werden begeistert sein, wie strukturiert Sie denken und zu was für einem hohen Reflektionsgrad Sie fähig sind.

„Die Gliederung ist Ihnen ja bekannt.“

Ein solcher Satz selbstbewusst und in ruhigem, etwas strengerem Tonfall vorgebracht macht Ihren Zuhörern einiges über Sie selbst und Ihre Ansprüche klar. Zunächst zeigen Sie, dass Sie alles im Griff haben und sich in Ihrem Metier wirklich auskennen. Gleichzeitig nehmen Ihre Zuhörer jedoch auch als emotionalen Professional wahr, der weiß, was er von seinem Team erwarten kann und gleichzeitig ein lockerer Typ ist. Schließlich klammern Sie sich nicht an Ihre Folien. Dabei rücken Sie sehr elegant die Tatsache in den Hintergrund, dass Sie gar nicht so genau wissen, wie die Gliederung nun im Einzelnen tatsächlich aufgebaut ist.

“Angesichts der Brisanz des Themas bitte ich jetzt um individuelle Meinungen.“

Wenn Sie wirklich nicht gut vorbereitet sind – und dieser Fall tritt weltweit in zahlreichen börsennotierten Unternehmen ein – dann sollten Sie dafür sorgen, dass die Schlussdiskussion einen breiten Raum einnimmt. Deswegen leiten Sie am besten schon während des zweiten Hauptabschnitts zum Plenum über. Dafür eignen sich Sätze wie „Angesichts der Brisanz des Themas für das komplette Marktsegment bitte ich jetzt um individuelle Meinungen.“ Damit wirken Sie nicht nur offen, sondern auch führungsstark – wer hält schon so viele unterschiedliche Wortmeldungen aus, wenn er noch gar nicht fertig ist!

Wer sitzt schon gerne in einer Präsentation, in der nur Worthülsen abgespult werden? Nehmen Sie Ihre Zuhörer in jedem Fall ernst. Wenn es aber wirklich eng wird, dann können Sie guten Gewissens das Emergency Kit aktivieren!



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