Stellensuche für Senior-Level-Kandidaten: Lassen Sie sich finden

7 Tipps, wie Sie auf dem Radar eines Headhunters landen

Experteer bietet die ideale Plattform für Headhunter, um dort diskret nach Kandidaten für Senior-Level-Positionen zu suchen und sie auch zu finden. Auf Seiten der Kandidaten bleibt jedoch die Frage bestehen: Wie kann man sich als Kandidat auf einem Markt, der Millionen an Kandidaten beherbergt, durchsetzen und auf sich aufmerksam machen? Wir haben 7 Tipps für Sie, wie Sie auf dem Radar eines Headhunters landen.

 

Wie oft wurde Ihnen im letzten Jahr zu einem neuen Karriereschritt geraten? Und das von einem Headhunter, der Ihnen eine Spitzenposition anbietet, die super zu Ihnen passt?

Dieser Prozess wird traditionell als „Headhunting“ bezeichnet – ein Recruitingbereich, der in den letzten Jahren exponentiell gewachsen ist. Ohne Headhunter bleibt Ihnen der Zugang zu den exklusivsten Stellenangeboten verwehrt. In diesem Beitrag finden Sie einige Tipps, wie Sie etwas daran ändern können.

So hat sich Headhunting verbreitet

Vor zehn Jahren war Headhunting lediglich C-Level-Positionen vorbehalten. Eine renommierte Headhunter-Firma wurde für gewöhnlich kontaktiert, um den allerbesten Kandidaten für eine bestimmte Stelle zu finden und von der neuen Karrieremöglichkeit zu überzeugen. Namen wie Heidrick & Struggles oder Korn Ferry galten als Äquivalent für Headhunting.

Sozialen Netzwerke und Online-Plattformen wie Experteer, haben die Situation verändert. Dadurch können Recruiter innerhalb eines großen Unternehmens den Kandidatenmarkt selbst durchforsten – und potenzielle Kandidaten direkt kontaktieren. Die Anzahl der durch Headhunter besetzten Positionen ist dadurch deutlich angestiegen. Darunter befinden sich auch Positionen, die sonst gar nicht auf dem öffentlichen Stellenmarkt auftauchen. Es lohnt sich, den Anfragen eines Headhunters Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Definition von Headhunting hat sich in den letzten Jahren verändert. Daher sollten Führungskräfte dringend diese Hinweise befolgen, um auf dem Rader eines Headhunters zu landen.

 

7 Tipps wie Sie auf dem Radar eines Headhunters landen

  1. Pflegen Sie Ihre Online-Profile.

Zunächst beginnt die Stellenvermittlung durch einen Headhunter damit, dass er/sie potenzielle Kandidaten auf dem Markt anhand ihrer Profile identifiziert. Ein Recruiter hat einen „Wunschzettel“ auf dem all die Qualifikationen zusammengefasst sind, die der perfekte Kandidat mitbringen sollte. Darunter versteht der Headhunter Bereiche, in denen Sie bereits Arbeitserfahrung sammelten, Technologien, die Sie beherrschen, Kunden, die Sie betreuten, den Umfang Ihres Netzwerkes…  Um die „Wunschliste“ eines Headhunters zu erfüllen und sich finden zu lassen, sollten Sie Ihr öffentlich zugänglich machen.

Das Wichtigste ist hierbei zunächst, dass der Headhunter Ihr Profil dann zu Gesicht bekommt, wenn er nach den relevanten Begriffen sucht. Um dies sicherzustellen, müssen Sie sich so detailliert und adäquat wie möglich präsentieren. Ein Headhunter, der sich Ihr Profil durchliest, sollte schnell erkennen können, was Ihre Stärken, Ihr Verantwortungsbereich, Ihre Rollen (dieselbe Position kann sich in Abhängigkeit des Unternehmens stark unterscheiden), Ihr Spezialgebiet und Ihre aktuelle Branche sind. Um auf sich aufmerksam zu machen, können Sie diese Informationen in einem separaten Abschnitt Ihres Profils (z.B. Besondere Fähigkeiten) nennen.  Je mehr Schlüsselbegriffe in Ihrem Profil auftauchen, desto weiter oben erscheint Ihr Suchprofil in den Suchergebnisse eines Headhunters. Konzentrieren Sie sich speziell auf Profil-Slogans.

  1. Fügen Sie Unternehmensprofile für jeden Arbeitgeber hinzu.

Headhunter suchen möglicherweise nach Kandidaten, die in bestimmen Unternehmen mit einer bestimmten Struktur arbeiten oder gearbeitet haben. Wenn die offene Position vorsieht, mit verschiedenen Firmen aus unterschiedlichen Bereichen oder mit mehreren Tochtergesellschaften zusammenzuarbeiten, dann wird der Headhunter gezielt nach Individuen suchen, die auf entsprechende Erfahrungen zurückblicken können.

Ihr Profil sollte daher eine kurze Beschreibung in 2-3 Sätzen von jedem Arbeitgeber beinhalten, in der auf einen Blick die wichtigsten Fakten zum Unternehmen zusammengefasst sind. Was sind die Tätigkeitsbereiche des Unternehmens? Wie setzt sich der Kundenstamm der Firma zusammen? Handelt es sich um ein lokales Unternehmen oder weiten sich die Geschäfte auf unterschiedliche Zweigstellen aus? Führt die Firma einen speziellen Titel wie Fortune 500?

Ihre Erfahrungen sind nicht selbstverständlich! Gerade diese Informationen können einen Headhunter dazu bewegen, Sie und nicht einen Ihrer Konkurrenten anzurufen. Machen Sie es den Recruitern so einfach wie möglich.

  1. Bringen Sie sich ins Gespräch.

Ihr Ziel sollte sein, sich als Experte auf Ihrem Speuzialgebiet zu platzieren. Nehmen Sie an Firmenveranstaltungen teil, veröffentlichen Sie Fachartikel, nehmen Sie mit qualifizierten Beiträgen an Gruppendiskussionen im Internet teil. Folgen Sie zudem spezifischen Hashtags und beteiligen Sie sich an Chats auf Twitter.

Je mehr Anerkennung Sie als Experte auf Ihrem Spezialgebiet gewinnen, umso leichter werden Headhunter darauf aufmerksam. Sie merken, dass Sie nicht nur Erfahrung sondern auch die nötige Expertise, nach der sie suchen, besitzen. Personal Branding ist nicht mehr nur ein Schlagwort – es ist das neue Karriereprinzip.

  1. Lehnen Sie nie einen Headhunteranruf ab.

Auch wenn Sie im Moment nicht aktiv nach einer neuen Karrieremöglichkeit suchen, so schadet es nicht sich anzuhören, was ein neuer Arbeitgeber Ihnen bieten könnte. Außerdem bekommt der Headhunter dadurch ein besseres Bild von Ihren Expertisen und Ambitionen, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass er Sie auch in Zukunft wieder kontaktieren wird. Vielleichrt  diese 15-20 Minuten, die Sie mit einem Headhunter sprechen, könnten Ihnen früher oder später einen Karriereschritt ermöglichen, an den Sie zuvor nie gedacht hätten.

  1. Investieren Sie.

Werden Sie Mentor für die Top-Talente unter den aufstrebenden jungen Arbeitnehmern. Sie kennen die Kandidaten in Ihrem Unternehmen und haben sich vielleicht schon das eine oder andere Mal gedacht: „Der oder die wird mal richtig weit kommen in seiner/ihrer Karriere.“

Hervorragende Mitarbeiter werden einen Weg finden, um auf sich aufmerksam zu machen. Sie bei ihrer Entwicklung zu unterstützen kann Ihnen dabei helfen, sich als Mentor auszuzeichnen – eine Investition in Ihre eigene Zukunft. Sie wissen nie, wann sich dieses Engagement für Sie auszahlen kann. Viele Headhunter waren irgendwann selbst Angestellte in dem Bereich, für den sie jetzt Spitzenkräfte suchen. Die Erfahrung aus erster Hand bezüglich der Eigenschaften bestimmter Industrien ist unbezahlbar. Je mehr Sie also in Vorleistung in Ihrer Karriere gehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen dieser Dienst irgendwann zurückgezahlt wird.

  1. Bauen Sie sich ein Netzwerk auf.

Headhunter sind Experten wenn es darum geht, gute Hinweise zu erhalten. Manche Klienten beschäftigen sie teilweise allein aufgrund ihres großen Netzwerkes. Wenn beispielsweise ein Krankenhaus nach einer neuen leitenden Krankenschwester sucht, dann wird es einen Recruiter beauftragen, der gute Verbindungen zu anderen Krankenhäusern und innerhalb des Gesundheitssektors hat.

Headhunter werden die Kontakte aus ihrem Netzwerk nach Fach- und Führungskräften fragen, die für eine Position in ihrem Fachgebiet in Frage kommt. Je mehr Sie also im Kontakt mit Ihren bisherigen Ausbildungs- und Berufsstationen (Universität, Kollegen, Kunden) in Kontakt geblieben sind, desto häufiger wird Ihr Name bei relevanten Diskussionen fallen.

  1. Verhindern Sie, dass ein Headhunter Sie verpasst.

Ein erfahrener Headhunter kann zwischen den Zeilen lesen, wonach ein Kunde wirklich sucht. Er entwickelt ein Bewertungssystem mithilfe dessen er die Stärken eines Kandidaten einschätzen kann, die für die offene Position entscheidend sind. Außerdem verfügen Headhunter über die instinktive Fähigkeit, die Soft Skills eines Kandidaten zu identifizieren.

Wenn ein Headhunter bereits in der Vergangenheit mit einem Klienten gearbeitet hat, dann wird dieser Kunde auch mehr Wert auf dessen Meinung legen. Weist der Lebenslauf eines Kandidaten die eine oder andere Lücke auf, so wird der Klient darüber hinwegsehen, wenn ein Headhunter den Kandidaten ausdrücklich empfiehlt. Erfahrung ist nur ein Teil der Gleichung wenn Headhunter nach großartigen Kandidaten suchen. Ihr Ziel ist es, das beste Talent für eine Position zu ermitteln, sodass der Klient nur eine handvoll qualifizierter Anwertern interviewen muss.

Jedoch verfügen nicht alle Recruiter über diese Erfahrung. Einige sind relativ neu im Recruiting-Business. Sie konnten nicht so viel Vertrauen aufbauen und leiten daher lediglich Kandidaten weiter, deren Online-Profile oder berufliche Präsenz mit der „Wunschliste“ des Klienten übereinstimmen. Wenn also Ihr öffentliches Profil keinen ausführlichen Überblick über Ihre Fähigkeiten und spezifischen Erfahrungen ermöglicht, erhalten Sie möglicherweise nie den ersehnten Anruf – was wieder die Notwendigkeit Ihrer Präsenz auf Sozialen Berufsnetzwerken und Online-Plattformen unterstreicht.

 

Abschließende Bemerkung

Viele Fach- und Führungskräfte denken bei Headhunting immer noch an die traditionellen Headhunting-Firmen – und glauben daher fälschlicherweise, dass dieser Dienst nur Top-Positionen in großen, globalen Unternehmen vorbehalten ist. Wenn Sie sich also nicht bemühen, von modernen Headhuntern gefunden zu werden, verpassen Sie womöglich interessante Chancen in Ihrer Berufssparte. Befolgen Sie die Tipps und entdecken Sie neue Karrierechancen. Es lohnt sich!



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