Active Sourcing als neue Recruiting-Strategie

Unternehmen bekommen ihn bereits seit einiger Zeit zu spüren – den Fachkräftemangel. Aufgrund von demographischen Entwicklungen wie dem Geburtenrückgang in Deutschland, scheint der Arbeitsmarkt in weiten Teilen wie leer gefegt. Unternehmen suchen händeringend nach geeigneten Kandidaten, um ihre offenen Stellen zu besetzen. Hier kommt das Konzept des Active Sourcing, also der aktiven Suche nach Kandidaten, ins Spiel. Wir erklären heute, warum Active Sourcing als neue Recruiting-Strategie so wichtig ist und welche Chancen sie für Unternehmen und Kandidaten bereithält.

Die Zeiten, in denen Personalverantwortliche ihre Stellen in Zeitungen und einschlägigen Portalen veröffentlichten und anschließend ein gut gefülltes Postfach vorfanden, sind vorbei. Der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt zwingt Unternehmen zunehmend dazu, selbst aktiv zu werden und geeignete Kandidaten anzusprechen. Hinzu kommt, dass sich in den letzten Jahren die Werte der Stellensuchenden geändert haben. Geld gilt längst nicht mehr als einziger Motivator – immer mehr Arbeitnehmer achten auf eine wertorientierte Unternehmenskultur, die ihnen Raum für persönliche Weiterentwicklung bietet. Auch Kriterien wie flexible Arbeitszeiten spielen für Stellensuchende eine essentielle Rolle. Aus diesem Grund stehen Unternehmen unter dem Druck, ihre eigene Arbeitgebermarke möglichst attraktiv zu machen, um das Interesse potenzieller Kandidaten zu wecken. Keine ganz einfache Aufgabe. Doch wer im Wettbewerb um die besten Talente und die fähigsten Fach- und Führungskräfte bestehen will, muss sich ordentlich ins Zeug legen.

Unternehmen versuchen daher, neue Strategien zur Mitarbeitergewinnung zu entwickeln und neue Wege zu gehen. Was geschieht, wenn Kandidaten nicht mehr durch Stellenanzeigen zu erreichen sind? Das Unternehmen muss Möglichkeiten finden, aktiv auf diese zuzugehen. Eben dies markiert die Idee, die hinter Active Sourcing steckt.  Seit langem unterstützt Experteer Unternehmen bei der Direktansprache von geeigneten Kandidaten, die sich nicht aktiv auf Stellensuche befinden. Denn obgleich 48% der Fach- und Führungskräfte in ihren Online-Profilen nicht angibt, dass sie sich auf Stellensuche befinden, so wünschen sich doch 96,4% aller Befragten eine direkte Ansprache von Unternehmen. Dies fand eine aktuelle Experteer-Studie heraus. „Der große Vorteil von Active Sourcing ist, dass Unternehmen geeignete Kandidaten erreichen, die sich nicht aktiv auf Stellenanzeigen bewerben. Dabei sind viele dennoch offen für eine Veränderung und eine Ansprache durch Unternehmens-Recruiter. Active Sourcing ist wichtig, um in Zukunft an die richtigen Führungskräfte heranzukommen“, bestätigt auch Klaus Mantel von Experteer. Unternehmen, die sich einfach nur zurücklehnen und auf Bewerbungen warten, dürften es in Zukunft schwer haben, im Wettbewerb mitzuhalten.

Damit sie das Potenzial von Passivsuchern optimal ausnutzen können, greifen viele Arbeitgeber inzwischen auf Karriereportale und -netzwerke, aber auch auf Social Networks zurück. Die Chancen, eine potenzielle Führungskraft über Facebook oder Twitter zu rekrutieren, stehen allerdings eher schlecht. Vorteilhaft dagegen ist eine umfangreiche Datenbank aus qualifizierten und wechselwilligen Kandidaten, wie Unternehmen sie bei Experteer finden. Doch der Zugang zu passenden Kandidaten ist nicht die einzige Herausforderung, der sich Arbeitgeber stellen müssen. Wichtig ist auch eine adäquate Ansprache, denn Kandidaten schätzen es wenig, wenn sie mit nicht personalisierten Massenmails angesprochen werden. Sicher, die Direktansprache hält auch für Kandidaten Vorteile bereit – so werden sie gezielt bezüglich Stellen angesprochen, auf die sie mit ihren Qualifikationen gut. Doch besonders Senior Managern ist der individuelle und persönliche Kontakt wichtig.


Experteer wurde von Focus als eines der Top Karriere Portale 2015 ausgezeichnet.



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