Automobilbranche im Wandel

Bits, Bytes und Benzin im Blut

Industrie 4.0, eMobility und autonomes Fahren: die Automobilbranche befindet sich weltweit in einer starken Umbruchphase. Heute liegt der Schlüssel zum Erfolg für BMW, VW, Audi & Co. mehr denn je in hochqualifizierten Mitarbeitern, die sich den Herausforderungen stellen und die Branche neu erfinden. „Deswegen bieten sich aktuell für herausragende Fach- und Führungskräfte exzellente Karrierechancen – nicht nur bei den Autokonzernen selbst, sondern auch bei den zahlreichen Hidden Champions der Zulieferindustrie“, sagt Oliver Tonnar, Managing Director bei PSD Deutschland.

Automobilbranche im Wandel

Jobmotor Automobilbranche: Rund 785.000 Menschen beschäftigt diese innovationsstarke Industrie in Deutschland.

Automobilbranche: Zugpferd der deutschen Wirtschaft

Noch immer gilt die Automobilindustrie als die mit Abstand stärkste Branche und das Zugpferd der deutschen Wirtschaft: 2014 erwirtschafteten die Fahrzeugschmieden einen Umsatz in Höhe von rund 368 Mrd. Euro, knapp zwei Drittel davon aus dem Export. Von der Zulieferindustrie kamen nochmal mehr als 73 Mrd. Euro hinzu.

Heute ist Deutschland nach China, den USA und Japan der viertgrößte Kraftfahrzeugproduzent der Welt und technologisch noch in vielen Feldern führend. Rund 785.000 Menschen arbeiten hierzulande in dieser innovationsstarken Industrie – darunter ein hoher Anteil an Akademikern.

Herausforderung digitale Vernetzung und Elektromobilität

Allerdings steht die Branche vor großen Herausforderungen: „Digitale Vernetzung und Elektromobilität steigern die Geschwindigkeit im weltweiten Innovationswettlauf um die besten Technologien. Das erfordert hohe Beweglichkeit und enorme Investitionen in Forschung und Entwicklung. Wir packen diese Aufgaben an aus einer Position der Stärke“, erklärte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) Anfang März 2017 auf dem Genfer Autosalon. Elektrische Antriebe, Autonomes Fahren und Mobilitätsdienstleistungen sind die Schlagwörter der Zukunft.

Gap zwischen Gegenwart und Zukunftsvisionen

Doch immer mehr Tech-Giganten wie Google, Tesla und Uber dringen in das angestammte Terrain der traditionellen Hersteller ein. Ihr Ziel: etablierte Geschäftsmodelle und Technologien auf den Kopf zu stellen. Hier stellt sich die Frage, ob die etablierten Hersteller mit dem gestiegenen Innovationstempo mithalten können. „Wir sehen durchaus einen Gap zwischen Gegenwart und Zukunftsvisionen“, sagt Susanne Hecker, Director bei PSD Deutschland. Die beiden Personalberater haben sich seit mehr als 15 Jahren ein starkes Netzwerk und Expertise in der Automobilindustrie aufgebaut.

Spannende Projekte

„Wir treffen Kandidaten, die von hoch spannenden Projekten berichten, wie etwa den Vertrieb der Zukunft, Digitales Marketing, eMobilität und Digitalisierung“, erklärt Oliver Tonnar. „Die Konzepte gibt es also bereits bei vielen Herstellern. Einerseits haben sich viele Innovationen bereits durchgesetzt oder sind auf dem Vormarsch: Vernetztes Fahren, intelligente Assistenzsysteme, Real Time Traffic-Systeme, usw.

Doch andererseits geht es in der Automobilindustrie auch um Sicherheit und vor allem um Arbeitsplätze. Deshalb denken diese konservativen Industrien vorsichtiger als Hightech-Firmen wie Google, Apple & Co., was sich auf das Innovationstempo auswirken könnte“, sagt der Headhunter und Automobil-Experte.

Automobilbranche im Wandel

Oliver Tonnar, Managing Director bei PSD Deutschland

Hat das Auto als Statussymbol ausgedient?

Eine entscheidende Frage für die Branche ist, welchen Stellenwert das eigene Auto überhaupt noch für die nächsten Generationen haben wird, gibt Susanne Hecker zu Bedenken. Die Generation Z sieht im Fahrzeug immer weniger ein Statussymbol oder einen Garant für Freiheit, sondern vielmehr ein reines Fortbewegungsmittel, das man nicht mehr unbedingt besitzen muss. Man nutzt es einfach, wenn man es braucht.

Nicht umsonst werden Car-Sharing und flexible Mobilitätsangebote wie Uber immer beliebter. „So nimmt die Führerschein- und Autoquote junger Leute in Berlin bereits heute schon deutlich ab“, sagt Susanne Hecker.

Automobilbranche im Wandel

Susanne Hecker, Director bei PSD Deutschland

Branche in Bewegung

Dass die Auto-Industrie stark in Bewegung ist, zeigen jüngste Übernahmen wie die Übernahme von Opel durch PSA. Oder der Trend der Autoschmieden, verstärkt in Start-ups wie etwa in APP-Entwickler zu investieren. Für besonders spannend hält Headhunter Oliver Tonnar die Frage, wer von den deutschen Herstellern als erster ein autonom fahrendes Auto auf den Markt bringen wird.

Alles in allem hat die Automobilbranche nichts an Attraktivität als begehrter Arbeitgeber für hochqualifizierte Fachkräfte und Manager eingebüßt, im Gegenteil. „Für High-Potentials bieten sich gerade in den aktuell sehr bewegten Zeiten beste Karrierechancen“, sagt Susanne Hecker.


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