Power Dressing

So beeindrucken Sie mit Ihrer Gaderobe

Wie man eine Person wahrnimmt, hängt bis zu 50% von deren Erscheinungsbild ab. Das haben Studien erwiesen. Umgekehrt heißt das, dass Sie mit Ihrer Kleidung aktiv Einfluss auf das Bild nehmen können, dass Sie vermitteln – und damit auch auf Ihren Erfolg. Wie das klappt? Wir haben Headhunter nach ihren Tipps fürs Power Dressing gefragt.

Power Dressing

Wer sich in seiner Kleidung wohl fühlt, strahlt das auch aus. Die beste Voraussetzung für einen selbstbewussten Eindruck.

Kleider machen Leute

Die Vorstellung von “Dress for Success” kommt dem generellen Gedanken der Eindruckssteuerung (impression management) sehr nahe. Dieser Gedanke geht auf die Arbeit des Soziologen Erving Goffman und seiner dramaturgischen Metapher zurück: Der Idee, dass die soziale Welt wie eine Bühne funktioniert, auf der Menschen die Schauspieler und Akteure sind.

Durch die eigene Garderobe zu beeindrucken bedeutet, dass  Styling ein Gefühl von Kompetenz vermittelt, besonders im professionellen Umfeld. Auch wenn das weibliche Geschlecht häufiger mit einer gewissen Affinität für Style in Verbindung gebracht wird, gilt der Look für beide Geschlechter gleichermaßen: Mittellanges, gescheiteltes Haar (für Männer hinten und an den Seiten kurz); einen dunklen, konservativen Anzug (Hose bzw. Rock und passende Jacke); starke, farbige “Akzente” wie Krawatten, Halstücher oder Broschen.

7 Tipps fürs Power Dressing

  1. Suchen Sie sich Ihre Kleidung bereits am Abend zuvor aus und gehen Sie sicher, dass diese gut gebügelt und frei von Falten ist.
  2. Wählen Sie ein Oberteil, dessen Stoff nicht leicht knittert.
  3. Nutzen Sie Accessoires: Ein gut sitzender Blazer vermag jedem Outfit das gewisse Etwas zu verleihen. Manschettenknöpfe und Krawattennadeln werden immer wahrgenommen. Tragen Sie ein weißes Einstecktuch in Ihrer Brusttasche sowie eine elegante Uhr und einen Ledergeldbeutel.
  4. Ein guter Style nützt nichts, wenn die Passform nicht stimmt. Ihre Business-Kleidung sollte Ihnen passen wie eine zweite Haut und Ihrer Größe und Ihren Proportionen entsprechen.
  5. Zu viele Farben oder Muster zu mischen ist nicht empfehlenswert.
  6. Setzen Sie adäquate Körpersprache ein.
  7. Kreieren Sie Ihren eigenen Look: Die Menschen unterscheiden sich nicht nur durch ihr Aussehen sondern auch anhand ihrer Persönlichkeiten. Versuchen Sie nicht jemand anderes zu sein, sondern finden Sie heraus, was am besten zu Ihnen passt.

Es geht darum, aus der Masse hervorzustechen. Die Definition der “Macht der Garderobe” hat sich mit der Zeit verändert. Es gibt jedoch keinen Zweifel daran, dass die Kleidung, in der man sich wohlfühlt, auch selbstbewusster macht. Und dies ist die beste Voraussetzung, wenn man auf einen Headhuntern trifft – und ihn in einem Interview beeindrucken will.

Worauf achten Headhunter bei der Kleidung eines Kandidaten?

Rebecca Schween, Worldkonnekt: Der erste Eindruck ist was zählt, genauer gesagt die ersten 30 Sekunden einer Begegnung. Dies ist der Grund, warum viele Headhunter auf verschiedene kleine Dinge achten. Für mich ist ein wichtiger Punkt, dass der Kandidat sich so kleidet wie er es auch in einem Interview tun würde: Clevere und konservative Business-Kleidung, polierte Schuhe, konservatives Make-up und Schmuck (wenn passend).

Werner Schmidt, Harvey Nash: Daneben achten wir natürlich auf die Klassiker: Auftreten, Kleidung/Aussehen, Körpersprache, Gesprächsverhalten, Interesse an der Position, Vorbereitung auf das Interview, usw.

Clive Green, KellerGreen Consulting: Ein Kandidat sollte natürlich vorzeigbar sein. Das wichtigste ist jedoch, dass die Person, die du für eine Position vorschlägst, auch kulturell in diese Rolle passt. Wir arbeiten mit einer großen US-Marke zusammen und wenn dort ein Kandidat in einem Anzug auftaucht, ist das vermutlich bereits das Ende des Interviews. Es ist wichtig zu wissen, wie sich ein Kandidat in einem bestimmten Bereich normalerweise kleidet um sich entsprechend auf ein Gespräch vorbereitet zu sein.