Beweisen Sie im Vortrag Führungsqualitäten

Zuhören, vermitteln, moderieren – beweisen Sie im Vortrag Führungsqualitäten

Es könnte so schön sein – Ihre Präsentation ist überzeugend, Ihre Argumente präzise, die Teamleitung, über die Ihr Chef demnächst entscheidet, scheint zum Greifen nah. Wäre da nicht der Kollege, der Ihrem Vortrag hartnäckig dazwischenfunkt. Vielleicht sieht er kritische Kommentare als Möglichkeit an, sich zu profilieren und seine eigene Karriere anzuschieben? Lassen Sie sich jetzt nicht ins Bockshorn jagen! Beweisen Sie im Vortrag Führungsqualitäten und verwandeln Sie Störungen in Chancen.

Zuhoeren, vermitteln, moderieren

Regel Nummer 1: Nie den Störer angreifen

 

Wer seine Qualitäten als Teamleiter unter Beweis stellen will, sollte niemandem den Mund verbieten oder einen Zuhörer persönlich angreifen. Denken Sie daran, dass Menschen „Herdentiere“ mit einem instinktiven Sozialverhalten sind. In einer Vortragssituation bilden sich automatisch zwei Gruppen: Der Präsentierende und die Zuhörer. Egal, wie überdrüssig das Publikum der Kommentare des Störers ist, wenn Sie ihn angreifen, wird sich die Gruppe schützend vor ihn stellen.  Zudem kann ein verbaler Angriff schnell nach hinten losgehen: Das Publikum könnte bei Ihnen Unsicherheit vermuten oder Ihre Fachkompetenz anzweifeln.

 

Regel Nummer 2: Diplomatisch bleiben

 

Gute Führungskräfte lassen die Meinungen ihrer Teammitglieder zu, moderieren und vermitteln, um interessante Ideen nicht von vornherein ins Aus zu befördern. Das sollten Sie auch: Unterbinden Sie jeden Angriff auf einen Störer, bleiben Sie diplomatisch und lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Sehen Sie jede Unterbrechung als Chance, mit der Sie Ihre eigene Kompetenz unter Beweis stellen können.

 

Regel Nummer 3: Hören Sie, was Sie hören wollen

 

Nicht jede kritische Zwischenbemerkung ist ein Angriff. Kann es sein, dass Ihr Kollege neidisch auf Ihre guten Leistungen ist? Dann versteckt sich hinter der Bemerkung vielleicht mehr Anerkennung, als Sie vermuten. Neid ist schließlich auch eine Form der Bestätigung. Ein weiterer Bonus: Wenn Sie Äußerungen im Rahmen Ihrer Präsentation generell als Lob statt als Kritik wahrnehmen, bleiben Sie deutlich ruhiger und souveräner.

 

Regel Nummer 4: Respekt erweisen

 

Gehen Sie noch einen Schritt weiter und loben Sie den Störer. Damit beweisen Sie echte Führungsqualitäten. Denken Sie daran, dass der Störer Ihnen offensichtlich interessiert zuhört. Danken Sie ihm für seine rege Teilnahme an Ihrer Präsentation. Wenn Sie dem Störenfried Respekt zollen, wirft das auch ein gutes Licht auf Sie und Sie gewinnen damit die Anerkennung des Publikums.

 

Regel Nummer 5: Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen

 

Diplomatisch und ruhig bleiben – das ist gar nich so einfach, wenn man einem eindeutigen Angriff oder harscher Kritik ausgesetzt ist. Wie Sie scharfe Kommentare in den Griff bekommen? Vertagen Sie beispielsweise Ihre Antwort – so verschaffen Sie sich Zeit, um sich eine adäquate Antwort zu überlegen. Oder Sie fragen nach der genauen Quelle, aus der Ihr Kollege seine Informationen zieht – vielleicht war sein Kommentar reine Farce? Ein letzter Trick ist das Hervorheben von Gemeinsamkeiten. Auch so nehmen Sie dem Störenfried den Wind aus den Segeln.

 

Regel Nummer 6: Im Vortrag Führungsqualitäten beweisen

 

Bei einem Vortrag punkten Sie nicht nur mit Fachwissen. Nehmen Sie eine Störung als Herausforderung wahr, Ihre Führungsqualitäten unter Beweis zu stellen, Souveränität zu zeigen und Kommentare zu moderieren. So erkennt Ihr Chef, dass Sie in der Lage sind eine Diskussion zu moderieren, in einer Gruppe zu vermitteln und damit einer Teamleitung gewachsen sind – und Ihre Präsentation wird zum Karriereschub.

 

Die Informationen zu diesem Artikel stammen aus dem Paper „Präsentation und Vortrag: So gehen Sie mit Störern um“ von Detlef Karthaus und wurden uns freundlicherweise von Quayou zur Verfügung gestellt.



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