Lieber Manager, schlafen Sie schon oder arbeiten Sie noch?

Liebe Manager, schlafen Sie schon oder arbeiten Sie noch?

Schlaf ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Wir schlafen tagtäglich und dennoch sind die Funktionen von Schlaf noch weitestgehend ungeklärt. Immer wieder ist die Rede davon, Schlaf sei die Selbstreinigungsfunktion des Gehirns. Auch das Sparen von Energie klingt in diesem Zusammenhang plausibel. Klar ist zumindest, dass wir ohne Schlaf nicht leistungsfähig sind und wahrscheinlich auch nicht überleben würden. Je länger wir wach sind, desto größer wird der Schlafdruck. Menschen, die unter Schlafentzug leiden, entwickeln sogar schizophrenieartige Symptome. Dennoch kümmern sich die meisten Menschen nicht um ihre Schlafbedürfnisse. Wussten Sie, dass unser Schlaf in mehrere 90-minütige Zyklen unterteilt ist? Und diese Zyklen wiederum unterschiedlichen Schlafphasen beinhalten, die sich bezüglich der Aktivität des Gehirns und anderer Körperfunktionen unterscheiden?

Sicherlich ist nicht nur mir aufgefallen, dass in den letzten Jahren immer mehr Schlafstörungen auftreten. Ein Viertel der Deutschen leiden inzwischen an Insomnie, Schlafapnoe oder Schlafwandeln. Daher ist es wichtig, auf die eigene Schlafhygiene zu achten, bevor schlechter Schlaf chronisch wird und ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe unvermeidbar wird. Häufig können bereits ein paar kleine Gewohnheitsänderungen helfen, Ihren Schlaf zu verbessern. Denn um eine besser Work-Life-Balance zu erreichen und den Einfluss von Stress auf das eigene Wohlbefinden zu verringern ist ausgewogener Schlaf ein wichtiger Schritt. Wir haben ein paar Tipps für alle schlaflosen Manager oder Professionals unter Ihnen zusammengefasst.

 

So ist Ihnen als Manager erholsamer Schlaf sicher

 

1. Das Smartphone hat im Schlafzimmer nichts verloren

Ich möchte Sie nur ungern enttäuschen aber ich würde Ihnen aufrichtig empfehlen, Ihr Smartphone in Zukunft aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Und nicht nur Ihr Smartphone: Auch das Tablet oder der Laptop haben dort nichts zu suchen. Das Schlafzimmer soll ein Ort der Erholung sein und Sie nicht ständig daran erinnern, welcher Stress morgen auf Sie wartet. Denn ich weiß nicht wie es Ihnen geht aber ich könnte nicht in Ruhe einschlafen, wenn das künstliche Licht meines Smartphones zusammen mit diesem fiesen Brummen das Schlafzimmer erfüllt und mich daran erinnert: Es könnte etwas ganz ganz wichtiges auf mich warten, wieso soll ich also jetzt schlafen? Zudem unterdrückt das Licht von elektronischen Geräten die Produktion unseres Schlafhormons Melatonin um bis zu 22%. Im Bett also noch fleißig im Internet zu surfen ist nicht empfehlenswert. Kehren Sie doch zu den guten alten Zeiten zurück und schaffen Sie sich einen ganz normalen Wecker an. Etwas Nostalgie kann nie schaden.

 

2. Vorsicht mit der Ernährung und dem Alkoholkonsum

Abends einen Schweinebraten zu verdrücken ist keine gute Idee, auch wenn es die Leibspeise eines jeden Bayers ist. Zu “schweres” Essen hält Ihr Verdauunssystem zu sehr in Schach, sodass ein ruhiger und erholsamer Schlaf nur begrenzt stattfinden kann. Alkoholkonsum kurz vor dem Zubettgehen ist ebenfalls nicht empfehlenswert. Alkohol verkürzt nachweislich die für die Erholung während des Schlafens zuständigen REM- und Tiefschlafphasen. Auch Koffein sollte am Spätnachmittag nicht mehr konsumiert werden.

 

3. Einen kühlen Kopf behalten

Auch wenn es nichts schöneres gibt als ein wohlig warmes Wohnzimmer, sollten Sie darauf achten, dass in Ihrem Schlafzimmer eine kühle Temperatur zwischen 15° und 18° Grad Celsius herrscht. Dies ist die ideale Raumtemperatur. Zudem sollten Sie auf absolute Dunkelheit achten, denn Dunkelphasen sind wichtig um den Hormonhaushalt und den Stoffwechsel intakt zu halten. Dabei kann beispielsweise auch eine Schlafmaske helfen. Um morgens aufzuwachen, nutzen Sie möglichst viel natürliches Licht und meiden Sie zu viel künstliches Licht. Ein Mangel an natürlichem Licht kann sich negativ auf die Stimmung auswirken und zu Depressionen führen. Im Winter können hier spezielle Lampen dem Lichtmangel entgegenwirken.

 

Und noch ein kleiner Tipp: Gehen Sie nie mit einer schlechten Stimmung, gar einem ungelösten Streit ins Bett. Auch vor dem Zubettgehen noch Arbeits-E-Mails zu checken ist keine gute Idee. Dies wird Sie so sehr im Kopf beschäftigen, dass auch das Schäfchenzählen nicht mehr hilft. Also, liebe Manager, auf zu gesünderem Schlaf.



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