Die 10 Active Sourcing Do’s and Dont’s

Sie sind auf der Suche nach Spitzenkräften und wenden dabei die Methode Active Sourcing an? Dann sollten Sie die Chance nutzen die  Direktansprache professionell anzuwenden. Denn Kandidaten wünschen sich von Unternehmen auf offenen Positionen angesprochen zu werden, doch noch zu wenige werden aktiv. Zu diesem Ergebnis sind wir auch in unserer aktuellen Umfrage zum Thema Active Sourcing 2015 gekommen. Wir haben über 2.500 Kandidaten und 130 Personalverantwortliche aus Unternehmen zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Recruiting befragt. Über 96 Prozent der befragten Spitzenkräfte wollen direkt von Unternehmen für offene Stellen angesprochen werden, aber nur 37 Prozent der Kandidaten wurden bereits angesprochen

Active_Sourcing_Studie_2015
(Quelle: Active Souring Studie 2015, Experteer)

In unserer Studie gaben die Befragetn unter anderem an, wann und warum sie ihren Job wechseln würden: Weiterentwicklungsmöglichkeiten (35,6 %), höheres Gehalt (27,1 %) und Wertschätzung (21,2 %) sind die Top 3 Gründe.

Daher sollten Sie genau auf diese Punkte beim Erstkontakt eingehen und plausibel darlegen, dass die neue Position diese Möglichkeiten bietet. Kandidaten wollen beim Erstkontakt Informationen über Aufgaben & Anforderungen (32,6 %), Gehalt & Leistung (21,0 %), Informationen zum Unternehmen (19,4 %), Karrierelevel & Umfeld (19,0 %). Zudem sind für potentielle Bewerber Arbeitsort, Arbeitszeiten, Branchenangaben, Angaben zum Vertrag (befristet/unbefristet), nächste Schritte, Reiseanteil, Entwicklungspotentiale, Gründe warum der Kandidat auf die Stelle passt, sowie Angaben zur Unternehmenskultur wichtig.

Checkliste Active Sourcing

An Hand weiterer Ergebnisse aus unserer Studie haben wir für HR Manager und Personalberater eine Checkliste für eine erfolgreiche Direktansprache erstellt. Auf diese zehn Punkte sollten Sie bei der Kontaktaufnahme zu potentiellen Kandidaten achten:

  1. Fakten: Seien Sie top informiert beim Erstkontakt. Angaben zu Gehalt, Aufgabenbereich, Arbeitsort, Position und Branche sollten Sie wie ein Profi beherrschen.
  2. Diskretion: Kandidaten möchten nicht an ihrem Arbeitsplatz oder über ihre beruflichen Kontaktdaten angesprochen werden. Seien Sie daher diskret und seriös bei der Kontaktaufnahme und melden Sie sich bei den Kandidaten nur auf seinen privaten Kontaktdaten.
  3. Niemals doppelt: Doppelansprachen wirken unprofessionell und sind unseriös. Daher sollten Sie für jeden Kandidaten eine lückenlose Kontakthistorie anlegen.
  4. Schriftlich: Kandidaten ist es unangenehm direkt am Telefon mit einer Jobanfrage kontaktiert zu werden. Schreiben Sie daher den Kandidaten am besten per E-Mail an.
  5. Persönlich und gezielt: Kandidaten möchten persönlich angesprochen werden und verstehen warum genau sie ausgesucht wurden. Sie erwarten, dass man auf ihr Profil eingeht. Massenanfragen bleiben unbeantwortet.
  6. Auf Augenhöhe: Spitzenkräfte haben klare Erwartungen an einen potenziellen Arbeitgeber und es gilt, diese Vorstellungen offen und ehrlich zu besprechen.
  7. Gute Argumente: Denken Sie an die Beweggründe eines möglichen Wechsels. Der Kandidat möchte sich verbessern und weiterentwickeln. Dies muss bei der angebotenen Stelle gegeben sein – nutzen Sie diese Argumente im Gespräch.
  8. Dranbleiben: Nicht locker lassen. Wurde beim ersten Kontakt Interesse geweckt, sollten die Gespräche schnell konkreter werden. So kann für beide Seiten rasch abgeklärt werden, ob der nächste Schritt im Bewerbungsprozess unternommen werden sollte.
  9. Klare Marschroute: Klare und zeitnahe Kommunikation ist gewünscht. Wo steht der Kandidat im Prozess, was sind die nächsten Schritte – diese Informationen benötigen Spitzenkräfte.
  10. Beziehungen pflegen: Manchmal ist zwar der Match für die offene Position nicht gegeben, aber der Kandidat würde gut zum Unternehmen passen. Pflegen Sie daher wertvolle Beziehungen und bauen Sie sich langfristig einen Kandidatenpool für zukünftige Stellen auf.

Die „Active Sourcing Studie 2015“ richtet sich an Entscheider im HR Bereich und Personalberater. Sie erhalten einen Überblick über aktuelle Entwicklungen bei der Rekrutierung von Spitzenkräften.

Die Studie Active Sourcing 2015 können Sie hier herunterladen.



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