Die härtesten Bewerbungsfragen – und wie Sie diese meistern

Personalverantwortliche lieben sie, bei Bewerbern sorgen sie im Interview regelmäßig für Schweißausbrüche: Anspruchsvolle Bewerbungsfragen. In unserer Serie sammeln wir die härtesten Fragen aus Bewerbungsgesprächen und geben Tipps, wie Sie diese am besten beantworten können.

die haertesten Bewerbungsfragen

Bewerbungsgespräche können sich mitunter schnell wie ein psychologisches Kreuzverhör anfühlen. Dies mag daran liegen, dass es aus der Sicht eines Human Ressource Managers häufig schwer festzustellen ist, ob eine Fach- und Führungskraft in die Unternehmenskultur passt. Deshalb müssen sie häufig Fragen aus dem persönlichen Bereich des Bewerbers stellen, um dessen kulturelle Eigenschaften und „soft skills“ zu identifizieren. Selbst nach jahrelanger Erfahrung in einem bestimmten Feld können die Fragen noch beängstigend sein, weil man sich nie wirklich daran gewöhnt.

Wir haben einige dieser anspruchsvollen Fragen – zum Teil auch solche in negativer Formulierung – für Sie gesammelt und einige Tipps ausgearbeitet, wie Sie souverän damit umgehen können!

„Was werden Sie in den ersten vier Wochen in Ihrer neuen Position erreicht haben?“

Die Frage verlangt einiges an Souveränität von Ihnen ab, denn hier will Ihr Gesprächspartner konkrete Ziele von Ihnen genannt bekommen. Aber denken Sie daran: Sie kennen die genaue Situation rund um Ihre neue Tätigkeit nicht, sind nicht im Detail mit den Strukturen, Hierarchien und konkreten Aufgaben Ihres Tätigkeitsbereichs vertraut und können daher natürlich nichts Konkretes zu Ihrer zukünftigen Tätigkeit im Unternehmen sagen – das wird Ihr Gesprächspartner in diesem Interview aber auch nicht von Ihnen erwarten. Was er aber sehr wohl erwarten kann ist, dass Sie innerhalb der ersten vier Wochen die genannten Unsicherheiten auflösen und sich am Ende dieses Zeitraums über Ihre Stellung, Ihre Aufgaben und Ihre Ziele als Führungskraft oder Experte im Unternehmen klar sind. Dies sollten Sie auch so kommunizieren.

„Was haben Sie in Ihrem vergangenen Job am wenigsten gemocht – und warum?“

Eine knifflige Frage. Vermeiden Sie auf jeden Fall persönliche Kritik an Ihren ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten, denn dies kann durchaus einen schlechten Eindruck machen. Versuchen Sie stattdessen, Ihrem Gegenüber im Bewerbungsgespräch zu vermitteln, dass Sie Ihren vergangenen Job durchaus gern gemacht haben – Sie aber die Chance zur Weiterentwicklung nutzen möchten, die Ihnen der ausgeschriebene Job bieten würde. Hierzu benötigen Sie natürlich ausreichende Kenntnisse über die Tätigkeiten, die mit der Stelle verbunden sind. Allerdings wird Ihr Gesprächspartner solche Kenntnisse im Interview sowieso voraussetzen, weshalb Sie Wissenslücken in diesem Bereich grundsätzlich vermeiden sollten.

„Was ist Ihre größte Angst?“

Vermeiden Sie unbedingt zu allgemeine oder ausweichende Aussagen. Sicherlich ist die Furcht um die Gesundheit Ihrer Familie oder auch die Angst vor unkontrollierbaren Risiken eine adäquate Antwort. Versuchen Sie jedoch durchaus etwas stellenbezogener zu antworten. Beispielsweise können Sie Ihrem Gesprächspartner im Interview deutlich machen, dass Sie sich der Risiken in einer >Führungsposition durchaus bewusst sind und Sie mit diesen auch gewisse Ängste verbinden – dass Sie gerade darin aber auch eine besondere Herausforderung sehen, um sich beruflich weiterzuentwickeln.

„Welche Eigenschaften würden Ihre Freunde nennen, wenn sie Sie beschreiben würden?“

Lassen Sie sich nicht durch die Formulierung verunsichern – dies ist lediglich eine clevere Art und Weise, nach Ihren persönlichen Stärken und Schwächen zu fragen, die gern in Bewerbungsgesprächen verwendet wird. Hinsichtlich Ihrer Stärken gilt: Übertreiben Sie nicht, aber wirken Sie dennoch überzeugend und selbstsicher, wenn Sie Ihre Fähigkeiten präsentieren. Wenn Sie auf Ihre Schwächen eingehen, lassen Sie Vorsicht walten. Kein Arbeitgeber möchte hören, dass Sie regelmäßig zu spät kommen. Vielmehr sollten Sie hier Schwächen darstellen, die nicht zu groß ins Gewicht fallen, oder aber – das ist der Idealfall – sich als Stärken uminterpretieren lassen. Allerdings sollten Sie dabei auf „Klassiker“ wie Perfektionismus oder Ungeduld verzichten, denn eine solche Antwort hinterlässt bei Personalverantwortlichen heutzutage in den meisten Fällen nicht mehr als ein müdes Lächeln.

Noch ein kleiner Tipp: Verpassen Sie nicht unseren zweiten Teil der härtesten Bewerbungsfragen und profitieren Sie von unseren wertvollen Tipps.

Und jetzt sind Sie dran! Kennen Sie noch weitere, besonders harte Bewerbungsfragen, die Sie gern im Rahmen dieser Serie beantwortet sehen möchten? Teilen Sie uns diese einfach in den Kommentaren mit.