Work-Life-Integration

Die neue Norm für Manager: Work-Life-Integration statt Work-Life-Balance

Salary.com fand heraus, dass 64 Prozent der Mitarbeiter tagtäglich während der Arbeitszeit Internetseiten besuchen, die nichts mit ihrer Arbeit zu tun haben – angefangen von Facebook über Twitter bis zu Pinterest. Dank des technischen Fortschritts sind die Grenzen zwischen Arbeit und Vergnügen, zwischen Zuhause und Büro, fließend, wenn nicht so gar nicht existent. Das Konzept der Work-Life-Balance hat noch Sinn gemacht, solange es noch einen Unterschied zwischen den persönlichen und den beruflichen Tätigkeiten gab. Heutzutage gibt es keine formelle Trennung zwischen dem eigenen Leben und der eigenen Arbeit mehr sondern es wird alles in einen Topf geschmissen. Die scharfe Abgrenzung zwischen dem persönlichen und dem privaten Leben ist mehr und mehr durchlässiger geworden – immerhin schauen wir auch am Wochenende oder im Urlaub in unser berufliches E-Mail-Postfach. In einer gewissen Art und Weise ist es also Zeit für eine Vermischung zwischen der Arbeit und dem persönlichen Leben, da die neue Norm für Manager die einer Work-Life-Integration und nicht einer Work-Life-Balance ist, in der das Zuhause und die Arbeit nahtlos ineinander übergreifen.

Work-Life-Integration

Fach- und Führungskräfte im Management, die sich auf die Work-Life-Integration und nicht auf die Work-Life-Balance konzentrieren wollen, müssen folgende Punkte beachten:

  1. Sie können damit aufhören sich schuldig zu fühlen, weil Sie Telefongespräche in Ihre Urlaubszeit legen oder nachts Ihre E-Mails checken.
  1. Und Sie können auch gleich damit aufhören sich schuldig zu fühlen, wenn Sie in der Arbeit Telefongespräche Ihrer Familie oder Freunde annehmen oder auf Ihre Profile in den Sozialen Netzwerken schauen.
  1. Wir müssen unsere Zeit nicht minutiös zwischen Arbeits- und Privatzeit aufteilen, sondern stattdessen flexibel sein und unsere beruflichen und persönlichen Ziele verfolgen. Es ist höchste Zeit, dies zu einem natürlichen Teil unserer Lebensorganisation zu machen.

Die hier vorgeschlagenen Veränderungen sind sicherlich etwas optimistisch da sie von Fach- und Führungskräften in Senior-Positionen und im Management verlangen, ihren Tag nun anders zu gestalten. Es geht nicht mehr darum, die Arbeit in einem bestimmten Zeitrahmen fertigzustellen (z.B. innerhalb des typischen Arbeitstages von 9:00-17:00 Uhr) sondern Aufgaben zu erledigen, wenn sie erledigt werden müssen. Dies überlässt den Fach- und Führungskräften mehr Kontrolle, da sie ihre Arbeit und ihr Privatleben je nach Vorlieben und der verfügbaren Zeit ausrichten können. Letztendlich ist es also nicht das Unternehmen, dass sich nach Ihren Vorlieben richtet, sondern Sie selbst.

Die Zeiten, in denen Mitarbeiter besonders lange im Büro geblieben sind, um ihren Vorgesetzten zu zeigen wie hart sie arbeiten, sind vorbei. Die Generation Y oder auch Millennials genannt wollen Ihre Arbeitszeit absolvieren und das Büro danach sofort verlassen. Auch die Unternehmen unterstützen diesen Trend, indem sie ihren Angestellten die verschiedensten Vergünstigungen und Leistungsanreize geben. Flexible Arbeitszeiten, Telearbeit, virtuelles Arbeiten und Homeoffice – diese Vorzüge sind vor allem bei Mitarbeitern mit Familie und Kindern inzwischen die Norm.

Diese Art von Work-Life-Integration erlaubt es vielen Mitarbeitern, sich in ihrer Arbeitsumgebung wohler zu fühlen, was sich in einem höheren Produktivitätslevel niederschlägt. Unternehmen legen auch mehr und mehr Wert auf die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter, indem sie versuchen deren Stresslevel so niedrig wie möglich zu halten. Fitnessstudios, Yogastunden und Kinderkrippen werden immer häufiger in Firmen angeboten.

Zudem haben viele Unternehmen verstanden, dass die Ausbezahlung von nicht in Anspruch genommenen Urlaubstagen dazu führt, dass Mitarbeiter überarbeitet sind, was sich wiederum auf die Endresultate auswirkt. Daher haben viele Firmen diese Regelung abgeschafft, sodass die Arbeitnehmer gar keine andere Wahl haben als die Urlaubstage auch in Anspruch zu nehmen. So verbringen Mitarbeiter ihre Freizeit sinnvoll und bleiben motiviert.

Immer mehr junge Menschen versuchen das Beste aus ihrer freien Zeit herauszuholen, indem Sie ihr Leben bereichern. Sie suchen sich eine Freizeitbeschäftigung oder eine Leidenschaft, egal ob es sich dabei um eine Tanzstunde, Zeichenunterricht oder ein Tennisspiel handelt. Dies alles kann das Leben dieser Leute bereichern. Auch Unternehmen verfolgen diesen Trend indem sie regelmäßig Talentwettbewerbe, Sportveranstaltungen oder Workshops veranstalten, um ihre Mitarbeiter zu inspirieren.

Und was sagen Sie als Fach- und Führungskraft dazu? Wie sehen Sie den Trend der Work-Life-Integration?



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