Wandel der Jobprofile

Was IT-Spezialisten in Zukunft können müssen

Neue Technologien und Trends stellen für IT-Führungskräfte eine permanente Herausforderung dar, sich beruflich weiterzuentwickeln. Andreas Wartenberg ist seit 25 Jahren als Personalberater tätig und seit fast 10 Jahren Geschäftsführer der Hager Unternehmensberatung. Als Experte für Technologiemanagement und Digitalisierung von Unternehmen aller Größenordnungen in Deutschland und im internationalen Umfeld weiß er genau, welche Anforderungen Firmen an IT-Fach- und Führungskräfte stellen.

Die notwendigen Kompetenzen und Soft Skills von IT-Fach- und Führungskräfte haben sich verändert. Doch welche Anforderungen werden an sie gestellt?

Die IT ist zu einem wichtigen Wettbewerbsmerkmal avanciert

Die Agilität in der Programmierung hat in den Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Eine Studie von Capgemini verzeichnet einen Anstieg des Agilitätsindexes um 3 Punkte seit 2014. Um die Kundenwünsche zu erfüllen, bewegt sich die IT-Branche weg vom Agieren nach Plan hin zur höchstmöglichen Flexibilität. Hatte die IT früher eine ausführende Position im Unternehmen inne, liegen die Anforderungen heute in der selbstständigen Entwicklung innovativer Konzepte zur Problemlösung. Andreas Wartenberg sieht in diesem Rollenwandel der IT die Veränderungen der Anforderungen an die IT-Führungsebene begründet: „Waren die IT-Entscheider bisher nur Business Partner, sind sie durch den digitalen Wandel mittlerweile die Business Treiber, die selber gestalten müssen und entsprechende Mehrfachfunktionen haben. In Zeiten der digitalen Transformation ist der IT-Verantwortliche die entscheidende Kraft beim Kampf um die Wettbewerbsvorteile.“

Die Unternehmen suchen nach Digitalisierungsprofis

Die Zukunft sieht Andreas Wartenberg eindeutig in digitalen Unternehmen, die das klassische Rollenverständnis von IT-Experten und Fachabteilung weiter aufweichen. Die Trennung zwischen dem, der bisher die Daten liefert, und dem, der sie nutzt, vermischt sich. In seiner täglichen Arbeit stellt Wartenberg fest: „Aktuell wollen Unternehmen besonders die IT-Stellen, die bei der Digitalisierung unterstützend tätig sind, besetzen. Seien es die Lead Architects oder die Cyber Security Manager bis hin zu ausgedeuteten Digitalisierungsprofis (CDO, etc.).“ Wohl darum sind auch genau diese Positionen bei IT-Führungskräften sehr begehrt. Hier sehen CIOs laut Wartenberg das größte Potenzial zur beruflichen Weiterentwicklung.

Der Rollenwechsel kreiert neue Jobprofile

Mit den neuen Anforderungen haben sich auch die notwendigen Kompetenzen und Soft Skills der IT-Fach- und Führungskräfte verändert. Andreas Wartenberg fasst die wichtigsten Merkmale zusammen, nach denen Hager ihre Spezialisten am Markt identifiziert: „Eine gute IT-Fach- und Führungskraft ist in der Lage, sich schnell, aber fundiert in neue Themen und Anforderungen einzufinden und lösungsorientiert zu agieren. Darüber hinaus hat sie hohe Empathie und ein gutes Gespür für verschiedene Situationen und Menschen. Problemstellungen werden von guten Fach- und Führungskräften abgearbeitet und die erforderlichen Schritte eingeleitet. Der Spagat zwischen Betrieb und Innovation wird gemeistert.“ Wer sich beruflich neu orientieren möchte, sollte also vor allem diese Skills mitbringen.


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