Psychologische Tricks am Arbeitsplatz

Die Spiegeltechnik – und wie man sie im Büro erfolgreich einsetzt

Der Büroalltag ist ein ganz eigenes Ökosystem, das aus den Beziehungsgeflechten der Arbeitenden besteht. Ein psychologischer Trick ist beim Umgang mit so vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten – von Kollege über Teammitglied bis zum Chef – besonders hilfreich: Die Spiegeltechnik. Wir verraten, wie Sie damit Vertrauen aufbauen und sich mit Ihrem Gegenüber eine gemeinsame Basis sichern.

Spiegeltechnik im Büro

Non-Stop sollte man sie nicht anwenden – dennoch kann die Spiegeltechnik eine Verbindung zwischen zwei Menschen schaffen.

Spieglein, Spieglein: Wie die Technik funktioniert

Die Spiegeltechnik, auch Chamäleon-Effekt genannt, tritt ein, wenn eine Person etwa die Gesten und Mimik ihres Gegenübers nachahmt. Meist geschieht das unterbewusst. Die Idee dahinter: Ahmt man die Körpersprache eines anderen nach, soll das zu Harmonie und gegenseitigem Verständnis führen. Wer die nonverbalen Signale eines anderen spiegelt, zeigt damit den Wunsch zu kooperieren. Beste Freunde, Pärchen, aber auch überzeugende und charismatische Führungskräfte tun es, um eine Verbindung zueinander herzustellen und eine gemeinsame Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu schaffen.

Denken Sie an das letzte Mal, als Sie einen Arbeitsauftrag wiederholt haben, um sich die Bestätigung zu holen, dass sie alles verstanden haben. Oder an zwei gute Kollegen, von denen der eine immer ein bestimmtes Wort benutzt – und der andere irgendwann auch. Beides ist Spiegelung.

Spiegeltechnik am Arbeitsplatz – und wie man sie erfolgreich einsetzt

1. Wenn Sie ein Team leiten

Führungskräfte können die Spiegeltechnik einsetzen, um Diskussionen subtil zu lenken oder um ihrem Team Stärke, Sicherheit und Unterstützung zu signalisieren. Wenn Sie mit Ihren Teammitgliedern sprechen, erkennen die Spiegelneutronen in Ihrem Hirn die Gefühle, die sich auf den Gesichtern der Kollegen zeigen. Versuchen Sie, diese Gefühle zu lesen und zu interpretieren. Lehnen Sie anschließend Ihre eigene Körpersprache an die des Mitarbeiters an, um ihm zu zeigen, dass Sie ihn verstehen. Und Rücksicht auf seine Gefühle nehmen.

2. Wenn Sie eine Teampräsentation halten

Wenn Sie im Team sprechen, ist es nicht nur wichtig, was Sie sagen, sondern auch, welche Körpersignale Sie aussenden. Gleichen Sie Ihre Körpersprache aneinander an, zeigen Sie, dass Sie ein gut eingespieltes Team sind. Das Publikum wird Sie sogleich als stärkere, geschlossene und damit überzeugendere Einheit wahrnehmen.

3. Wenn Sie versuchen, eine Situation zu entschärfen

Wenn sich das nächste Mal ein Streit anbahnt, nutzen Sie die Spiegeltechnik, um eine Verbindung zu der aufgebrachten Partei herzustellen. Beobachten Sie die Gesten und Haltung Ihres Gegenübers genau. Sprechen Sie mit ruhiger, klarer Stimme und ahmen Sie ein oder zwei kleine Gesten nach. Damit können Sie Ihr Gegenüber besänftigen.

4. Wenn Sie einen zögernden Kunden überzeugen wollen

Weil es beim Spiegeln darum geht, Empathie zu zeigen und eine gemeinsame Basis zu schaffen, ist die Technik auch im Umgang mit Kunden hilfreich. Beobachten Sie Ihren Kunden ganz genau – wo ist sein wunder Punkt? Wobei zögert er? Sprechen Sie sein Problem mit logischen Worten an und ahmen Sie ein paar Gesten nach, um Vertrauen zu schaffen und ihm seine Ängste zu nehmen.


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