Mehr Mut zur Innovation

Mehr Mut zur Innovation

„Why not?” statt „Yes, but…”

Wie kaum ein anderer Megatrend wird die Digitalisierung die globale Wirtschaft in den nächsten Jahren komplett verändern. Davon sind Unternehmen jeder Branche und jeder Größe betroffen. Doch viele Firmen gehen die digitale Transformation bisher noch zu zögerlich an. Dabei ist mehr Mut zu Innovation und Veränderung gefragt. Denn auch hier gilt das Darwinsche Prinzip: „Nur wer sich anpasst, überlebt“.

Mehr Mut zur Innovation

Die digitale Transformation schreitet unaufhaltsam voran und stellt alle Unternehmen vor große Herausforderungen.

Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand

Industrie 4.0, Big Data, digitale Plattformen, der Einsatz von innovativen Technologien wie 3D-Druck oder selbstlernenden Maschinen und Software mit Künstlicher Intelligenz: Die digitale Transformation schreitet unaufhaltsam voran und stellt alle Unternehmen vor die Herausforderung, ihre Strukturen, Prozesse und Geschäftsmodelle auf den Prüfstand zu stellen und den neuen Gegebenheiten anzupassen. „Die Digitalisierung durchzieht alle Bereiche unserer Gesellschaft. Einen solchen Paradigmenwechsel gab es das letzte Mal während der ersten industriellen Revolution“, sagt Andreas Schwend, Managing Partner bei der Diconium Group – ein Technologie- und Digitalunternehmen, das Firmen bei der digitalen Transformation begleitet.

Das bedeutet „digitale Transformation“ wirklich

Das was verbirgt sich hinter dem „Buzzword“ digitale Transformation genau? „Wir verstehen darunter die Neuausrichtung von Geschäftsmodellen von einer Produkt- hin zu einer serviceorientierten Wertschöpfung auf Basis einer unternehmensübergreifenden digitalen Infrastruktur. Dabei müssen die Firmen auch wesentlich agiler und flexibler werden als bisher und Innovationen aktiver voran treiben“, erklärt Andreas Schwend.

Auf der einen Seite geht es dabei um die Digitalisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen, mit dem Ziel, Effizienz und Produktivität zu erhöhen sowie Kosten zu senken. Auf der anderen Seite steht die Digitalisierung von Geschäftsmodellen im Vordergrund. Dabei geht es um die Anpassung bestehender und um die Entwicklung ganz neuer Produkte und Dienste. Das Ziel ist es, die Unternehmen so schlagkräftig und flexibel aufzustellen, dass sie auf neue Technologien, den Wettbewerb und auf ein sich permanent veränderndes Umfeld schnell reagieren können.

Viele Unternehmen haben noch keine zentrale Digitalstrategie

Zwar ist den meisten Vorstände und Geschäftsführer in Deutschland die enorme Bedeutung der Digitalisierung durchaus bewusst. Doch fehlt ihnen häufig der Mut, das Thema mit dem nötigen Nachdruck anzupacken.

„Wir haben bei der Digitalisierung in Deutschland kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem“, stellt Bitkom-Präsidiumsmitglied Dirk Röhrborn fest. So geben 55 Prozent der mittelständischen Unternehmen in einer Bitkom-Umfrage an, dass die digitale Transformation eine zentrale Herausforderung für ihr Unternehmen ist. Aber 23 Prozent der Mittelständler haben bislang keine zentrale Digitalstrategie entwickelt. Die größten Hürden sehen die Unternehmen bei den Themen Personal, Datenschutz, IT-Sicherheit und vor allem bei langwierigen internen Entscheidungsprozesse.

„Nur wer sich anpasst, überlebt“

Zögerlich abzuwarten, ist sicher der falsche Weg, denn die Konkurrenz schläft nicht. „Natürlich kann man jetzt nicht weitermachen wie bisher. Es gilt das „Survival of the Fittest“-Prinzip: „Nur wer sich anpasst, überlebt“, warnt Andreas Schwend, Managing Partner bei Diconium. Die Bereitschaft zu massiven Veränderungen und Innovationen ist heute wichtiger denn je. „Die Unternehmen sollten dieser Herausforderung statt mit dem einschränkenden Motto „Yes, but…” lieber mit der Devise „Why not?” begegnen. Und wer sich Grenzen setzt, wird nie darüber hinaus kommen. Unternehmen müssen offen für Neues sein, für Veränderung und Innovation, auch für Wagemut und Fehler. Das trifft auf die Ausarbeitung neuer Geschäftsmodelle genauso zu wie auf die Personalpolitik. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter Ihre Stärken auszuspielen. Das bringt alle im Unternehmen weiter“, sagt Schwend, der Großunternehmen bei der digitalen Neuausrichtung berät.

Zuallererst müssten sich die Führungskräfte zwingend mit dem Thema auseinandersetzen – und dann auch ihre Mitarbeiter mitnehmen, so der Managing Partner des Technologie- und Digitalunternehmens. Wichtig dabei ist auch die Entwicklung einer zentralen Digitalstrategie. Denn sind erst einmal klare Ziele festgelegt, dann wird auch die Abstimmung im Unternehmen einfacher. Dabei ist es sehr sinnvoll, digitale Experten zu Rate zu ziehen. „Traditionsreiche Großkonzerne haben es besonders schwer, weil ihre eigene Legacy sie ausbremst. Sich digital transformieren heißt nämlich: Agil und schnell sein. Auf diesem Weg können Experten von außen Reibungsverluste minimieren und ihre externe Sicht für vielleicht unerwartete, aber wirkungsvolle Lösungsansätze nutzen“, erklärt Andreas Schwend.

Fazit

An der digitalen Transformation kommt kein Unternehmen vorbei. Doch um im verschärften internationalen Wettbewerb langfristig bestehen zu können, müssen viele deutsche Firmen ihr Innovationstempo deutlich erhöhen. Der wichtigste Rat von Diconium-Chef Andreas Schwend: „Habt keine Angst vor Veränderung. Und holt Digitalexperten an Bord – am besten von Anfang an. Das ist der schnellste Weg zur digitalen Transformation!“