Besonderheiten im MINT Sektor

Durchstarten in MINT-Unternehmen

Große Chancen auf die Traumkarriere

Im MINT-Sektor herrscht seit Jahren eine große Lücke an Fachkräften. Dabei stehen die Chancen, in diesen Branchen durchzustarten, besonders gut. Wir haben mit Christian Düngfelder von MINT Solutions gesprochen. Der Personalberater erklärt, welche Besonderheiten der Sektor bereit hält und worauf es bei einer erfolgreichen Bewerbung ankommt.

Besonderheiten im MINT Sektor

Was schätzen Unternehmen an Bewerbern im MINT-Sektor? Headhunter Christian Düngfelder kennt die Antwort.

212.000 Personen – so viele qualifizierte Fachkräfte fehlen derzeit im MINT-Sektor. Das hat das Institut der Deutschen Wirtschaft ausgerechnet. Unternehmen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, suchen händeringend nach Spezialisten, die die Reihen der mittlerweile alternden Fachbelegschaft wieder auffüllen sollen. Dabei locken sie die Bewerber mit sehr guten Gehältern und Aufstiegschancen – vor allem Akademiker und Akademikerinnen haben im MINT-Sektor gute Chancen  auf eine Führungsposition.

Mythos MINT: das Imageproblem

Dass gerade der MINT-Bereich so unterbesetzt ist, verwundert Christian Düngfelder nicht. „Die Studiengänge sind sehr herausfordernd“, sagt er und vermutet, dass deshalb viele Absolventen eine Ausbildung in diesen Fächern scheuen. Dazu kommt noch ein anderer Punkt: „Stand heute gibt es im MINT-Bereich zu wenige Frauen“, sagt Düngfelder. Um dieses Dilemma aufzulösen, muss man früh ansetzen. „Bereits in den Schulen sollten Mädchen für naturwissenschaftliche Fächer begeistert werden – zum Beispiel durch weibliche Führungskräfte, die im MINT-Bereich Karriere gemacht haben. Insgesamt brauchen weibliche Vorbilder im MINT-Bereich eine stärkere Position in der Öffentlichkeit.“

Karrierechancen im MINT-Bereich erhöhen

Auch wenn die Unternehmen MINT-Kandidaten derzeit sehr umwerben, rät Christian Düngfelder seinen Bewerbern dazu, sich weiter zu qualifizieren. Wer an sich arbeitet, um aus der Masse herauszustechen, dem stehen die Türen für die echten Spitzenpositionen in den Unternehmen weit offen. Düngfelder weiß genau, was die Unternehmen an potenziellen Kandidaten besonders schätzen:

  • gut ausgebildete Soft Skills, wie kommunikative Fähigkeiten, Teamgeist und interdisziplinäres Denkvermögen
  • praktische und interkulturelle Erfahrungen
  • unternehmerisches und innovatives Denken und Handeln
  • eine klare berufliche Ausrichtung, um als Spezialist auf seinem Gebiet zu überzeugen

Networking für den Traumjob

Wer sich erfolgreich im MINT-Sektor bewerben möchte, sollte sich also zuerst über seine persönlichen Qualifikationen im Klaren sein. Die passende Stelle findet sich dann zum Beispiel auf einer der zahlreichen MINT-Jobmessen, die an vielen Orten in Deutschland abgehalten werden.

Häufig läuft die Jobsuche auch über persönliche Kontakte. Laut einer Befragung in der Schweiz finden fast 32 Prozent der Jobsuchenden im MINT-Sektor eine neue Stelle über den Bekanntenkreis. Bei einem Viertel der Befragten wurde der neue Arbeitgeber von einem Mitarbeiter der Firma empfohlen. Immerhin ein Fünftel wird außerdem in den gängigen Internet-Jobbörsen und auf Job-Plattformen fündig. Eine Initiativbewerbung bei einer spezialisierten Personalvermittlung genießt ebenfalls hohe Erfolgsaussichten.

 


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