Führungsfaktor EQ

So steigern Sie Ihre emotionale Intelligenz am Arbeitsplatz

Es ist schon seit längerer Zeit bekannt, dass die eigene emotionale Intelligenz (EQ) weitaus wichtiger ist als der Intelligenzquotient (IQ) einer Person. Wir gehen einen Schritt weiter und behaupten, dass dieser Unterschied mit der Übernahme von Senior- oder Management-Positionen noch bedeutender wird. Unser persönlicher und professioneller Erfolg beruht heutzutage auf der Fähigkeit, die Signale unserer Mitmenschen zu verstehen und angebracht darauf zu reagieren. Studien haben zudem gezeigt, dass Menschen mit einem hohen EQ bessere Leistungsgaranten als Personen mit einem hohen IQ sind.

Persönlicher und professioneller Erfolg beruht auf der Fähigkeit, die Signale unserer Mitmenschen zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.

Wie können Sie also Ihre emotionale Intelligenz am Arbeitsplatz verbessern? Wir haben uns mal für Sie umgehört und ein paar Aspekte zusammengestellt.

1. Ergreifen Sie die Initiative: Zeigen Sie Verantwortungsbewusstsein und Enthusiasmus für Ihre Arbeit, indem Sie immer dazu bereit sind, noch einen Schritt weiterzugehen. Damit ist zunächst gemeint, dass Sie Ihre Aufgaben rechtzeitig fertigstellen, ohne dass Sie Ihr Vorgesetzter nochmals daran erinnern muss. Und wenn Sie bereits in einer Führungsposition sind, dann sollten Sie mit gutem Beispiel vorangehen. Übernehmen Sie Aufgaben, ohne dass Sie jemand darum bittet. Schauen Sie sich um und erkennen Sie, was getan werden muss – und dann tun Sie es. Wenn ein Mitarbeiter ein großes Projekt fertigzustellen hat und Sie etwas Zeit übrig haben, dann helfen Sie ihm. Zudem sollten Sie versuchen, herausfordernde Aufgaben zu übernehmen und sich neue technische Fähigkeiten anzueignen. So etwas wird fast immer anerkannt.

2. Agieren Sie als Teamplayer: Dies bedeutet nicht nur kooperativ zu sein, sondern auch Führungsqualitäten zu zeigen, wenn diese gefragt sind: Üben Sie sich selbst in Ihren Fähigkeiten als Führungskraft bei einer kleinen Gruppendiskussion und fragen Sie die Gruppenmitglieder nach ihren Meinungen. Versuchen Sie auch stillere Teilnehmer in das Gespräch mit einzubeziehen.

3. Seien Sie flexibel: Mitarbeiter, die sich jeder beliebigen Situation anpassen können, sind auch verlässlich, egal was man ihnen zumutet. Seien Sie offen und umgänglich gegenüber den Vorschlägen anderer, respektieren Sie unterschiedliche Meinungen, akzeptieren Sie Ihre Fehler und zeigen Sie Empathie gegenüber anderen. Verstehen Sie Beschränkungen und Gründe, warum sich jemand nicht eins zu eins an einen Plan halten kann und kooperieren Sie bei der Erstellung eines Alternativplans falls nötig. Sie wollen nicht als festgefahrener Manager gelten. Bleiben Sie anpassungsfähig. Und seien Sie auf mögliche Pannen vorbereitet.

4. Kommunizieren Sie effektiv: Zeigen Sie eine klare Kommunikation im schriftlichen, mündlichen und nonverbalen Bereich. Bringen Sie die Dinge auf den Punkt, anstatt sich ständig im Kreis zu drehen. Artikulieren Sie sich angemessen, hören Sie gut zu und verwenden Sie stets adäquate Körpersprache. Nehmen Sie Diskussionen an, notieren Sie sich die wichtigsten Punkte und teilen Sie diese in einer E-Mail allen Beteiligten mit. So sind alle auf dem gleichen Stand und Sie können die Beschlüsse absegnen lassen.

5. Bauen Sie Beziehungen auf: Zwischenmenschliche Beziehungen am Arbeitsplatz sind wichtig, besonders da die meisten Unternehmen in Teams und Abteilungen unterteilt sind. Suchen Sie nach Freundschaften unter Ihren Kollegen oder mit Ihrem Supervisor, Ihren Kunden und Geschäftspartnern. Zeigen Sie, dass Sie sich wirklich für andere interessieren. Isoliert zu arbeiten hilft keinem weiter. In einem Unternehmen konkurrieren Sie kaum mit anderen sondern arbeiten vielmehr mit ihnen zusammen, um als großes Ganzes zu wachsen. Es ist wichtig, sich dies stets vor Augen zu halten.

6. Lösen Sie Konflikte: Sprechen Sie Streitpunkte mit den Betroffenen in Ruhe an. Gehen Sie unvoreingenommen an die Diskussion heran aber bleiben sie bestimmt. Fragen Sie nach und versuchen Sie die unterschiedlichen Positionen zu verstehen. Arbeiten Sie gemeinsam an einer Lösung. Es gibt sie, selbst wenn Sie sich darauf einigen, nicht derselben Meinung zu sein.

7. Aktives Zuhören ist wichtig: Umschreiben Sie das Gesagte und fragen Sie nach, um zu verstehen, was Ihnen jemand sagen möchte. Machen Sie sich in Meetings oder Trainingsseminaren Notizen. Unterbrechen Sie andere nicht sondern zeigen Sie Respekt, indem Sie sie ausreden lassen. Achten Sie auf die Körpersprache Ihres Gegenübers. Beobachten Sie dessen Haltung, Tonfall, Augenkontakt, Gestik und Gesichtsausdruck. Bauen Sie Vertrauen auf. Warum sollten Sie ausgerechnet Ihr/Ihm glauben? Hören Sie sich die Sorgen der anderen an.

8. Nehmen Sie Unterschiede an: Gute Führungskräfte müssen sensibel bezüglich bestehender Unterschiede sein und gut mit ihnen umgehen können. Nur so können sie großartige Teams zusammenstellen und Talente und besondere Fähigkeiten erkennen. Seien Sie clever und suchen Sie dort nach einer gemeinsamen Grundlage, wo sich Kollegen unterscheiden.

9. Bewältigen Sie Stress: Die Fähigkeit auch in schwierigen Situation die Kontrolle zu behalten, wird sehr geschätzt – sowohl im Geschäftsleben als auch außerhalb davon. Haben Sie Ihre Emotionen stets im Griff und bleiben Sie auch in Krisensituationen ruhig. Bearbeiten Sie ein Anliegen nach dem anderen mit Ihrem Vorgesetzten anstatt dass Ihnen vor versammelter Mannschaft die Puste ausgeht.

10. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihr Handeln: Wenn Sie die Gefühle eines anderen verletzt haben, dann entschuldigen Sie sich direkt dafür. Ignorieren Sie nicht das, was Sie getan haben oder meiden Sie nicht die betreffende Person. In der Regel wird man Ihnen am ehesten vergeben, wenn Sie ehrlich versuchen die Dinge wieder zurechtzurücken.



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