Floskeln & Phrasen: Diese Eigenschaften wollen Recruiter nicht auf Ihrem Lebenslauf lesen

Recruiter haben Sie bereits tausendmal gelesen – oder vielleicht öfter. Abgedroschene Phrasen auf Lebensläufen wirken schlampig und unprofessionell – und sie zeigen Personalverantwortlichen, dass dieser Kandidat genau wie alle anderen ist. Recruiter wollen Bewerber sehen, die neue unverbrauchte Ideen auf den Tisch bringen und besetzen Spitzenpositionen nicht mit jemandem, der von einem x-beliebigen anderen Arbeitnehmer ersetzt werden kann. M.A. Smith von CV Now erklärt heute, wie Sie Ihren Lebenslauf zu etwas Besonderem machen. Wenn Sie ihn mit Schlagwörtern würzen, sollten Sie vorsichtig sein. Denn: Die folgenden Eigenschaften wollen Recruiter nicht auf Ihrem Lebenslauf lesen!

Diese Eigenschaften wollen Recruiter nicht auf Ihrem Lebenslauf lesen

„Motiviert“

Diese Eigenschaft ist ein Selbstläufer. Alle Unternehmen erwarten von ihren Bewerbern, dass sie motiviert sind – warum sollten sie sie sonst einstellen? Daher wirkt dieses Wort überflüssig. Anstelle der Beteuerung, dass Sie überaus motiviert sind, sollten Sie auf einen Beweis setzen, der diese Behauptung stützt. Stellen Sie für jede Ihrer bisherigen Positionen eine Liste mit Ihren Beiträgen und wichtigsten Erfolgen zusammen – so erkennt ein Recruiter, dass Sie bei der Arbeit wirklich motiviert sind.

Statt: Ich bin hochmotiviert diese Stelle anzutreten und freue mich auf zukünftige Herausforderungen.

Besser: Im Rahmen meiner Tätigkeit bei Reiter & Co. Consulting gelang es mir nicht nur, unseren Umsatz durch gezielte Marketingaktivitäten um 14 Prozent zu steigern – in Zusammenarbeit mit der Personalabteilung entwickelte ich auch ein Schulungsprogramm für neue Marketingtrainees. Ich freue mich, meine Fähigkeiten auch in Ihrem Unternehmen einzubringen.

„Kreativ“

In manchen Berufen muss man kreativ sein. Leider wird der Begriff in vielen Fällen überstrapaziert oder gar falsch verwendet. Ein Grafikdesigner beispielsweise kann das Wort ein oder zweimal verwenden, um seine Projekte zu beschreiben. Ein Projektmanager, der einen neuen Workflow entwickelt hat, muss sich dagegen nicht zwangsläufig als kreativ bezeichnen.

Verwenden Sie anstelle abstrakter Adjektive lieber starke deskriptive Verben. Damit zeigen Sie, dass Sie wirklich etwas erreicht haben und vermeiden leere Phrasen.

Statt: Indem ich mein Team proaktiv geführt habe, konnte ich eine kreative und kollaborative Atmosphäre schaffen.

Besser: Ich entwickelte eine neue Gruppenstrategie, die dazu führte, dass das Team reibungsloser zusammenarbeitete – dadurch wurden Projekte effizienter bearbeitet.

„Enthusiastisch“

Das Wörtchen „enthusiastisch“ kann ein HR-Manager schnell missverstehen. Warum sind Sie so begierig darauf, die Stelle zu bekommen? Liegt es womöglich daran, dass Sie nicht die notwendigen Qualifikationen besitzen?

Statt: Ich bin ein enthusiastischer Teamleiter, der sich durch Proaktivität auszeichnet.

Besser: Ich bin ein proaktiver Teamleiter, der sowohl funktional übergreifende Teams effektiv führen, als auch das Kundeninteresse zufriedenstellen kann.

„Unkonventioneller Denker“

Personalentscheider erschauern, wenn Sie diese Phrase hören. Das Äquivalent zum englischen „Out of the box“ – auch in Deutschland eine immer beliebtere Redewendung – soll verdeutlichen, dass Sie alles andere als gewöhnlich sind. Ja, Unternehmen wollen neue, unkonventionelle Ideen. Nein, sie wollen niemanden, der nur behauptet, er sei einzigartig – und das ohne jeden Beweis.

Statt: Ich bin ein unkonventioneller Denker, der Spaß daran hat, neue Ideen zu entwickeln.

Besser: Als Teamleiter entwickelte ich ein neues, einzigartiges Programm, um Kosten zu reduzieren durch effizientere Arbeitsprozesse zu reduzieren.

Wörter, die Sie unbedingt verwenden sollten

Kreativ, motiviert, enthusiastisch, unkonventionell: Diese Eigenschaften wollen Recruiter nicht auf Ihrem Lebenslauf lesen. Doch Schlagwörter sind notwendig, wenn Ihr Lebenslauf vor den Adleraugen eines Personalentscheiders bestehen soll. Immerhin werden für eine Stelle immer Menschen mit bestimmten Eigenschaften gesucht. Das bedeutet aber nicht, dass Sie ihn mit leeren Phrasen und abgedroschenen Stichwörtern überladen sollten. Setzen Sie stattdessen auf starke, aktive Verben, die Ihre Erfahrungen und Leistungen beschreiben. So vermeiden Sie Wiederholungen und nichtssagende Sätze. Achten Sie darauf, sich mit Wörtern zu charakterisieren, die wirklich zur ausgeschriebenen Position passen.

Hier ein paar Tipps, welche Wörter sich hervorragend eignen, um Ihre Qualifikationen als Senior Manager herauszustellen:

  1. erreicht
  2. verbessert
  3. geschult
  4. geleitet
  5. entwickelt
  6. beeinflusst
  7. gesteigert/ reduziert
  8. verhandelt
  9. auf den Markt gebracht
  10. unter dem Budget


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