Perfekt performen: Körpersprache und Knigge

Wenn der Headhunter einmal klingelt – Teil 2

Ein Headhunter hat bei Ihnen angeklopft – über ein soziales oder Business-Netzwerk oder gar am Telefon? Gratulation, Sie dürfen ruhig ein wenig stolz sein: Ihr professionelles Profil und Ihre Fähigkeiten kommen offenbar an. Jetzt geht es darum, im Headhunter-Gespräch herauszufinden, ob die angebotene Stelle auch zu Ihnen passt. Wie sie da vorankommen? Sie sollten die richtigen Fragen stellen, rät Personalberater Gregor Lenkitsch.

Headhunter-Gespräch

Beim Headhunter-Gespräch kommt es auch auf die Körpersprache an. Offen sollte sie sein kommunikativ. Ebenfalls wichtig: Gesten sollten Ihre Argumente unterstützen.

Dazu sollten telefonisch zuerst die Grundpfeiler der Stelle abgesteckt werden:

  • Für welche Branche ist der Job ausgeschrieben?
  • Welche Funktion wird gesucht – Senior Manager oder Head of?
  • Um welchen Fachbereich handelt es sich – also Sales, Controlling, Marketing?
  • In welcher Stadt/Land ist das Unternehmen angesiedelt beziehungsweise wo befindet sich Ihr Dienstort?

Dann geht es um die Details:

  • Für wann ist die Position zu besetzen?
  • Welche Kernkompentzen werden vom Bewerber verlangt?
  • Wie groß ist das Unternehmen?
  • In welchem Bereich bewegt sich das Jahresgehalt?

Aus der Sicht vieler Headhunter stellt sich die Situation so dar: Der Fokus liegt auf dem Kandidaten. Ist überhaupt Interesse vorhanden und könnte er sich vorstellen zu wechseln? „Sind diese Fragen geklärt, gehe ich mit dem Kandidaten das Stellenprofil durch und diskutiere mit ihm, ob seine Kompetenzen zum Stellenprofil passen“, erklärt Lenkitsch. Haben Sie die erste Hürde – das Telefoninterview – geschafft, kommt es zum ersten persönlichen Treffen. Nach dem ersten Beschnuppern klopft Headhunters nun ab, ob die Chemie zwischen Kandidaten und Headhunter stimmt. Letztlich mündet alles in der Frage: Kann er den Bewerber einem Unternehmen bedingungslos weiterempfehlen? Einige Punkte können Sie dabei richtig machen.

Körpersprache

Beim ersten Kontakt mit einem Headhunter führt ein authentisches und selbstbewusstes Auftreten zum Erfolg. Beobachten Sie Ihre eigene Körpersprache: Gestikulieren Sie zuviel? Verhaspeln Sie sich bei Ihrer Präsentation? Auch wenn der Nervositätspegel bei solchen Stress-Situation steigt, bleiben Sie ruhig. „Versuchen Sie eine Sicherheit aufzubauen, indem Sie authentisch bleiben“, rät Körpersprache-Expertin Tanja Strobel. Gute Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Verlaufs des Gesprächs sind ein hüftbreiter Stand, eine ausreichende Körperspannung und eine offene Körpersprache.

Worte sagen über einen Menschen nicht alles. Aber mit ihren Körpern erzählen sie eine ebenso spannende Geschichte. Achten Sie also auf Ihre Erscheinung:

  1. Händedruck: Ein kurzer, aber fester Händedruck signalisiert Entschlossenheit. Und vermeiden Sie schwitzige Hände.
  2. Blickontakt. Blicken Sie Ihrem Gesprächspartner 80 bis 90 Prozent der Zeit in die Augen.
  3. Stimmlage: Sprechen Sie mit fester und klarer Stimme – lieber ein Tick langsamer und tiefer.
  4. Gestik: Die Hände sollen Ihre Argumente unterstützen. Halten Sie Ihre Hände von Kopf und Gesicht fern, denn damit zeigen Sie Unsicherheit.
  5. Mimik: Ihre Gesichtsmuskulatur sollte entspannt sein. Wenn Sie es schaffen hin und wieder ein Lächeln einzubauen, sammeln Sie Sympathiepunkte.
  6. Kleidung: Lieber ein wenig zu formell als zu informell. Auch die Passform der Kleidung sollte stimmen.

Knigge-Tipps für Bewerber

Kommen Sie pünktlich zum Vorstellungsgespräch und seien Sie vorbereitet! Für die Perfektionisten: Zehn Minuten vorher dasein! So haben Sie Zeit notfalls die Toilette aufzusuchen, ihre Kleidung zurechtzurücken und sich mental zu sammeln.

Zeigen Sie sich so, wie Sie sind. Führen Sie ein Gespräch auf Augenhöhe. Achten Sie darauf, nicht Überheblichkeit zu wirken. Damit disqualifizieren Sie sich innerhalb von Sekunden für Ihren möglichen Traumjob.



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