Kostenvergleich: Personalberater versus Inhouse-Recruiting

Der richtige Headhunter ist sein Geld wert

„Headhunter sind viel zu teuer“, lautet ein gängiges Vorurteil. Auf den ersten Blick mag das Honorar für die erfolgreiche Vermittlung eines Wunschkandidaten, meist etwa ein Drittel des Jahresgehalts, stattlich erscheinen. Auf den zweiten Blick relativiert sich der Betrag schnell, wenn man diesem die internen Recruiting Kosten gegenüberstellt. „Außerdem sind viele Personalabteilungen damit überfordert, die richtigen Talente für eine bestimmte Stelle zu finden. Kommt es dadurch zu Fehlbesetzungen, wird es erst richtig teuer“, sagt Dirk Brandhoff, Senior Partner der HR-Expertgroup

„Stellenbesetzungen durch Inhouse Recruiting sind nicht günstiger als die Einschaltung einer guten Personalberatung“, ist die Überzeugung von Dirk Brandhoff.

Ein Trugschluss: Inhouse-Recruiting ist günstiger als ein Headhunter

„Stellenbesetzungen durch Inhouse-Recruiting sind nicht günstiger als die Einschaltung einer guten Personalberatung. Zudem besetzt der richtige Personalberater freie Positionen in einer viel besseren Qualität und mit nachhaltigerem Erfolg“, ist die Überzeugung von Dirk Brandhoff.

Seiner Erfahrung nach haben die meisten Unternehmen – egal ob in der produzierenden Industrie oder im Dienstleistungsbereich – einen sehr großen Bedarf an externer Unterstützung, wenn es darum geht, die richtigen Mitarbeiter für offene Positionen zu gewinnen.

„Schließlich reichen die eigenen Ressourcen im Unternehmen meist nicht aus. Oder sie sind nicht qualifiziert genug dafür, freie Stellen insbesondere im Führungs- und Spezialistenbereich erfolgreich und vor allem nachhaltig richtig zu besetzen“, so der Senior Partner der HR-Expertgroup.

So hoch sind die internen Recruiting-Kosten wirklich

Doch viele Unternehmen schrecken wegen der vermeintlich hohen Honorare davor zurück, einen externen Spezialisten bei der Jobsuche einzuschalten. Ein genauer Blick auf die internen Recruiting-Kosten kann diese Bedenken jedoch schnell relativieren. Dies macht Dirk Brandhoff in einer Beispielrechnung deutlich.

Ist eine Stelle neu zu besetzen, entstehen dem Unternehmen in der Regel durch folgende Maßnahmen interne Kosten:

  • Anzeigengestaltung für Print- und Onlinemedien durch die Marketingabteilung
  • interne Briefings und Abstimmungen zwischen Personal-, Marketing- und Fachabteilungen
  • Sichten und Auswerten von Bewerbungen
  • Terminkoordination, Vorstellungs- und Einstellungsgespräche
  • sonstige Handlingskosten

Schlägt man diese internen Kosten nun auf die Preise von Stellenanzeigen in verschiedenen Medien auf, so ergeben sich laut Brandhoff folgende Endbeträge für das Inhouse-Recruiting.

Gesamtkosten des Inhouse-Recruiting bei einer Anzeigenschaltung…

  • auf der eigenen Homepage und bei einem führenden Jobportal im Internet (Laufzeit nur 14 – 30 Tage): circa 15.000 Euro
  • in einem regionalen Printmedium (Laufzeit nur ein Tag): circa 25.000 Euro
  • in einem überregionalen Printmedium (Laufzeit nur ein Tag und parallel im Internet maximal vier Wochen): circa 31.000 Euro

Hinweis: Eine detaillierte Aufstellung der Kosten vom Inhouse Recruiting kann bei der HR-Expertgroup angefordert werden: management@hr-expertgroup.com

„Dagegen bewegen sich die Headhunter-Kosten eines Beispielprojektes – für eine Position im mittleren Management oder für einen Spezialisten – etwa zwischen 25.000 und 30.000 Euro“, sagt Brandhoff. Dieses Rechenbeispiel macht deutlich, dass Executive Search meist nicht mehr kostet, als das Inhouse-Recruiting.

Hoher Schaden durch Fehlbesetzungen

Noch unendlich wertvoller für das suchende Unternehmen ist jedoch letztendlich das Ergebnis: Genau den richtigen Kandidaten für die Stelle gefunden zu haben. „Für mindestens jede dritte neu besetzte Stelle entstehen der deutschen Wirtschaft Verluste zwischen 30.000 und 700.000 Euro, weil das „Matching“ nicht stimmt und Kandidat und Job einfach nicht zusammenpassen“, erklärt Brandhoff.

Diese Summen ergeben sich aus den Ausgaben für die Rekrutierung eines neuen Arbeitnehmers, dem bis zur Kündigung gezahlten Gehalt sowie den Kosten für die Einarbeitung. Bei der Fehlbesetzung von Führungskräften geht man sogar von einem wirtschaftlichen Schaden in Höhe des 1,5- bis 3-fachen Jahresgehaltes aus.

Doch damit nicht genug: Das tatsächliche Minus, das einem Unternehmen durch Fehlbesetzungen entstehen kann, ist weitaus größer. Denn hinzu kommen weitere Faktoren, die sich kaum in konkreten Zahlen messen lassen: Produktivitätsrückgänge, ein möglicher Image-Schaden des Unternehmens und vieles mehr.

Vorteil von Headhuntern: höhere Passgenauigkeit der Kandidaten

„Bei der Einschaltung eines guten Beraters fallen Passgenauigkeit und Qualität der möglichen Kandidaten weit höher aus als beim Recruiting durch die Personalabteilung“, meint Brandhoff. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass die üblichen Suchmethoden wie Anzeigenschaltungen eher ungeeignet sind, um exzellente Manager und Spezialisten für sich zu gewinnen.

Schließlich sind Spitzenkräfte meist nicht aktiv auf der Suche nach einem neuen Job und reagieren deswegen in der Regel nicht auf Stellenanzeigen. Hier hilft nur die direkte Ansprache von geeigneten Kandidaten durch einen versierten Personalberater.

Fazit: Der Einsatz von Executive Search zahlt sich aus

Wie das Rechenbeispiel zeigt, sind Stellenbesetzungen durch Inhouse Recruiting nicht günstiger als die Einschaltung einer guten Personalberatung. Zudem könne der richtige Headhunter freie Positionen in einer viel besseren Qualität und nachhaltiger besetzen, als die eigene Personalabteilung, so Brandhoff. Eine hohe Fluktuation und mittelmäßige Mitarbeiter dagegen kommen ein Unternehmen teuer zu stehen.

 

 



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