Initiativbewerbung beim Headhunter

Direktansprache mal andersherum

5 unschlagbare Tricks für Ihre Bewerbung beim Headhunter

Headhunter sind die Schatzmeister exklusiver Spitzenpositionen. Es gilt die Regel: Der Personalberater kontaktiert den Arbeitnehmer. Funktioniert dieses Prinzip auch andersherum? Die Antwort: Ja – wenn man weiß, wie. Personalberater erklären, wie Ihre Initiativbewerbung zum Erfolg wird.

Initiativbewerbung beim Headhunter

Viele Headhunter sind für Initiativbewerbungen offen. Ein großer Vorteil – für denjenigen, der weiß, wie er die Bewerbung richtig angeht.

1. Sich positionieren

Denn 93 Prozent aller Recruiter prüfen das soziale Profil eines Kandidaten, bevor sie eine endgültige Entscheidung treffen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie von Experteer. Damit Ihre Initiativbewerbung beim Headhunter ein Erfolg wird, sollten Sie also etwas Selbstmarketing betreiben. Googlen Sie sich, jetzt sofort! Was finden Sie? Ihre Facebookseite? Den Instagramaccount mit Fotos von Ihrer Katze? Sorgen Sie dafür, dass Sie online einen professionellen Eindruck vermitteln. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie

  • Ihre Business-Profile regelmäßig aktualisieren und
  • Ihre Erfolge anhand messbarer Fakten belegen.

Wichtig ist auch Ihr Profilfoto – das sollte nämlich weder aus Ihrem Skiurlaub noch der letzten Grillparty stammen. Denken Sie daran, dass der Headhunter, der Ihren Namen in die Suchmaschine eingibt, durch Ihr Foto einen ersten Eindruck von Ihnen erhält. Achten Sie auf einen neutralen Hintergrund, ein ordentliches Outfit (Herren: Hemd und Sakko, Damen: Bluse, wahlweise Blazer) und eine anständige Bildauflösung.
Eine weitere Taktik, mit der Sie Ihrer Initiativbewerbung beim Headhunter den nötigen Schub verleihen können, liegt in Ihrer Positionierung als Experte auf Ihrem Fachgebiet. Unterstreichen Sie Ihre Expertise, indem Sie sich in einschlägige Diskussionen einbringen – z.B. in Foren oder auf Twitter.

2. Wunschposition definieren

„Es ist eher selten, dass Initiativbewerbungen genau auf ein Suchprofil passen“, sagt Wolfgang Lichius, Partner bei KEC. Daher ist eine umfassende Recherche die Grundvoraussetzung Ihres Erfolgs. Legen Sie eine Liste mit Ihren Fähigkeiten, Erfahrungen und Erfolgen an. Und danach eine zweite, in der Sie konkretisieren, wohin Ihr nächster Karriereschritt Sie führen soll. Eine Position als Vice President of Marketing? Eine Stelle als leitender PR-Berater?

Wenn Sie das herausgefunden haben, wird es Zeit, zu lesen, und zwar Stellenanzeigen. Entschlüsseln Sie, welche Kompetenzen auf dem Markt gesucht werden und machen Sie sich Notizen. Eine reguläre Bewerbung lebt davon, dass sie Ihre Kompetenzen präzise herausstellt und sich hundertprozentig an einer ausgeschriebenen Stelle orientiert. Daher ist es hilfreich, wenn Sie sich eine imaginäre Wunschstelle überlegen und Ihr Schreiben daran ausrichten.

3. Headhunter identifizieren

„Initiativbewerber müssen fachlich sehr gut sein und zum Geschäftsfeld des angesprochenen Personalberaters passen. Sonst sind sie für den Headhunter uninteressant“, erklärt Personalberater Darren Payne. Bevor Sie Ihre Unterlagen also wild herausfeuern, sollten Sie herausfinden, welche Headhunter Stellen in Ihrer Branche besetzten. Auch auf die Funktion und das Karriereniveau kommt es an. Einige Personalberater besetzen eine Bandbreite an Positionen, andere sind speziell auf Executive Level tätig. Zapfen Sie also Ihr Netzwerk an – vielleicht hat einer Ihrer Bekannten bereits einen passenden Personalberater in seinem Netzwerk und kann den Kontakt herstellen?

Um herauszufinden, ob eine Initiativbewerbung beim Headhunter Ihrer Wahl Chancen hat, ist es auch sinnvoll, ihm auf sozialen Netzwerken zu folgen, um einen Eindruck von seiner Persönlichkeit und seinen Expertisen zu bekommen.

4. Lebenslauf anpassen

„Headhunter verbringen weniger als 30 Sekunden mit einem Lebenslauf“, sagt Rebecca Schween von der Personalberatung Worldkonnekt. Folglich sollten Sie sichergehen, dass Ihr Lebenslauf perfekt ist. Konkret bedeutet das,

  • aussagekräftige, präzise Angaben,
  • Leistungen, die mit messbaren Zahlen und Fakten untermauert sind,
  • ein klar strukturierter Aufbau,
  • ein schlichtes, professionelles Design
  • korrekte Rechtschreibung und Grammatik.

Bei einer Initiativbewerbung beim Headhunter sollten Sie überdies dem Drang widerstehen, einen Roman über Ihren beruflichen Werdegang zu schreiben. Beschränken Sie sich auf das Wesentliche und führen Sie dem Personalberater innerhalb weniger Sekunden vor Augen, warum Sie ein Spitzenkandidat sind, den zu platzieren es sich lohnt.

5. Richtige Ansprache wählen

Sie haben es fast geschafft – Sie haben den richtigen Personalberater für Ihre Initiativbewerbung identifiziert, Ihr Lebenslauf liest sich ausgezeichnet. Jetzt müssen Sie nur noch den Erstkontakt mit dem Headhunter meistern – und der ist entscheidend. „Kontaktieren Sie einen Headhunter per E-Mail“, empfiehlt Christian Pape> von der Pape Consulting Group. „Telefonischer Kontakt ist schwierig, da häufig wenig Zeit ist.“

Nehmen Sie überdies von klischeehaften Formulierungen Abstand – so vermitteln Sie Personalberatern das Gefühl, Empfänger einer Serienmail zu sein. Wenn Sie doch zum Telefonhörer greifen, sollten Sie schnell konkret werden und keine unverbindliche Plauderei beginnen, ergänzt Dr. Thomas K. Heiden von heiden associates. „Schon das Telefonat ist die erste Visitenkarte des Bewerbers und entscheidet darüber, welchen Eindruck der Kandidat beim Personalberater für den weiteren Prozess hinterlässt.“

Übrigens muss es nicht immer eine Initiativbewerbung beim Headhunter sein – auf Experteer können Sie sich explizit auf ausgeschriebene Headhunter-Stellen bewerben. Nutzen Sie unser diskretes Netzwerk und starten Sie beruflich durch.



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