Ist Home Office das Richtige für Sie? (Infografik)

In Jogginghosen arbeiten, oder gleich im Schlafanzug? Den Arbeitsplatz ab 25 Grad einfach nach draußen verlagern, und bei schlechtem Wetter vom Bett aus in die Tasten hauen? Home Office klingt für viele wie ein wahrgewordener Traum – dabei unterschätzen sie einige Tücken. Ist Home Office das Richtige für Sie? Finden Sie es heraus!

34 Millionen Amerikaner arbeiten von zu Hause, über 4,5 Millionen sind es im Vereinigten Königreich. Das Home Office befindet sich auf einem beispiellosen Siegeszug. Studien ergaben, dass 66% aller Befragten von daheim aus arbeiten würden, wenn diese Möglichkeit bestünde. Das ist ganz einfach. Wer Zugang zum Unternehmensnetzwerk hat, kann sich bequem von daheim aus einloggen und hat trotzdem Zugriff auf alle Daten und Dokumente. Auch auf Management-Ebene wird das Home Office immer beliebter – 14,8% der Briten, die von daheim arbeiten, sind Manager. Kein Wunder, denn das Home Office hat zahlreiche Vorteile. Es ermöglicht ein flexibleres, selbstbestimmteres Arbeiten, das sich in einer höheren Arbeitszufriedenheit niederschlägt.

Wenn Sie Ihren Vorgesetzten von den Vorteilen des Home Office überzeugen wollen, haben Sie einige schlagkräftige Argumente in der Hand. 300 Milliarden US-Dollar gehen jährlich drauf, weil Arbeitnehmer ungeplant ausfallen. Die Wahrheit ist, – und das sollten Sie Ihrem Chef lieber vorenthalten, – dass mehr als drei Viertel der Ausfälle gar nicht krankheitsbedingt sind, sondern weil die Arbeitnehmer gestresst sind, familiäre Probleme lösen müssen oder wichtige persönliche Termine haben. Zu Hause haben Sie die Möglichkeit, ihre Arbeit dann zu erledigen, wenn Sie sich dazu in der Lage fühlen. Wer in der Früh mit Kopfschmerzen aufwacht, arbeitet vielleicht lieber abends, wenn er wieder auf dem Damm ist. Auch persönliche Termine können besser mit der Arbeit koordiniert werden. Zudem ist die Arbeit im Home Office produktiver. Mitarbeiter, die von daheim aus arbeiten, erledigen ihre Arbeit schneller und effizienter und sparen sich so fünf Stunden pro Woche – ganz abgesehen von der Zeit, die man durch den Wegfall des Arbeitswegs gewinnt.

Auch der Arbeitgeber spart – und zwar bares Geld. Warum? Er muss weniger Büros anmieten. Die Unternehmen Dow Chemical und Nortel haben so satte 30% ihrer Mietkosten eingespart. Das Wall Street Journal berichtet sogar, dass Unternehmen, die ihren Mitarbeitern mindestens drei Mal pro Monat das Arbeiten von zu Hause ermöglichen, verbesserte Chancen haben, ihren Umsatz innerhalb eines Jahres zu steigern – und zwar um ganze 10%.

Die Frage, ob Home Office das Richtige für Sie ist, sollten Sie sich dennoch gut überlegen. Wohnen Sie in einer Ein-Zimmer-Wohnung neben einer Baustelle? Dann könnte das Arbeiten von daheim zur Belastungsprobe werden. Home Office funktiert am besten in einem ruhigen und einigermaßen komfortablen Umfeld. Wenn Sie sich mit dem Laptop auf den Knien in den Sitzsack quetschen müssen, dankt Ihnen das weder Ihr Rücken, noch das Ergebnis Ihrer Arbeit. Können Sie sich alleine motivieren? Sind Sie diszipliniert? Auch das sind entscheidende Faktoren, die Sie unbedingt einbeziehen sollten. Wenn Sie sich ständig ablenken lassen, kommen Sie schließlich zu nichts. Ein weiteres Problem liegt im Problemfall selbst. Wenn mitten in einem wichtigen Skype-Call mit dem Marketing Director der PC abstürzt, sind Sie erst einmal auf sich allein gestellt.

Machen Sie sich eine mentale Checkliste, bevor Sie Ihren Vorgesetzten um Arbeitszeit von zu Hause aus bitten. Zeigen Sie, dass Sie strukturiert und effizient arbeiten können und stellen Sie sicher, dass Sie während der regulären Arbeitszeiten erreichbar sind – ob per Telefon, Handy oder am PC. Das gilt besonders für Führungskräfte, die der wichtigste Ansprechpartner für die Probleme sind.

Ist Home Office das Richtige für Sie



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