Kandidaten auf dem Arbeitsmarkt

Die Macht ist mit ihnen

Sie sind wie das saftige Rib-Steaks auf einer Grillparty. Oder die letzte Flasche 30 Jahre alter Single Malt Whiskey bei Amazon. Hochqualifizierte Arbeitnehmer sind extrem begehrt. Und weil sie eine neue Machtstellung auf dem Markt haben, sehen sie genau hin, wem sie ihre berufliche Zukunft anvertrauen. Was gute Headhunter leisten müssen, um zu überzeugen. Und wie die Qualität einer Personalberatung objektiv messbar wird.

Rollentausch: Headhunter müssen sich beweisen

Die Macht ist mit ihnen. Mit den Kandidaten, wohlgemerkt. Headhunter müssen heute alle Register ihres Könnens ziehen, um Bewerber zu überzeugen und Top-Kandidaten zu platzieren. „Schnelligkeit ist das A und O“, sagt Falk Runge von Kienbaum Consultants. Aber auch Transparenz in alle Richtungen sei für Personalberatungen heute extrem wichtig, ergänzt Dr. Caroline Grün von Geneva. Ihre Theorie: „Nur mit dem persönlichen Kontakt können Personalberater noch punkten.“

Auch der Kandidat wird transparent

Doch ganz so schwarz-weiß sind die Dinge ja meist doch nicht. Dass die Macht zwischen Personalberater und Kandidat eigentlich ganz gut verteilt sei, findet Klaus Aden von LAB & Company. „Immerhin haben auch wir vor einem Interview heute schon eine Fülle von Informationen über den Kandidaten.“ Es ist also nicht nur die Personalberaterbranche, die sich in Zeiten der Digitalisierung sichtbar macht. Auch Kandidaten sollten aufpassen, auf welchen Kanälen sie sich wie positionieren. Dabei sei Authentizität essentiell, so Aden.

Die Sache mit der Mundpropaganda

Trotzdem stehen Personalberatungen unter dem Druck, ihre Qualität messbar zu machen. Ein großes Problem sei hier die mangelhafte Mundpropaganda seitens der Klienten, gibt Peter Schiwon von Pentagon zu bedenken. „Meist sind Unternehmen sind froh, dass sie einen guten Personalberater gefunden haben. Den empfehlen sie natürlich nicht zwingend an die Konkurrenz weiter.“



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