Tipps von „Fancy Tuesday“ bis „Casual Friday“

Karriere ohne Anzug: So beeindrucken Sie im Casual Look

Dass man auch ohne eleganten Nadelstreifenanzug und seidenes Einstecktüchlein beruflich erfolgreich sein kann, wissen wir. Insbesondere in jungen Unternehmen und Start-ups spielen Dresscodes meist nur eine untergeordnete Rolle. In klassischen Branchen wie der Beratung, dem Vertrieb oder dem Finanzwesen sieht das anders aus. Aber auch hier lockert sich die Kleiderordnung zunehmend. Sicherlich haben Sie schon einmal vom Casual Friday gehört? Vorsicht! Damit Sie sich auch auf Firmenfeiern und an legeren Freitagen stilsicher kleiden, haben wir den Rat von den Modeexperten von Outfittery eingeholt, die sich mit geschmackvollen Outfits für den Mann auskennen. So beeindrucken Sie im Casual Look.

Kleider machen Leute. Das gilt auch für den Casual Look.

Business Casual vs. Smart Casual

„Die Bezeichnung Business Casual steht für einen formellen Look mit lässiger Note“,  erklärt Anja Mittelstaedt vom Outfittery Blog. Dieser Dresscode sei ideal für den Casual Friday geeignet, an denen sich Mitarbeiter ein wenig informeller präsentieren können – kleidungstechnisch, versteht sich. Ein gepflegtes Auftreten ist dabei trotzdem Pflicht: „Eine elegante Chino oder Wollhose ist immer eine sichere Wahl. Dazu kombiniert man ein Business-Hemd sowie ein Sakko und hochwertige Lederschuhe. Farben und Muster sollten bei diesem Outfit reduziert und nicht zu auffällig sein. Ebenso darf das Outfit nicht zu lässig ausfallen. Jeans, T-Shirts und sportliche Sneaker sollten im Schrank bleiben.“

Nach der Arbeit sind Sie zu einer internen Firmenfeier eingeladen. Der Dresscode: Smart Casual. Klingt einfach, klingt ungezwungen. Aber ist er das auch? „Dieser Dresscode beschreibt einen gehobenen Freizeitlook“, so Mittelstaedt. „Anstatt der eleganten Stoffhose ist es hier sogar erlaubt, eine klassische, dunkle Jeans zu tragen. Auch das Hemd kann durch ein Poloshirt ersetzt werden. Ein Sakko sollte dennoch nicht fehlen. Bei den Schuhen hat man die Wahl zwischen klassischen Lederschnürern oder eleganten Loafers.“

Für wen gilt der Casual Friday?

Der Casual Friday gilt in der Regel in Unternehmen, in denen sich Angestellte sonst sehr förmlich kleiden müssen – beispielsweise in großen traditionellen Unternehmen oder in bestimmten Branchen wie bei der Versicherung. In jüngeren oder sehr kleinen Unternehmen, Start-ups, Firmen aus der Kreativ- oder IT-Branche werden dagegen selten Dresscodes vorgegeben. „Manche Unternehmen – wie wir bei Outfittery – drehen sogar den Spieß um. Einige Zeit lang hatten wir anstelle des Casual Fridays einen Fancy Tuesday ins Leben gerufen. Hier war es gewünscht, sich außerordentlich schick und kreativ zu kleiden“, erzählt Anja Mittelstaedt.

Lieblingsstücke und No-Go’s

Als Senior Manager müssen Sie Respekt ausstrahlen und Selbstbewusstsein vermitteln – das funktioniert nur, wenn Ihr Team Sie ernst nimmt. Was passierte wohl, wenn Sie eines Freitags mit einer Micky-Mouse-Krawatte oder einem Kapuzenpulli ins Büro marschierten? Vielleicht nichts, was Sie auf den ersten Blick beunruhigen würde. Ihr Team hat womöglich den Anstand, erst dann zu kichern, wenn Sie in Ihrem Büro verschwunden sind. Doch auf Dauer nagen diese Mode-Faux-Pas an Ihrem Ruf.

Wenn Sie als neue Führungskraft in einem Unternehmen anfangen, sollten Sie sich also zunächst über die Kleiderordnung informieren. „Ein Senior Manager in einem lockeren Startup kann an einem Casual Friday sogar mit Jeans und T-Shirt erscheinen, ohne einen riesen Faux-Pas zu begehen. In größeren Konzernen sollte an einem Casual Friday jedoch trotz der vorgegebenen Lässigkeit die Professionalität durch ein gewisses Auftreten gewahrt werden.“ Wenn Sie Anzug und Krawatte auch getrost im Schrank hängen lassen können, so sind Sie mit einer eleganten Chino, einem klassischen Hemd und einem Sakko gut beraten. „Statt schwarzen Business-Schuhen können hier braune, elegante Schnürer getragen werden. Eine besonders schöne Wahl wären klassische Budapester.“

Ärmellose Shirts, kurze Hosen und offene Schuhe wie Flip Flops haben jedoch weder mit Smart Casual noch mit Business Casual das etwas zu tun – es sei denn, Sie gehen zu einer sommerlichen Mottoparty.

Eine Prise Individualität, bitte!

„Der Schlüssel zu einem stilvollen Look ist der Sitz der Kleidung“, verrät die Modeexpertin von Outfittery. „Ein perfekt passendes Sakko, die richtige Kragenweite des Hemdes und eine gut sitzende Hose verleihen seinem Träger fast von allein eine selbstbewusste Ausstrahlung.“ Wer sich in seiner Kleidung wohlfühlt, strahlt das auch aus. Wenn Ihre Hemdsärmel zu lang sind oder ständig am Hosenbund zuppeln müssen, weil sie rutscht, wirken Sie schnell unsouverän. Sie füllen Ihre Rolle – metaphorisch gesprochen – nicht richtig aus, müssen erst noch hineinwachsen. Einem solchem Eindruck können Sie mit gut sitzenden, womöglich sogar maßgeschneiderten, Kleidungsstücken entgegenwirken.

Sie möchten Ihre Individualität unterstreichen oder Ihre kreative Ader hervorheben? „Setzen Sie Akzente mit Accessoires wie Uhren, Gürteln oder Ähnlichem.“ Auch so beeindrucken Sie im Casual Look.



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