Karrierechancen für Frauen im IT-Sektor: Beste Aussichten

Beste Aussichten

Karrierechancen für Frauen im IT-Sektor

Frauen sind in der IT-Branche bis heute noch deutlich unterrepräsentiert. Doch das dürfte sich künftig ändern. Schließlich rücken weibliche Fach- und Führungskräfte aufgrund des Fachkräftemangels zunehmend ins Visier der Personalmanager. Um attraktiver für Mitarbeiterinnen zu werden, bieten immer mehr IT-Firmen flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung, Home Office und Mentorinnen-Programme an. Noch nie standen die Chancen für Frauen besser, im boomenden IT-Sektor eine glänzende Karriere zu machen. Spezialisierte Headhunter können dem Erfolg auf die Sprünge helfen.

Karrierechancen für Frauen im IT-Sektor: Beste Aussichten

Immer mehr Recruiter der IT-Industrie setzen auf mehr Vielfalt in der Belegschaft und planen, aktiv mehr Mitarbeiterinnen einzustellen.

Boom-Branche Informationstechnologie

Die IT-Branche zählt aktuell zu den absoluten Boom-Sektoren in Deutschland. Entsprechend stark ist auch der Personalbedarf. Nach Angaben des Digitalverbandes Bitkom werden hier jedes Jahr rund 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Doch größter Hemmschuh ist nach wie vor der fortschreitende Fachkräftemangel: 2016 konnten sogar mehr als 50.000 offene Stellen für IT-Experten nicht besetzt werden.

Als mögliche Lösung gegen den Personalengpaß setzen immer mehr IT-Firmen darauf, mehr Frauen als Mitarbeiter und Führungskräfte für sich zu gewinnen. Schließlich sind diese in der Branche bisher deutlich unterrepräsentiert. Nach einer Studie von PwC liegt die Frauenquote bei ITK-Fachkräften bei lediglich 11 Prozent. Hier besteht also noch ein enormer Nachholbedarf.

Interesse von Frauen am IT-Sektor steigern

„Aktuell besetzen wir von 100 Stellen höchstens 5 mit Frauen. Auffallend ist, dass es mehr Bewerberinnen aus dem Ausland gibt. Aus der Praxis kann ich berichten, dass unsere Kunden sehr gerne Frauen in der IT einstellen – es herrscht hier absolute Offenheit. Nur leider liegt die Anzahl an Bewerberinnen weit hinter der Anzahl an Bewerbern“, erklärt Lisa Ernst, Teamleiterin IT bei MINT Solutions, einer auf den MINT-Sektor spezialisierten Personalberatung. Um das zu ändern setzen immer mehr Recruiter der IT-Industrie auf mehr Vielfalt in der Belegschaft und planen, aktiv mehr Mitarbeiterinnen einzustellen.

Warum ist das so? Die Gründe dafür dürften sicher nicht in einer möglichen fehlenden IT-Begabung von Frauen zu finden sein, sondern eher darin, dass diese sich in einer bisher von Männern dominierten Branche nicht wohlfühlen. Das schlägt sich bereits in der Auswahl des Studienfaches nieder. So sind auch Studentinnen unter den Informatik-Erstsemestern mit 25 Prozent deutlich gegenüber ihren männlichen Kommilitonen in der Minderheit, wie aus einer Bitkom-Untersuchung hervorgeht. Wer nicht den Weg einer IT-Ausbildung einschlägt, der bewirbt sich auch nicht auf IT-Stellen.

Um diesem Trend entgegenzusteuern, muss man bereits früh in Schule, Ausbildung und Studium ansetzen. „Wir beteiligen uns an der Initiative „MINT Zukunft schaffen“, um auch mehr Frauen bei der Studienwahl für ein technisches Studienfach zu begeistern. Die Initiative will eine positive Einstellung von jungen Menschen, Eltern, Lehrkräften sowie einer breiten Öffentlichkeit gegenüber dem MINT-Sektor in allen Bildungsbereichen fördern: Von der frühkindlichen Bildung über die Schulen, die Berufsbildung und Hochschulen bis hin zur beruflichen Weiterbildung“, sagt Lisa Ernst.

Lisa Ernst, Teamleiterin IT bei MINT Solutions

Lisa Ernst, Teamleiterin IT bei MINT Solutions

Immer mehr IT-Unternehmen schaffen ein frauenfreundliches Umfeld

Gleichzeitig sind auch die IT-Unternehmen gefordert, ein frauenfreundlicheres Umfeld zu schaffen. Dabei geht es nicht um reine Marketing-Maßnahmen, die lediglich dazu dienen, das Image der IT-Branche bei Mädchen und Frauen aufzupolieren. Sondern vielmehr um konkrete Maßnahmen im Unternehmen, die den Mitarbeiterinnen einen echten Mehrwert bieten.

„Um attraktiver für Frauen zu werden, sollten Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuung, Home Office-Möglichkeiten und ein Mentorinnen-Programm anbieten. Diese Maßnahmen sind übrigens nicht nur bei Mitarbeiterinnen, sondern auch zunehmend bei deren männlichen Pendants gefragt. Darüber hinaus sollten Firmen ihre bereits vorhandenen Mitarbeiterinnen aus der IT Abteilung befragen, was Sie an ihrem Unternehmen schätzen und die Ergebnisse in Employer Branding Maßnahmen nach Außen kommunizieren. Bei Kritik müssen die Firmen natürlich zunächst nachsteuern“, rät die IT-Teamleiterin bei MINT Solutions.

Chancen für Quereinsteigerinnen

Natürlich suchen IT-Unternehmen oder IT-Abteilungen in Firmen nicht nur „reinrassige“ Software-Programmierer, -Entwickler oder extreme IT-Spezialisten. Deswegen bieten sich hier auch Chancen für Quereinsteiger an, die zwar kein Informatik-Studium aufweisen müssen, aber dennoch über eine gewisse Berufserfahrung in diesem Sektor und ein gewisses technisches Skill-Set verfügen sollten. Beispiele für entsprechende Aufgabenbereiche sind etwa im Projektmanagement und in der Qualitätssicherung zu finden oder bei Positionen als agiler Coach oder Scrum Master. Hier sind gerade auch Quereinsteigerinnen gefragt, die weniger IT-Fachwissen mitbringen müssen, sondern eher Skills wie Kreativität, strategisches Denken, Planung, Führungsqualitäten sowie Fingerspitzengefühl und Diplomatie.

„Frauen in MINT-Bereichen sind aufgrund ihrer ‚Seltenheit‘ schon gut positioniert, um Karriere zu machen, da Sie einen wertvollen Beitrag zum Teamspirit leisten können und oft eine etwas andere Sicht auf die Dinge haben. Wenn man bedenkt, dass etwa 50 % der Anwender von technischen Produkten Frauen sind, jedoch 95 % der Entwickler Männer, dann wird einem bewusst, dass gerade in den Bereichen User Experience und Design viel Potential verloren geht, wenn man nicht auf Frauen und gemischte Teams setzt“, sagt Lisa Ernst.

Zudem sind Frauen aufgrund ihrer kommunikativen und empathischen Fähigkeiten sehr gefragt bei beratungsintensiven, organisatorischen und verantwortungsvollen Aufgaben. „Das sehen wir auch in unserem eigenen Unternehmen als Personalberatung für die MINT-Branche. Unsere Beratungsleistung erfordert auch ein technologisches Grundverständnis und der Frauenanteil liegt in der gesamten Firma bei 50 %. Allein unser siebenköpfiges IT-Team besteht aus fünf Mitarbeiterinnen und die Leitung des Münchner Teams besetze ich als Frau“, erklärt Lisa Ernst.

Vorteile von Personalberatern für Kandidatinnen

Um den Quereinstieg in den IT-Sektor zu schaffen oder als IT-Expertin den Arbeitgeber zu wechseln, empfiehlt sich der Kontakt zu einem spezialisierten Headhunter. Ein Personalberater kann Kandidatinnen, die im IT-Sektor durchstarten wollen, wertvolle Dienste leisten und zahlreiche Vorteile gegenüber einer Bewerbungsstrategie im Alleingang bieten.

  1. Netzwerk: Headhunter sind täglich im Austausch mit Unternehmen, Personalabteilungen und Kandidaten. Sie verfügen daher über Insiderwissen, ein breites Netzwerk und langjähriges Know-how in den Sektoren, auf die sie spezialisiert sind. Deswegen können die Berater Bewerberinnen genau die Unternehmen und Positionen empfehlen, die für sie am besten geeignet sind.
  2. Gehalt: Headhunter sind über aktuelle Gehälter genauestens im Bilde, können Kandidatinnen bestmöglich beraten und bei der Gehaltsverhandlung unterstützen.
  3. Karriereberatung und gezielte Vorbereitung: Darüber hinaus erhalten Kandidatinnen bei manchen Headhuntern auch eine gezielte Karriereberatung und ein Coaching zur Bewerbung: Vom Lebenslauf, über die Präsentation im Vorstellungsgespräch bis hin zum richtigen Dresscode.
  4. Zugang zum verdeckten Stellenmarkt Viele Positionen schreiben Unternehmen gar nicht aus. Sei es, dass es sich um eine Nachfolgebesetzung handelt, oder dass Kandidaten, die auf diese Position passen, so spezialisiert sind, dass sie über eine offene Ausschreibung kaum zu erreichen sind. Genau diese Positionen sind besonders interessant und können nur über Headhunter erreicht werden.

Fazit

Noch nie gab es bessere Karrierechancen für Frauen in der bisher von Männern dominierten IT-Branche als heute. Längst haben die Unternehmen erkannt, dass sie nur dann mehr Frauen für den IT-Sektor begeistern können, wenn sie ein attraktiveres und frauenfreundlicheres Umfeld schaffen. Um in dem High-Tech-Sektor erfolgreich durchzustarten, können spezialisierte Personalberater Frauen wertvolle Dienste leisten.

 

 



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