Die bestbezahlten Branchen Deutschlands

Erst wechseln, dann scheffeln

Wenn der Job nicht mehr erfüllend ist, kann ein Branchenwechsel helfen. Der bringt nämlich nicht nur neue Perspektiven und Motivation, sondern auch einen saftigen Gehaltssprung – wenn Sie sich vorher schlau machen. Wir zeigen, in welchen Branchen Deutschlands Senior Manager* am besten verdienen. Und wie sie den Wechsel meistern.

Die 10 bestbezahlten Branchen Deutschlands

Jeden Morgen erschaudern Sie vor routinierten Abläufen, uninspirierenden Aufgaben und nervtötenden Kollegen? Dann könnten Sie in der Mid-Career-Crisis stecken. Wenn Sie weniger erfolgreich im Job wären und keine familiären Verpflichtungen hätten, würden Sie jetzt vielleicht alles hinschmeißen. Ihren Rucksack packen, die Multifunktionsstiefel schnüren und ein paar Monate durch südostasiatische Gefilde vagabundieren.

Doch Sie können die Begeisterung an Ihrer Arbeit wiederfinden – und zwar ohne sich mit Bettwanzen in Malaysia herumschlagen zu müssen. Die Lösung heißt: Branchenwechsel. Starten Sie nochmal in einem anderen Industriezweig durch, lernen Sie neue Perspektiven kennen! Aber Vorsicht – denn in einigen Branchen wird deutlich besser gezahlt als in anderen. Damit Sie im richtigen Bereich einsteigen, haben wir die bestbezahlten Branchen Deutschlands für Sie zusammengestellt. Außerdem haben wir mit Al Polland gesprochen, der über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen HR und Talent Acquisition besitzt. Er erklärt, wie Sie den Branchenwechsel erfolgreich meistern.

Das sind die bestbezahlten Branchen Deutschlands

Sie haben schon immer gerne innovative Lösungen für komplexe Probleme gefunden? Dann, hopp! Suchen Sie sich einen Job in der Consulting-Branche! Hier erwartet Sie nämlich das höchste Gehalt – als Senior Manager oder Bereichsleiter im Schnitt 126.638 Euro pro Jahr. Das sind fast 12.000 Euro mehr als Sie auf der gleichen Position in der Herstellungs-Industrie verdienen würden. Dazwischen tummeln sich allerlei Branchen mit technischem oder ingenieursspezifischem Fokus – IT, zum Beispiel (124.623 Euro), Life Science (117.090 Euro) oder Fahrzeugbau (120.895 Euro). Auch der Wechsel in den MINT-Bereich stellt somit nach wie vor eine gute Möglichkeit für Sie dar, um den nächsten Gehaltssprung zu machen.

Der Schlüssel zum erfolgreichen Branchenwechsel

Ein Branchenwechsel muss keinen Karriereknick bedeuten – im Gegenteil! Wenn Sie es richtig anstellen, haben Sie in der neuen Branche die besten beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten.

Tipp 1: Setzen Sie auf Ihr Netzwerk

„Je größer die Unterschiede zwischen Ihrer derzeitigen Branche und Ihrer Wunschbranche sind, desto wichtiger ist ein gutes Netzwerk„, so Al Polland. Das sei der Schlüssel zum Branchenwechsel. „Viele denken, ihre Freunde seien ihr größter Trumpf. Doch Studien haben gezeigt, dass lose Bekanntschaften beim Wechsel besser helfen.“ Hier kommt es also ausnahmsweise auf Quantität an statt auf Qualität: „Es ist besser viele Leute ein bisschen zu kennen, statt wenige Leute sehr gut.“

Tipp 2: Machen Sie sich schlau

Setzen Sie sich intensiv mit Branche auseinander, in die Sie wechseln möchten. Pollards Empfehlung: Polieren Sie Ihren Branchenjargon auf. „Wenn Sie dann mit Leuten dieser Branche sprechen, netzwerken – oder Ihren Lebenslauf versenden – sollten Sie Fachbegriffe einbauen.“ Damit zeigen Sie, dass Sie sich in der Branche zurechtfinden und deren Besonderheiten kennen. Zeigen Sie überdies, wie Ihre „neutralere“ Branchenperspektive dem Unternehmen nützen kann.

Tipp 3: Zeigen Sie, dass sich Ihre Fähigkeiten übertragen lassen

Ihre Soft Skills sind nicht an eine Branche gebunden. „Wissen, Erfahrungen, Fähigkeiten sind wichtig, doch soziale Kompetenzen können sie nicht ersetzen“, so Pollard. Zeigen Sie, welche Stärken Sie in der neuen Branche einbringen können. Ihr Kommunikationstalent? Ihre Führungsstärke? Ihre Teamorientierung? Gerade für Senior Manager zählen diese Skills deutlich mehr als reine Fachexpertise.

Tipp 4: Bleiben Sie am Ball

Auch, wenn Sie keine Branchenerfahrung haben, können Sie sich gegen andere Bewerber durchsetzen. Pollard empfiehlt, Vertrauen aufzubauen. „Vernetzen Sie sich mit Leuten, die Sie bei ihren Vorgesetzten und HR-Managern weiterempfehlen würden.“

Bleiben Sie außerdem auf der Bildfläche. „Stellen Sie Fragen, seien Sie präsent – aber nicht nervtötend. Das ist die Kunst der Stellensuche und des Networkings. Wie beim Dating müssen Sie Interesse zeigen ohne zu viel Druck auszuüben. Folgen Sie Ihrem Wunschunternehmen auf Social Media. Machen Sie sich mit dessen Zielsetzungen und den Branchenspezifika vertraut und zeigen Sie, wie das Unternehmen von Ihre Fähigkeiten als Senior Manager profitiert.“

* Definition Bereichsleiter

  • Disziplinarische und fachliche Personalführung mehrerer Hierarchieebenen
  • Ergebnisverantwortung für einen Unternehmensbereich
Die hier verwendeten Daten beruhen auf einem von Experteer entwickelten Algorithmus, der verschiedenste externe Marktdaten berücksichtigt und einzelne Stellenausschreibungen unterschiedlichen Gruppierungen wie beispielsweise Funktionen, Branchen und Gehaltsbenchmarks zuordnet. Die verwendeten Daten beziehen sich auf  Bereichsleiter. Für andere Karrierestufen können die Werte abweichen.


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