Kommunikation als Erfolgsstrategie für Manager

Kommunikation als Erfolgsstrategie für Manager

Wenn Führungskräfte zu Managern werden und die Karriereleiter nach oben steigen, erwartet Sie ein breiterer Verantwortungsbereich, der mehr Mitarbeiter umfasst. Mehr Mitarbeiter bedeuten mehr Persönlichkeiten, mit denen Sie umgehen müssen und jeder einzelne hat seine eigenen Ansichten, Arbeitsweisen und seinen eigenen Kommunikationsstil. Manager müssen lernen mit einer Mehrzahl an verschiedenen Persönlichkeiten zu kommunizieren um die Arbeit erfolgreich abzuschließen. Daher müssen Manager Ihren Kommunikationsstil ständig anpassen können.

Eine der größten Herausforderungen, der sich Manager auf allen Ebenen stellen müssen, ist Kommunikation. Ohne gute Kommunikation können Manager bei Ihren Mitarbeitern kein Commitment gegenüber dem Unternehmen hervorrufen und daher weder Unternehmensziele erreichen noch einen internen Zusammenhalt unter den Teammitgliedern schaffen. Kurz gesagt: Mit schlechter Kommunikation werden Manager als Führungsperson scheitern, auch wenn sie gute Absichten verfolgen.

Es liegt in der Verantwortung des Managers sich in Sachen Kommunikation den Menschen um sich anzupassen. Im eigenen Verhalten anpassungsfähig zu sein birgt jede Menge Potenzial Arbeitsbeziehungen zu verbessern. Manager können Ihre Kommunikationsfähigkeit erweitern, Commitment zeigen und für sich selbst einige Strategien zurechtlegen, wie, wann, was effektiv kommuniziert werden soll.

Kommunikation als Erfolgsstrategie für Manager

In dem Buch “ 6 Habits of Highly Effective Bosses” von Stephen E. Kohn und Vincent D. O’Connell, sprechen die Autoren davon, dass hinter jeder Handlung eine Intention steckt und wenn der Manager es schafft, die Absichten bzw. Motivationen eines Individuums zu erkennen, kann er auch seine Kommunikation danach ausrichten – und effektiver machen.

“Manager, die die positiven Absichten bei Ihren Mitarbeitern erkennen, erkennen damit auch die fundamentalen Bedürfnisse, die der Kommunikation und dem Verhalten am Arbeitsplatz zugrundeliegen. Anstatt einfach spontan auf alles zu reagieren, versuchen effektive Manager zunächst die positiven Intentionen und Motive einer Person zu erkennen und zu verstehen.“

Um die Absichten hinter einer Handlung zu verstehen, muss der Manager sich genau anhören, was jemand zu sagen hat. Was dabei hilft ist sich mit der Arbeitseinstellung des jeweiligen Individuums auseinanderzusetzen – das was ihn antreibt. Gemäß Kohn und O’Connell gibt es hier 4 Hauptrichtungen, die die Arbeitsmoral eines Mitarbeiters definieren können und nach denen sich die Kommunikation richten kann. 

 

Passen Sie Ihre Kommunikation an

 

  1. AUFGABENORIENTIERT: Individuen, die aufgabenorientiert sind, wollen in erster Linie ihre Arbeit erledigen. Sie wollen nicht, dass die Bearbeitung einer Aufgabe durch irgendetwas gestört wird. Ineffektive Meetings oder zu viel Behutsamkeit bei Entscheidungen sind ihnen also ein Dorn im Auge. Sie haben Angst davor das Ziel endgültig zu erreichen und dann mit etwas anderem weiterzumachen. Wenn Sie also mit aufgabenorientierten Personen kommunizieren wollen, dann sollten Sie Ihre Kommunikation so präzise, entscheidungsfreudig und lösungsorientiert wie möglich halten.
  1. PROZESSORIENTIERT: Individuen, die prozessorientiert sind, wollen es in erster Linie „richtig machen“. Die Vorgehensweise ist das was zählt und zwar unter Einhaltung absoluter Tadellosigkeit. Fehler werden nicht toleriert und alles muss nach Plan laufen. Wenn Sie also mit prozessorientierten Menschen kommunizieren, dann zeigen Sie, dass Sie Wert auf Planung, einem schrittweisen Vorgehen und der Überwachung von Qualität legen. Im Vergleich zu den aufgabenorientierten Personen bevorzugen diese Individuen mehr Behutsamkeit und Kommunikation während des Entscheidungsprozesses wenn es darum geht, Fehler zu vermeiden.
  1. GEMEINSCHAFTSORIENTIERT: Individuen, die gemeinschaftsorientiert sind, wollen in erster Linie „miteinander auskommen“. Ein Netzwerk ist für diese Personengruppe enorm wichtig, da ihre sozialen Bedürfnisse ihnen sehr viel Wert sind. Kommunikation und Aktivitäten zur Teambildung zu nutzen wird hier sehr groß geschrieben. Wenn Sie also mit diesen Personen kommunizieren wollen, dann suchen Sie nach gemeinsamen Interessen, teilen Sie Ihre Ideen und Emotionen mit ihnen und schaffen Sie Vertrauen und Intimität. Sie können diese Individuen am besten erreichen, wenn Sie sie aus der Isolation holen und Gemeinschaftsaufgaben vergeben. Erleichtern Sie Gruppenentscheidungen, ermöglichen Sie Gemeinschaftsaktivitäten und zeigen Sie ihnen, wie Sie am großen Ganzen teilhaben können. Etwas Small-Talk und Humor ist ebenfalls wichtig um mit dieser Personengruppe umzugehen.
  1. BEWERTUNGSORIENTIERT: Die einzige Absicht, die bewertungsorientierte Individuen verfolgen, ist durch Senior-Fachkräfte und Mitarbeiter Anerkennung zu erhalten. Sie werden durch das Bedürfnis, vor allen anderen zu glänzen, angetrieben. Diese Personen können am besten durch positives Feedback und Handlungsmotivation erreicht werden. Streuen Sie optimistische Kritik anhand positiven und anerkennenden Aussagen. Belohnen Sie, machen Sie Komplimente und sagen Sie „gut gemacht“ – dies wird diese Personengruppe motivieren.

Die Fähigkeit, „positive Absichten zu erkennen“ gibt Managern einen Einblick in das, was ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz motiviert und antreibt, besonders, wenn eine Person sich anders verhält, als der Manager es erwartet hat. Die Fragen, die sich jeder Chef stellen sollte, um seine Kommunikationsstrategie anzupassen, sind: „Was macht diesen Mitarbeiter aus? Wonach sucht er? Wodurch kann die Kommunikation und das Verhalten dieser Person erfasst werden?  Welche Bedürfnisse treiben diese Person an? Was verspricht sich diese Person von zwischenmenschlichen Beziehungen am Arbeitsplatz?

Wir hoffen, dass dies Ihnen dabei helfen wird, Ihre Kommunikation effektiver zu machen. Viel Spaß!



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