Tipps gegen Lampenfieber: Tiefenentspannt im Vortrag

Gerade wollen Sie dazu ansetzen, das neue Projekt vorzustellen, da passiert es: Ihnen wird heiß, Ihr Herz rast, und Sie fühlen sich alles andere als souverän. Sie haben Lampenfieber, im Beruf eine eher unangenehme Erscheinung. Doch macht es weder vor Führungskräften, großartigen Rednern noch Schauspielern halt. Hugh Grant, Johnny Depp und Julia Roberts haben öffentlich zugegeben, unter dem verflixten Lampenfieber zu leiden. Mit unseren Tipps gegen Lampenfieber gewinnen Sie ganz schnell Ihre Fassung zurück und können sich Ihren Zuhörern wieder richtig präsentieren.

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Wieso eigentlich Lampenfieber?

 

Über die Herkunft des Begriffes ist man sich nicht ganz einig. Die Einen sagen, er kommt von dem französischen Begriff „fièvre de rampe“, übersetzt „das Rampenfieber“, ein Begriff aus dem Theaterjargon für Bühnenangst. Andere leiten ihn von den früher verwendeten Gaslampen zur Bühnenbeleuchtung ab, unter denen die Schauspieler mächtig ins Schwitzen kamen. Wie auch immer: Das Phänomen, das gemeint ist, äußert sich jedes Mal ähnlich. Der Körper reagiert auf die bevorstehende Herausforderung, indem er Adrenalin und Noradrenalin aussendet, was Stresssymptome hervorruft. In der Steinzeit war das sicher nützlich, im Büroalltag sind Herzrasen und Schwitzen eher unerwünscht.

Dabei ist speziell, dass Lampenfieber nicht als negativer Stress einzuordnen ist, sondern gehört zum positiven Eustress, der leistungsfördernd wirkt. Das besagt auch eine Studie, die Mara Mather an der University of Southern California durchführte und die im Journal Current Directions in Psychological Science vorgestellt wurde. Akzeptieren Sie also Ihr Lampenfieber – es kann Sie nämlich zu Höchstleistungen anspornen!

 

Lampenfieber bemerken nur Sie selbst

 

Machen Sie sich bewusst, dass Ihr Publikum von Ihrem Zustand in der Regel überhaupt nichts mitbekommt. Die Wahrnehmung der Symptome ist subjektiv, und solange niemand im Auditorium ein tragbares EKG dabei hat, wird Ihr Herzrasen unbemerkt bleiben. Selbst wenn Sie meinen, die Gesichtsfarbe einer Tomate anzunehmen, wird es auf Ihre Mitarbeiter nur wie eine frische Röte wirken. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, dass Angestellte Änderungen in Ihrem Verhalten als Chef wahrnehmen. Lassen Sie sich nicht verunsichern, atmen Sie durch und beherzigen Sie unseren nächsten Tipp.

 

Nervosität in Drive verwandeln

 

Wie schon erwähnt, kann das Lampenfieber auch als positiver Booster eingesetzt werden, und genau dies machen begnadete Redner. Sie nutzen Ihre Nervosität, um Ihrem Vortrag den nötigen Drive zu verpassen. Versuchen Sie, mit einfachen Übungen Ihre Aufregung unter Kontrolle zu bringen. Plaudern Sie vor Beginn der Rede mit einigen Zuschauern. Suchen Sie nach freundlichen Gesichtern im Raum und lächeln Sie Ihnen zu, oder probieren Sie die 4-7-8 Atemtechnik zur Entspannung aus. Dafür legen Sie die Zungenspitze an die Vorderzähne und atmen fest durch den Mund aus. Dann atmen Sie durch die Nase ein und zählen dabei bis vier. Zählen Sie weiter bis sieben und halten Sie dabei den Atem an, bei acht atmen Sie wieder geräuschvoll durch den Mund aus. Wer das viermal wiederholt, stellt unweigerlich eine Entspannung des Körpers fest. Hat sich die erste Aufregung gelegt, fangen Sie mit Ihrer Präsentation an. Nehmen Sie eine entspannte Körperhaltung ein, wenden Sie sich Ihrem Publikum zu und Sie werden feststellen: Schon nach ein paar Sätzen sind Sie im Thema und liefern einen großartigen Vortrag ab. Übrigens: Auch bei der Stellensuche, konkreter, im Bewerbungsgespräch, können Sie diese Taktiken anwenden – probieren Sie’s aus!

 

Im Zweifelsfall: Improvisieren!

 

Um dem Lampenfieber vorzubeugen, können Sie schon im Vorfeld einiges tun. Bereiten Sie Ihren Vortrag gründlich vor, das verschafft Sicherheit. Planen Sie vor Beginn Zeit ein, um den Beamer persönlich zu checken und die Foliensortierung zu prüfen. Sollten Sie trotz guter Vorbereitung doch einmal den roten Faden verlieren, improvisieren Sie einfach. Die Zuhörer wissen ja nicht, welche Worte Sie sich im Vorfeld zurechtgelegt haben und werden den Unterschied kaum bemerken.


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