Raus aus dem Auto! Rein in die Zukunft!

Die disruptiven Qualitäten der Digitalisierung stellen eine erhebliche Gefahr für die Zukunft der deutschen Automobilindustrie dar. Sie muss sich wandeln, will sie nicht vor dem vor allem in den USA und in Israel permanent hochgehaltenen Innovationsdruck erschöpft und  mutlos in die Knie gehen. Porsche hat die Zeichen der Zeit erkannt. Und sich eine „Innovationskultur“ verordnet. Die man nicht im Schwäbischen, sondern im kreativen Berlin-Flair verortet. Dort steht nun das „Digital Lab“, Porsches neues Kreativlabor. Direkt an der Spree. Alles ist hier offen und luftig – Räume und Köpfe. Man will sich keine Denkmuster vorschreiben. Bei Porsches digitaler Transformation steht vor allem der Kunde im Zentrum der Betrachtungen. Man braucht neue Geschäftsmodelle, will „raus aus dem Auto“, ohne es aus dem Fokus zu verlieren. Und dabei muss es schnell gehen, natürlich ohne dabei den Kunden aus dem Auge zu verlieren. Den sinkenden Absätzen will man mit einer klugen Antwort auf das autonome Fahren begegnen. „Innodrive“ ist ein System, das den Fahrer in schwierigen Situationen unterstützt, aber nur dann, wenn der es möchte. Vielleicht zur Rushhour? Porsche vollzieht einen fliegenden Wechsel vom Automobilhersteller zum „Plattformanbieter“. Hierfür muss man Kundendaten besitzen. Und auch nutzen (dürfen). Ohne Kooperationen und technologische Zukäufe ist der Weg in die Zukunft quasi eine Sackgasse. Bei der Arbeit am „Car of Life“, das mit seinem Besitzer „mitwächst“, bedarf es externen Wissens. Und auch ohne größere Risikofreude wird man die hohen Ziele nicht erreichen. Oder wie es Vorstand Lutz Meschke ausdrückt: „Künftig müssen auch mal 80 % Perfektion reichen.“


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