Reverse Mentoring - was Führungskräfte von der Generation Y lernen können

Reverse Mentoring – Was Führungskräfte von der Generation Y lernen können

Beim klassischen Mentoring nehmen sich Führungskräfte erfolgversprechender junger Talente an und vermitteln ihnen wertvolles Wissen aus dem Geschäftsleben – oder aus ihrem eigenen beruflichen Erfahrungsschatz. Die meisten aufstrebenden jungen Professionals wissen diese Zeit zu schätzen. Aber der heutige Arbeitsmarkt verdeutlicht eine Wertewandel bei bestimmten Fähigkeiten und Expertisen. Natürlich kann man jahrelange Erfahrungen in einer Branche nicht einfach ersetzen, doch gerade neuen Anwendungen wie Social Media wird in Universitäten zunehmend Beachtung geschenkt. Die Generation Y in Ihrem Unternehmen kennt sich also mit Dingen aus, die Ihr Unternehmen revolutionieren könnten – solange Führungskräfte ihnen zuhören. Ziehen Sie also in Betracht, welche Vorteile Reverse Mentoring mit sich bringt – und was Führungskräfte von der jungen Generation lernen können.

 

Reverse Mentoring - was Führungskräfte von der Generation Y lernen können

 

Was haben Sie zu bieten?

 


Es gibt viele Themen, die Sie mit Ihren jungen Kollegen besprechen können.  Informieren Sie Ihre Kollegen über das Programm und bitten Sie jeden sich zu überlegen, zu welchen Thema sie etwas sagen wollen. Vielleicht ist Matthias, der Junior Marketing Manager, ein Genie wenn es um Soziale Medien geht. Oder vielleicht kennt Sarah aus der Finanzabteilung ein paar neue Tools, mit denen man das ROI berechnen kann. Suchen Sie sich einen ambitionierten Mitarbeiter, der seine Ideen und Expertisen mit dem restlichen Team teilen will und sorgen Sie dafür, dass auch die Führungskräfte anwesend sind. Diese wie auch die Angestellten aus dem Mittelmanagement können mit ihrem Wissen und ihrer Berufserfahrung zur Diskussion beitragen. Wenn jeder sein Thema ausgewählt hat, können Sie anfangen, Ihre Kollegen paarweise aufzuteilen – vor dem Hintergrund, wer wissenstechnisch am meisten von wem profitiert.

 

In welchem Format sollte Reverse Mentoring stattfinden?

 


Unternehmenskulturen sind verschieden. Wenn bei Ihnen eine klare Hierarchie herrscht, hatten Sie womöglich noch nicht viel Gelegenheit, sich  mit Junior Associates auszutauschen. Bei flachen Hierarchien ist das anders – hier lernen Sie auch die neuen Angestellten schnell kennen. Wenn Sie ein Mentoring-Projekt in die Wege leiten wollen, sollten Sie sich zunächst darüber klar werden, welche Ziele Ihr Unternehmen erreichen will. Wenn Sie Langzeit-Partnerschaften zwischen Führungskräften und Junior Managern aufbauen möchten, treffen sich die beiden womöglich regelmäßig zum Ideenaustausch beim Mittagessen. Anderenfalls könnten Sie alle zwei Wochen ein Innovation Meeting abhalten, bei dem Senior und Junior Manager ihre Lernerfolge und Ergebnisse vorstellen. Bleiben Sie offen und behalten Sie im Hinterkopf, dass die Vorteile von Reverse Mentoring im offenen Wissensaustausch zwischen beiden Parteien liegt, dem Mentor und dessen Protegé.

 

Welche Themen können Sie diskutieren?

 


Fallen Ihnen keine Themen ein, die Sie mit Ihrem Mentoring-Partner besprechen könnten? Diese Vorschläge bringen Sie auf Zack:

  • Online-Tools und klassische Methoden, um Unternehmensprozesse zu optimieren
  • Aktuelle Ereignisse und wie diese Ihre Branche beeinflussen
  • Technologien
  • Berufserfahrungen und gute Beispiele aus der Praxis für bestimmte Situationen
  • Neue Geschäftsmöglichkeiten und wie Sie am besten an diese herangehen
  • Ihre Vision für die Unternehmensstrategie – sowohl kurzfristig als auch langfristig

Denken Sie daran, dass Reverse Mentoring kein einseitiger Prozess ist, sondern auf einem Austausch von Erfahrung und Wissen basiert. Während das klassische Mentoring-Konzept vorsieht, dass ein älterer Mitarbeiter einen jüngeren unter seine Fittiche nimmt und zu seiner beruflichen Entwicklung beiträgt, bezieht sicht der moderne Ansatz des „Reverse Mentoring“ auf ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Der Ansatz basiert auf der Annahme, dass auch ältere Senior Manager von ihren jüngeren Kollegen lernen können. In einem Reverse Mentoring Programm sind beide Partner gleichgestellt. Beide begegnen sich auf Augenhöhe und diskutieren offen über ihre individuellen Expertisen sowie ihre persönlichen Erfahrungen.

 

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Unternehmen viel Erfolg beim Aufbau eines Reverse Mentoring Programms. Akzeptieren Sie keinen Stillstand und ziehen Sie neue Ideen in Betracht – nur so werden Sie langfristig Erfolg haben.


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