Selbstbewusst auftreten: Das können Manager von Hollywoodstars lernen

Die Mitglieder von Hollywoods A-List gehören zu den meistfotografierten und -gefilmten Menschen der Welt. Ihr Marktwert hängt dabei unmittelbar von ihrem Image ab – Körpersprache und richtiges Posing sind dafür essentiell. Welches Bild gäben hoch bezahlte Filmhelden wie Christian Bale und Ben Affleck ab, wenn sie verlegen in der Ecke stünden? Eben. Auch Führungskräfte stehen im Fokus der Aufmerksamkeit. Wir zeigen, wie Sie selbstbewusst auftreten und welche Körpersprachetricks Sie sich von den Hollywood-Superstars abschauen können.

Selbstbewusst auftreten

Beispielhaft: der Auftritt auf dem roten Teppich

Der rote Teppich ist ideal, um die Körpersprache der Stars zu studieren. Gerade jener, die in starken Rollen zuhause sind und ihr Image entsprechend gestalten. In den Sinn kommen Chris Hemsworth, Tom Cruise oder Brad Pitt. Bei den Frauen gehören Scarlett Johansson, Jennifer Lawrence und Charlize Theron dazu.

Augenkontakt und Gesichtsausdruck

Undenkbar: ein Superstar im Blitzlichtgewitter, der schüchtern auf den Boden blickt. Sicherer Augenkontakt ist das A und O für ein selbstbewusstes Auftreten. Dabei gilt: Längeres Anstarren ist tabu und wirkt merkwürdig bis abschreckend. Dazu gehört ein freundlicher, einnehmender Gesichtsausdruck ohne übertriebenes Lächeln. Letzteres gilt insbesondere für Männer. Hier wird übertriebenes Lächeln schnell als Schwäche oder Verlegenheit interpretiert.

Offene Körperhaltung

Männliche Stars lassen ihre Arme meist locker hängen und berühren mit den Händen höchstens die Oberschenkel seitlich leicht. Typisch bei Frauen: symmetrisch in die Hüften gestützte Hände. Diese Pose symbolisiert Dominanz und gleicht mit ihrer raumgreifenden Wirkung den schmaleren Stand aus. So verschaffen sich Frauen in einer Gruppe mit männlichen Kollegen mehr Geltung. Aber nicht übertreiben! Streifen Sie nicht wie Superheldin „Wonder Woman“ durch Ihr Unternehmen.

Solche „Power-Posen“ – dazu zählen auch die klassische Siegerpose mit hochgestreckten Armen oder das beidhändige Aufstützen auf dem Konferenztisch – zeigen nicht nur Außenwirkung. Sie beeinflussen sogar das eigene Befinden und geben mehr Selbstsicherheit, wie eine Studie der Universität Harvard Universität belegt.

Sicher und gerade stehen

Erhobener Kopf, gerader Hals und leicht nach hinten und unten gezogene Schultern: So vermeiden die Stars – und Sie – einen eingesunkenen Oberkörper. Eine angemessene Körperspannung mit Fokus auf Bauch- und Gesäßmuskulatur verhindert ein Hohlkreuz. Ein hüftbreiter bis schulterbreiter Stand ist ideal und wirkt nicht übertrieben. Dabei ruht das Körpergewicht auf den Fußballen und nicht auf den Fersen – für besseres Gleichgewicht.

Trotzdem: immer locker bleiben! Das Geschäftsleben ist nicht der Morgenappell bei den US Marines.

Zum Gesprächspartner hinwenden

Beim Gespräch mit Vertretern wichtiger Medien wenden sich die Celebrities den Journalisten mit dem ganzen Körper zu. Wer lediglich den Oberkörper oder den Kopf verdreht, symbolisiert: Ich habe eigentlich Besseres zu tun. Ungünstig im Dialog mit medialen Multiplikatoren – oder wichtigen Geschäftspartnern.

Dezent auf Tuchfühlung gehen

Eine typische Geste von Hollywoodstars im Umgang mit Fans – und von US-Politikern auf Wahlkampftour: der Händedruck mit gleichzeitiger Berührung am Oberarm. Das sorgt für ein Gefühl von Nähe und Verbindlichkeit. Zugleich signalisiert es durch das Eindringen in die intime Distanz eines Fremden höheren Rang und damit Macht.

Das i-Tüpfelchen: körperliche Fitness für Ausstrahlung und Haltung

In Hollywood mag das primäre Ziel von sportlichem Training eine perfekte Körperform sein, die positive Wirkung auf Selbstsicherheit und Charisma ist jedoch unübersehbar. Wer sich wohlfühlt, strahlt das auch aus. Und insbesondere eine kräftige Rumpfmuskulatur sorgt für eine gerade und entspannte Körperhaltung und einen sicheren Auftritt.

Je mehr Vorarbeit Sie in diesem Bereich leisten, desto leichter können Sie die geschilderten Tricks im Geschäftsalltag umsetzen, ohne sich zu verkrampfen. Denn laut Körpersprachexpertin Tatjana Strobel ist genau das der Schlüssel zu einem selbstbewussten Auftreten: „Bleiben Sie authentisch und versuchen Sie, eine innere Sicherheit aufzubauen.“


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