Headhunter überzeugen

Der erste Eindruck zählt

Sie wollen einen Headhunter überzeugen? – So geht’s.

Es ist ein Zeichen der Anerkennung Ihrer Leistung und Kompetenz, wenn ein Personalberater auf Sie zukommt. Dass dabei bereits der erste Eindruck von Bedeutung ist, haben Experten der A&M Texas University herausgefunden. Ihre Studie ergab, dass schon die Kennenlernphase darüber entscheidet, wie die berufliche Kompetenz des Bewerbers beurteilt wird.

Dr. Michael Faller, Geschäftsführer von der Baumann Unternehmensberatung, besetzt mit seinem Team regelmäßig Spitzenpositionen. Der Personalberater weiß daher aus erster Hand, womit Kandidaten in den ersten fünf Minuten eines Interviews punkten können. Für Experteer hat Dr. Faller drei Tipps zusammengestellt, wie Sie bei einem Headhunter in der Kennenlernphase nachhaltig einen positiven Eindruck hinterlassen.

Headhunter überzeugen

Personalberater Dr. Faller erklärt, wie man einen Headhunter in den ersten fünf Minuten überzeugt.

1. Gute Vorbereitung

Ein vernünftiges Zeitmanagement und einige Recherchen im Vorfeld des Gesprächs verhelfen Kandidaten zu einem kompetenten Auftritt: „Zu einer angemessenen Vorbereitung gehört, die wichtigsten verfügbaren Informationen über das betreffende Unternehmen zusammenzutragen: im Internet zu recherchieren, Jahresberichte zu lesen und so weiter“, so Faller. „Auch zusätzliche Informationen vom Headhunter  – etwa eine ausführliche Stellen- und Unternehmensspezifikation – sollte der Bewerber aus dem FF beherrschen.“

Wichtig sei es auch, die richtigen Fragen zu stellen, ergänzt Faller: „Stellt der Kandidat lediglich Fragen um des Fragens willen oder stellt er solche, die auf Basis seines Kenntnisstands berechtigt, fundiert und nachvollziehbar sind? Spricht er oder sie von sich aus Themen an, die erfolgsrelevant für die jeweilige Rolle sind? Werden neben fachlichen Fragen auch solche zum ‚Cultural Fit‘ gestellt? Auch kritische Fragen hinsichtlich der Position oder der Zielsetzungen des Unternehmens sind gut – solange sie angemessen formuliert und in den richtigen Kontext gestellt werden. “

2. Nonverbale Kommunikation: Gestik und Mimik

Eine Studie des Allensbach-Instituts hat ergeben, dass in Konversationen bis zu 55 Prozent auf die Körpersprache geachtet wird. Dieser Meinung ist auch Dr. Faller: „Non-verbale Kommunikationskompetenzen haben insbesondere in Funktionen mit Außenwirkung – z. B. im Sales-Bereich – deutlich höhere Relevanz als beispielsweise bei in einer Funktion in der Produktion und Technik.“ Achten Sie also nochmals verstärkt auf Ihr Auftreten, wenn Sie sich für eine Stelle in Bereichen mit Kundenkontakt bewerben.

Ein fester Händedruck zur Begrüßung zeugt von Selbstbewusstsein, wohingegen ein lascher Handschlag, unablässiges Wippen mit den Beinen oder ständig wechselnde Sitzpositionen das Gegenteil vermitteln. Dr. Faller von der Baumann Unternehmensberatung mahnt in jedem Fall zur Authentizität: „Jede Form von Übertreibung bei Gestik und Mimik hat für Headhunter einen negativen Beigeschmack.“

Sich in selbstbewusstem Auftreten üben können Sie trotzdem:  Amy Cuddy, Professorin der Harvard Business School, empfiehlt die simple Einnahme sogenannter Power Poses. Durch Ausführen dieser „Machtpositionen“ ließe sich der Testosterongehalt um 20 Prozent steigern und das Cortisollevel um 25 Prozent senken. Beide Werte üben einen positiven Einfluss auf die soziale Stellung eines Individuums in Gruppengefügen aus – und lassen Sie selbstbewusster wirken.

3. Mit Expertise trumpfen

Für das Bewerbungsinterview ist es ratsam, bereits vorab ganz genau zu reflektieren, welche Anforderungen die Firma und die konkrete Position an Sie stellen und inwiefern diese auf Ihr Kompetenzprofil passen. „Kandidaten sollten sich insoweit bei entsprechenden Fragen nicht alle Einzelheiten aus der Nase ziehen lassen und Ihre Kompetenzen im Hinblick auf die ausgeschriebene Stelle dezidiert schildern“, so Dr. Michael Faller. „Ihre Erfolge sollten Bewerber möglichst nachvollziehbar machen – idealerweise anhand von konkreten Beispielen, Kennzahlen“, rät der Personalberater. „Häufig werden Erfolgsbeiträge deutlich zu abstrakt geschildert, sodass Relevanz und Rolle des Kandidaten bei den Erfolgen unklar bleiben.“ Doch genau die eigenen Leistungen und Fähigkeiten sind besonders wichtig.  Wer damit überzeugt, hat gute Karten, um den Headhunter gleich zu Beginn eines Gesprächs für sich zu gewinnen.



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