Team Management

Können Sie schwierige Mitarbeiter im Zaum halten?

Egal wie perfekt Sie Ihr eigenes Arbeitsumfeld gestalten, ein Problemfaktor lässt sich nur schwer kontrollieren: Schwierige Mitarbeiter. Plötzlich zeigt eine absolute Spitzenkraft fragwürdige Leistungen und ein verlässlicher Mitarbeiter erscheint unregelmäßig zur Arbeit. Wichtige Berichte lassen bei entscheidenden Meetings auf sich warten. Deshalb müssen Sie als Manager wissen, wie Sie schwierige Mitarbeiter im Zaum halten und deren Verhalten positiv beeinflussen können.

So gehen Sie erfolgreich mit schwierigem Mitarbeiterverhalten um

 

Die wichtigsten Eigenschaften von Managern

Die Produktivität Ihrer Teams steht auf dem Spiel. Wie also können Sie Ihren Mitarbeitern klar machen, wo die Grenzen zwischen akzeptablem und inakzeptablem Verhalten liegen? Hierauf sollten Sie eine Antwort wissen, denn auch immer mehr Headhunter fordern derartige Fähigkeiten von Managern heutzutage. Außerdem ist es enorm wichtig, ein guter Zuhörer zu sein, um die Informationen, die sie von ihrem Team erhalten, aufnehmen zu können.

An vorderster Stelle steht dabei das Thema Kommunikation. Nur Führungskräfte, die über einen offenen, präzisen und direkten Kommunikationsstil verfügen, können in der vernetzten modernen Arbeitswelt langfristig erfolgreich agieren. Nur so lassen sich wichtige Entwicklungen und Probleme frühzeitig erkennen, Synergien entwickeln und neue Herangehensweisen und Lösungen für komplexer werdende Fragestellungen finden. Einzelkämpfer haben hier keine Chance.

In einer idealen Welt arbeiten Teams effektiv und respektvoll zusammen, sodass die Prozesse innerhalb des Unternehmens unproblematisch verlaufen. Moralische Richtlinien, Produktivität und ansprechender Kundenservice: Dies alles sollte kein Problem sein. Schön wärs. Die Wahrheit sieht häufig anders aus…

Als Manager ist es Ihre Verantwortung für eine positive Arbeitsumgebung zu sorgen. Denn Sie werden nicht nur für Ihre Leistungen bezahlt, sondern auch für die Ihrer Mitarbeiter. Gute Manager sind sich dieser Verantwortung bewusst und wissen, wie Sie Ihre Mitarbeiter dabei unterstützen können, erfolgreich zu sein. Dazu gehört auch die Herausforderung, schwierige Mitarbeiter in eine positive Richtung zu lenken.

 

4 Verhaltensweisen, die schwierige Mitarbeiter entlarven

Die 4 typsichen Problemfälle umfassen Fehlzeiten, Verzögerungstaktiken, Aufsässigkeit und Negativität.

#1 Fehlzeiten

Übermäßige Fehlzeiten von Mitarbeitern führen zu Schwierigkeiten innerhalb der Teamdynamik und verringern die Produktivität der betroffenen Kollegen. Da wichtige Projekte durch diese Verhaltensweise aufgehalten werden können, sollten Sie dieses Fehlverhalten möglichst schnell identifizieren und dagegen vorgehen.

Was zu tun ist: Gehen Sie den Gründen nach, die den Mitarbeiter dazu bringen, nicht auf Arbeit zu erscheinen. Sprechen Sie den Mitarbeiter direkt darauf an und fragen Sie, nach Ursachen. Erklären Sie ihm die Schwierigkeiten, die dadurch entstehen. Machen Sie Ihre Perspektive klar. Lassen Sie sich mündlich versichern, dass der Mitarbeiter etwas an der Situation ändern wird und legen Sie ihm die möglichen Konsequenzen vor. Der nächste Schritt wäre eine schriftliche Warnung. Dem Mitarbeiter müssen zudem die Konsequenzen seines Handelns klargemacht werden.

#2 Verzögerungstaktiken

Haben Sie einen Mitarbeiter in Ihren Reihen, der jedes Projekt annimmt, die Deadlines jedoch nicht einhalten kann? Derartige Mitarbeiter warten stets bis zur letzten Sekunde, bis die Dringlichkeit ein Maximum erreicht hat. Meist steckt dahinter eine Unzufriedenheit mit der eigenen Arbeit oder der Widerwille, eine Entscheidung zu treffen.

Was zu tun ist: Auch hier gilt es zu verstehen, warum der Mitarbeiter sich für die Verzögerungstaktik entschieden hat. Sprechen Sie mit dem Mitarbeiter offen darüber. Machen Sie jedoch auch klar, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist und geändert werden muss. Bieten Sie Möglichkeiten an, wie das Management den Mitarbeiter unterstützen kann, und passen Sie die Deadlines entsprechend an. Dem Mitarbeiter muss zudem klar gemacht werden, was im Falle einer Verschlechterung der Situation passiert. Lassen Sie sich genügend Möglichkeiten offen, in den Prozess eingreifen zu können und haben Sie den Verlauf im Blick.

#3 Aufsässigkeit

Hier sind Mitarbeiter gemeint, die sich Vorgaben und Anweisungen widersetzen. Dies kann in Form unangebrachter Tonalität und Wortwahl in der Kommunikation, dem Widerwillen Aufgaben zu erledigen oder Respektlosigkeit gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten geschehen. Hier steht nicht nur die Autorität des Managers auf dem Spiel, sondern auch die Produktivität der restlichen Mitarbeiter.

Was zu tun ist: Hier ist es wichtig, jede Diskussion mit einem betroffenen Mitarbeiter zu dokumentieren. Sie müssen feststellen, ob es sich wirklich um aufsässiges Verhalten handelt oder einfach nur um Misskommunikation. Zudem ist wichtig zu erkennen, ob es sich um eine einmalige Sache handelt oder der Mitarbeiter für dieses Fehlverhalten bekannt ist. Sie müssen dem Mitarbeiter klar machen, warum diese Verhaltensweise schädlich ist. Seien Sie spezifisch und geben Sie dem Mitarbeiter die Möglichkeit, sich zu erklären. Fragen Sie, ob der Mitarbeiter möglicherweise Vorschläge für eine effizientere Kommunikation hat, lassen Sie jedoch keine Zweifel aufkommen, dass dieses Verhalten unangebracht ist und nicht toleriert wird. 

#4 Negativität

Mitarbeiter, die nicht durch oben genanntes Fehlverhalten auffallen, sondern „lediglich“ dauerhaft negativ eingestellt sind, sind für die meisten Manager die größte Herausforderung. Damit sind Mitarbeiter gemeint, die moralische Grenzen überschreiten und Mitarbeiter gegeneinander ausspielen wollen, indem Sie Klatsch und Tratsch verbreiten. Zudem erkennen Sie diese Mitarbeiter daran, dass sie sich ständig beschweren und dauerhaft unzufrieden sind. Neuerungen und Initiativen sind ihnen ein Dorn im Auge. Eine Zusammenarbeit mit ihnen ist äußerst anstrengend und Kreativität und Produktivität sind hier nur schwer möglich.

Was zu tun ist: Beobachten Sie die Situation genau und achten Sie darauf, ob andere Teammitglieder von der Verhaltensweise dieser Mitarbeiter gestresst sind und in ihrer Produktivität beeinträchtigt werden. Sprechen Sie auch hier mit dem betroffenen Mitarbeiter und fragen Sie nach den Gründen, die sie/ihn zu einem derartigen Verhalten veranlassen. Hören Sie ihm/ihr zu, bevor Sie voreilig handeln. Zeigen Sie dem Mitarbeiter auf, welche Auswirkungen sein Verhalten auf seine/ihre Kollegen hat. Konzentrieren Sie sich dabei auf das Verhalten des Mitarbeiters und nicht auf die Person, die dahintersteckt. Vielleicht können ein Training der Sozialkompetenzen oder Team-Building-Maßnahmen hier Abhilfe schaffen. Falls jedoch alles nichts bringt, sollten Sie Konsequenzen in Betracht ziehen.



Experteer verwendet Cookies. Informationen zum Datenschutz
Zustimmen