So hinterlassen Sie den perfekten Eindruck bei Headhuntern

So hinterlassen Sie den perfekten Eindruck bei Headhuntern

Wenn Sie auf Stellensuche sind, ist Ihr Profil in Karrierenetzwerken wichtig, ebenso wie ein ansprechender Lebenslauf – doch der erste persönliche Eindruck, den Sie einem Headhunter vermitteln, ist essentiell. Denn wie heißt es so schön? Für einen ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Wir haben heute mit Gregor Lenkitsch von Lenkitsch Recruiting gesprochen, der Ihnen einige exklusive Einblicke in die Arbeitsweise von Headhuntern gewährt. Erfahren Sie heute, wie Sie sich selbst als attraktiver Kandidat präsentieren können – und welche Fragen und Verhaltensweisen Sie sich lieber verkneifen sollten.

So hinterlassen Sie den perfekten Eindruck bei Headhuntern

So hinterlassen Sie den perfekten Eindruck bei Headhuntern und bleiben diesem lange in positiver Erinnerung. Selbst wenn es mit einer Stelle nicht klappt – vielleicht ist die Nächste, die der Personalberater im Repertoire hat, genau das Richtige für Sie?

1. Welche Fragen sollte ein Kandidat einem Headhunter stellen?

Grundsätzlich alle, die ihn interessieren. Wichtig ist herauszufinden, was der Kandidat wirklich will. Im ersten Schritt geht es häufig gar nicht so sehr um konkrete Stellen, sondern mehr um den Kandidaten selbst. Erst dann sehen wir gemeinsam passende Stellenprofile durch und diskutieren, ob die geforderten Kernbereiche seinem Wunschprofil entsprechen. Der Vorteil bei einer Bewerbung über einen Headhunter ist, dass Kandidaten Fragen stellen können, die sie in einem „normalen“ Bewerbungsablauf vielleicht nicht gestellt hätte. Mein Ziel ist, dass mich Kandidaten als Sparringspartner wahrnehmen. Ich sehe es als Erfolg an, wenn nachher sowohl das Unternehmen als auch der Kandidat zufrieden sind.

2. Worauf achten Sie besonders? Wie wichtig ist modischer Stil und gepflegtes Äußeres bei einem Kandidaten?

Natürlich nimmt man immer erst das äußere Erscheinungsbild eines Kandidaten wahr – angefangen mit der Bewerbung, über das erste Telefonat bis hin zum persönlichen Treffen. Und letztendlich machen diese Äußerlichkeiten oft den Unterschied aus. Welchen Eindruck macht z. B. die Bewerbung? Welches Bild des Kandidaten vermittelt sie? Ich bin immer wieder erstaunt, wenn sich manche Kandidaten mit unansehnlichen Unterlagen auf Führungspositionen bewerben. Denn Kandidaten, die sich selbst nicht im richtigen Licht präsentieren können, wird häufig nicht zugetraut, dass sie ein Unternehmen angemessen repräsentieren.

Fachwissen, Ausbildungswege, Werdegänge oder Projekterfahrungen sind natürlich essentiell, sie lassen sich meist gut mit den Vorstellungen des Kunden abgleichen. Doch die Entscheidung über die endgültige Stellenbesetzung setzt sich aus vielen kleinen Mosaiksteinen zusammen. Da der persönliche Eindruck so ausschlaggebend ist, setze ich immer auf ein möglichst rasches Kennenlernen beider Parteien.

3. Was sind heutzutage die wichtigsten Eigenschaften eines Kandidaten?

Die guten alten Tugenden haben auch heute nicht ausgedient. Doch auch hier wieder der Hinweis auf den Einzelfall und die speziellen Anforderungen der Position. Doch Ehrlichkeit, Offenheit und souveränes Auftreten hat sicherlich noch keinem geschadet.

4. Welches Verhalten ist für Kandidaten beim Erstkontakt mit einem Headhunter unangebracht?

Was mich immer misstrauisch werden lässt, wenn es sofort ums Gehalt geht. Ansonsten sind es meist Dinge wie Unpünktlichkeit oder ein ungepflegtes Erscheinungsbild, die mir negativ auffallen und im Gedächtnis haften bleiben.

5. Worauf achten Sie besonders im Lebenslauf eines Kandidaten?

Das ist immer vom Einzelfall abhängig. Welche Faktoren erfordert die betreffende Position und was bringt der Kandidat mit? Es kommt auf beiden Seiten, sowohl beim Bewerber als auch bei der vakanten Position, immer auf das Gesamtpaket an.

6. Was war der größte Faux-Pax eines Kandidaten, den Sie je erlebt haben?

Ein Kandidat ist nicht zu einem vereinbarten Vorstellungstermin beim Kunden erschienen, er hatte sich unabhängig von mir für eine andere Stelle entschieden und sah es dann nicht mehr als notwendig an, sich zu melden. In den vorangegangenen Gesprächen war dieses Verhalten nicht vorauszusehen … Zwei Monate später hat er sich dann übrigens erneut bei mir beworben. Über ein solches Verhalten kann ich mich dann nur noch wundern.

7. Mit welcher Art von Kandidaten halten Headhunter den Kontakt auch über eine längere Zeit aufrecht?

Das ist schwer zu pauschalisieren – letztendlich mit den Guten. Selbst wenn ein Kandidat eine Stelle nicht bekommen hat, gibt es immer Möglichkeiten den Kontakt dennoch erfolgreich weiterzuführen. Der große Vorteil einer Bewerbung bei einem Headhunter ist dessen gute Vernetzung in der Branche. Denn wenn ein Kandidat einen guten Eindruck hinterlassen hat und qualifiziert ist, rufe ich auch mal Kunden an, um diesen Kandidaten ins Gespräch zu bringen.
Kandidaten entwickeln sich weiter, ihre Ziele verändern sich. Man weiß nie, wo sich die Wege wieder kreuzen. Wie sich der weitere Kontakt dann gestaltet, hängt also immer vom Einzelfall ab.

8. Wie können Kandidaten Headhunter proaktiv ansprechen?

Auch bei einem Headhunter kann man sich initiativ bewerben. Das kann über einen Anruf erfolgen oder ganz klassisch über eine Bewerbung.

9. Was war Ihr außergewöhnlichstes Suchmandat?

Die Vermittlung von deutschen Ärzten in den arabischen Raum war sicherlich eine außergewöhnliche und spannende Erfahrung. Aus meiner Zeit bei einer internationalen Unternehmens- und Bildungsberatung wusste ich um den Faktor der Sensibilisierung für die spezifischen kulturellen Unterschiede vor Ort. Als Personalberater muss man mit den kulturellen Besonderheiten des Ziellands vertraut sein und Verhaltenskompetenz im Umgang mit fremden Kulturen zeigen. Die Arbeit als Headhunter ist facettenreich und umfasst oft mehr als nur die reine Vermittlung von Kandidaten.

10. Woran können Kandidaten die besten Headhunter erkennen – anhand der Expertise in einer gewissen Branche oder an der Größe des Headhunter-Unternehmens?

Ich würde immer auf den persönlichen Eindruck setzen. Fühle ich mich als Kandidat gut aufgehoben und ernst genommen? Es geht um Ihre persönliche Karriere, somit spricht nichts dagegen, mehrere Personalberater zu kontaktieren. Fragen Sie, welche Perspektiven sie Ihnen als Kandidat bieten können und vergleichen Sie anschließend.

Wir bedanken uns für diese interessanten Einsichten und hoffe, dass Sie bei Headhuntern in Zukunft immer einen perfekten Eindruck hinterlassen! So klappt es ganz sicher mit der nächsten Spitzenposition!

Über Gregor Lenkitsch:>

Lenkitsch-Recruiting_GregorLenkitsch_2015 nach seinem Studium der Politik und Wirtschaftswissenschaften war Gregor Lenkitsch langjährig als Berater einer internationalen Unternehmens- und Bildungsberatung tätig, bevor er als Seniorberater in eine Personalberatung wechselte, die auf die internationale Vermittlung von deutschen medizinischen Fachpersonal spezialisierte ist. 2010 gründete er gemeinsam mit ausgewählten Partnern sein eigenes Recruiting-Office für den deutschen und europäischen Markt. Neben seiner langjährigen Erfahrung in der Beratung von Führungskräften und in der Bildungsberatung in der individuellen Karriereentwicklung besitzt Herr Lenkitsch einen besonderen Beratungsschwerpunkt in der Stellenbesetzung von leitenden Pflegefachkräften und Ärzten.



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