So nutzen Sie Ihr Arbeitzeugnis für Ihre Karriere

So nutzen Sie Ihr Arbeitszeugnis für Ihre Karriere

In der Schule war das Ganze noch viel einfacher. Am Ende des Jahres bekam jeder Schüler sein Zeugnis überreicht, auf dem anhand eines numerischen Bewertungssystems die eigene Leistung des vergangenen Jahres bewertet wurde. Im Arbeitsleben läuft es dagegen etwas anders ab. Verlässt man seine derzeitige Arbeitsstelle, erhält man ein Arbeitszeugnis voller toller Formulierungen. Die Hälfte hört sich im ersten Moment vielleicht gut an, hat es jedoch faustdick hinter den Ohren. Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein „wohlwollendes“ Arbeitszeugnis, in dem nicht der Frust der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abgeladen werden darf. Falls Sie also merken, dass Ihnen Unrecht getan wurde, haben Sie ein Recht auf Verbesserung. Dennoch sollten Sie sich die ehrliche Meinung Ihres Arbeitgebers zu Herzen nehmen und sich überlegen, was Sie aus diesem Feedback für Ihre nächste Anstellung lernen können. Wir haben ein paar Beispiele für Sie zusammengefasst und möchten Ihnen ein paar Tipps an die Hand geben, wie Sie aus Ihrem Arbeitszeugnis die richtigen Schlüsse ziehen.

Er galt im Kollegenkreis als toleranter Mitarbeiter.

Zu Deutsch: Der Vorgesetzte wird nicht genannt. Das Verhältnis zu ihm war also offenbar belastet. Gut ist, wenn erst der Vorgesetzte, dann Kollegen und dann Kunden genannt werden. Zudem deutet die Formulierung „gilt als“ darauf hin, dass der Verfasser des Zeugnisses anderer Meinung ist.

Was Sie daraus lernen können: Achten Sie an Ihrem neuen Arbeitplatz darauf, sich bei ihrem Chef beliebt zu machen. Wie dies funktioniert, verraten wir Ihnen hier.

 

Er verfügt über Fachwissen und hat ein gesundes Selbstvertrauen.

Zu Deutsch: Er überspielt mit Arroganz sein mangelndes Fachwissen. Wird das Fachwissen nicht mit gut bewertet, ist es nicht gut. Positiv bewertetes Selbstvertrauen wird zur Vermeidung von Missverständnissen in guten Zeugnissen meist mit „Selbstvertrauen im positiven Sinne“ beschrieben.

Was Sie daraus lernen können: Wenn Sie sich in Ihrer nächsten Anstellung eine Reputiation aufbauen wollen, dann achten Sie auf ein positives Arbeitsumfeld und einen selbstbewussten aber respektvollen Umgang mit Ihren Kollegen und Mitarbeitern.

 

Sie hat die Fähigkeit, Aufgaben in vollem Umfang zu delegieren.

Zu Deutsch: Sie neigt dazu, Arbeiten weiterzuschieben.

Was Sie daraus lernen können: Delegieren ja, aber richtig. Sie sollten Ihre Mitarbeiter nicht als diejenigen sehen, die unangenehme Aufgaben für Sie erledigen und die Drecksarbeit machen. Aufgaben zu delegieren ist wichtig aber es kommt darauf an, wie Sie dies tun. Wir haben ein paar Tipps für Sie zu diesem Thema…

 

Ihm wurde mehrmals die Gelegenheit geboten, an Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen.

Zu Deutsch: Er hat die Gelegenheit aber nicht genutzt. Wenn Kurse belegt werden, steht das so auch im Zeugnis.

Was Sie daraus lernen können: Lassen Sie diese Möglichkeiten in Zukunft nicht verstreichen. Gerade in der heutigen Zeit ist es enorm wichtig, stets auf dem neuesten Stand zu bleiben. Füllen Sie Ihr Repertoire an wichtigen Fortbildungen und zeigen Sie Ihrem künftigen Arbeitgeber, warum Sie die richtige Besetzung für die Topstelle sind.

 

Und, worauf warten Sie? Kramen Sie Ihr Arbeitszeugnis heraus und erkennen Sie die Punkte, die Sie zu einer noch wertvolleren Arbeitskraft werden lassen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß.



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