Erfolgsfaktor für die Karriere: Profil zeigen, aber richtig!

Social Media Profile für Führungskräfte

Social Media Netzwerke haben im Recruiting massiv an Bedeutung gewonnen – sowohl für Headhunter als auch für HR-Abteilungen von Unternehmen. Doch noch unterschätzen viele wechselwillige Fach- und Führungskräfte diesen Trend und machen teils gravierende Fehler. Dabei kann der richtige Auftritt der Karriere enorm auf die Sprünge helfen. Die wichtigsten Dos and Dont’s in Social Media Profilen von Kandidaten.

Social Media-Profile für die Karriere nutzen. So geht’s!

Um hoch qualifizierte Talente zu finden, setzen Arbeitgeber und Personalberater mehr denn je auf Social Recruiting, die Personalsuche über Social Media-Kanäle. Bei der Recherche nach geeigneten Kandidaten spielen Business-Netzwerke und Karriereportale wie Experteer eine wichtige Rolle. Dort können wechselwillige Fach- und Führungskräfte von Recruitern gefunden und angesprochen werden, vorausgesetzt, sie wecken deren Interesse.

Häufigste Fehler in Social Media-Profilen

„Zu den häufigsten Problemen zählen unvollständige, nicht aussagekräftige Profile“, sagt Dr. Michael Faller, Geschäftsführer der Baumann Unternehmensberatung. Deswegen sollten Sie stark verkürzte Lebensläufe, die nur die aktuelle Position zeigen oder Lücken aufweisen, unbedingt vermeiden. Wichtig ist auch, den Zeitraum der jeweiligen Positionen anzugeben. „Eine weitere Hürde, um ins Visier der passenden Recruiter zu geraten, sind sehr spezielle konzerninterne Funktions- und Stellenbezeichnungen, die für Außenstehende kaum nachvollziehbar sind“, so Dr. Faller. Auch das Profilbild wird häufig unterschätzt, dabei spielt es als erster persönlicher Eindruck und visuelle Visitenkarte eine entscheidende Rolle. Es sollte aktuell und professionell sein sowie in Kleidung und Ausdruck dem der Position gemäßen Auftreten entsprechen, rät Dr. Faller.

 

Dr. Michael Faller, Geschäftsführer der Baumann Unternehmensberatung

Dr. Michael Faller, Geschäftsführer der Baumann Unternehmensberatung

Keywords: Die marktüblichen Begriffe verwenden

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor aussagekräftiger Social Media-Profile sind die richtigen Keywords. Schließlich suchen HR-Manager und Headhunter auf Basis des in der Stellenausschreibung beschriebenen Positionsprofils und den entsprechenden Schlüsselbegriffen nach geeigneten Kandidaten. „Häufig geben Fach- und Führungskräfte in ihren Social Media-Profilen jedoch lediglich die internen Stellenbezeichnungen und Positionen an, die meist nicht den marktüblichen Keywords entsprechen. Demzufolge fallen viele geeignete Kandidaten durch das Suchraster der Recruiter, weil sie schlicht und einfach nicht gefunden werden“, erklärt der Geschäftsführer der Baumann Unternehmensberatung.

Welche Möglichkeiten gibt es? Natürlich sollte man seinen offiziellen Jobtitel nicht verändern. In den gängigen Business Networks gibt es jedoch Rubriken wie „Top-Fähigkeiten“, „Qualifikationen“ oder „Kenntnisse und Fähigkeiten“, in denen Sie die entsprechenden Schlagwörter zur Branche, zur Position und zum Funktionsbereich ergänzen können. Für die Kandidaten kann es hilfreich sein, sich in die Situation von Recruitern hineinzuversetzen und zu überlegen, nach welchen häufigen Schlagwörtern gesucht wird und diese dann im Profil zu ergänzen, so Dr. Michael Faller. So können Sie vermeiden, unpassende Stellenangebote zu erhalten und von den falschen Adressen angesprochen zu werden.

Infos zum nächsten Karriereschritt: Wohin möchte ich mich weiterentwickeln?

Um ihre Social Media Profile effektiv für den beruflichen Aufstieg zu nutzen, sollten Fach- und Führungskräfte darin nicht nur den Werdegang und die aktuelle Position darstellen, sondern auch Hinweise zu ihren nächsten Zielen angeben. Angaben zu den nächsten Schritten, die auf der Karriereleiter angestrebt werden, lassen sich mit entsprechenden Keywords auch in den genannten Rubriken wie Fähigkeiten und Kompetenzen aufnehmen.

Je nach den Möglichkeiten der Social Networks sollten Sie auch weitere Informationen über die nächste angestrebte Position angeben. Bin ich regional gebunden oder bereit, für den nächsten Job deutschlandweit umzuziehen oder mich auch international zu verändern? In welcher Gehaltsklasse bewege ich mich aktuell, welches Gehalt strebe ich künftig an? Will ich etwa eher in einen Konzern oder zu einem Mittelständler wechseln? „Wer Antworten auf diese Fragen in seinen Profilen unterbringt, kann seine Karrierechancen deutlich erhöhen. Außerdem sollten Sie in Ihrem Social Media Auftritt auch deutlich machen, dass Sie gerne angesprochen werden möchten“, sagt Dr. Michael Faller.

In mehreren Social Networks Flagge zeigen

Um die Sichtbarkeit zu erhöhen, ist es auch wichtig, nicht nur in einem sozialen Netzwerk präsent zu sein. Es macht absolut Sinn, gleichzeitig in den größten Business Networks Flagge zu zeigen. Denn viele Headhunter und HR-Manager von Unternehmen nutzen aus Kostengründen nur eines der wichtigen Netzwerke für die Kandidatenrecherche. Darüber hinaus ist auch die Präsenz in spezialisierten Karriere-Netzwerken wie Experteer sinnvoll“, erklärt Dr. Michael Faller. Bei Experteer machen die Kandidaten deutlich, dass sie wechselbereit sind und wegen interessanter Karriereoptionen angesprochen werden möchten. Da Experteer auch besonders stark von Headhuntern genutzt wird, können Manager und Experten ihre Chancen enorm steigern, von den passenden Personalberatern angesprochen zu werden.

Fazit

Social Recruiting gehört für die meisten Headhunter und immer mehr Unternehmen mittlerweile zum Standard-Werkzeug bei der aktiven Personalsuche. Doch um ins Visier von Recruitern und Personalberatern zu gelangen, müssen wechselwillige Fach- und Führungskräfte sichtbar sein und sich attraktiv präsentieren. Um gefunden und für die richtige Stelle angesprochen zu werden, ist ein aussagekräftiges Social Media Profil unerlässlich. Dabei kommt es vor allem darauf an zu zeigen, welche Kompetenzen Sie mitbringen, in welchem beruflichen Status quo Sie sich befinden und welche nächsten Schritte Sie auf der Karriereleiter anstreben. Und diese Informationen sollten Sie mit möglichst vielen marktüblichen Schlüsselbegriffen belegen. So können Sie Ihrer Karriere deutlich auf die Sprünge helfen.

Über den Autor

Markus HofelichDer Wirtschafts- und Finanzjournalist Markus Hofelich lebt mit seiner Familie im Süden von München. Seine journalistische Erfahrung sammelte er als Redaktionsleiter beim DIV Deutscher Industrieverlag, als stellvertretender Chefredakteur von Cash. sowie als Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins „Unternehmeredition“ der GoingPublic Media AG. Markus Hofelich ist Diplom-Kulturwirt und hat an den Universitäten Passau und an der Pariser Sorbonne studiert.

Aktuell hat er die Website SinndesLebens24.de gestartet, ein Online-Magazin für Philosophie, Glück und Motivation, und ist auf der Suche nach neuen Herausforderungen.



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