Trend zum Social Recruiting: Die richtige Präsentation in sozialen Netzwerken

Social Recruiting gehört für viele Unternehmen mittlerweile zum Standard-Werkzeug in der aktiven Personalsuche. Dabei greifen Personaler oft auf die gängigen Plattformen wie Facebook und Twitter zurück. Nicht nur für die Nachwuchsgewinnung ist Social-Recruiting interessant. Auch für klassische Stellenausschreibungen wird Social Recruiting für Personalentscheider immer attraktiver. Doch was müssen Sie tun, um Unternehmen über soziale Kanäle auf sich aufmerksam zu machen? Die Personalmarketing-Experten von der Agentur Junges Herz geben fünf Tipps für die richtige Präsentation in sozialen Netzwerken.

Social Recruiting: Die richtige Präsentation in sozialen Netzwerken

Social Recruiting: Was ist das überhaupt?

Unter Social Recruiting versteht man die Personalsuche über die sozialen Netzwerke. Dabei ist dieses Themengebiet mittlerweile nicht mehr so eindimensional wie noch vor wenigen Jahren. Heutzutage sind Nutzer meist in verschiedenen Portalen angemeldet und pflegen ihre Profile häufig mit unterschiedlicher Sorgfalt.

Für Unternehmen sind diese Profile enorm wertvoll. In der Regel sind die Daten der Nutzer öffentlich und mit Hilfe von Suchfunktionen können wichtige Parameter wie Alter, Wohnort oder Interessen eingegrenzt werden. Besonders in der Nachwuchsgewinnung setzten immer mehr Unternehmen auf Social Recruiting als zielführende Strategie zur effizienten Stellenbesetzung.

Firmen sprechen Nutzer direkt an und ermutigen sie zur Abgabe von Bewerbungen. Der klassische Ablauf wird also seitens der Unternehmen umgekehrt, um möglichst gute Kandidaten direkt zu akquirieren. In Zeiten des Fachkräftemangels ist dieses Vorgehen nur logisch. So ist es nicht verwunderlich, dass der Trend aus Nachwuchsgewinnung (Fokus Generation Z) nun auch auf die mitgealterte digital und social-media affine Generation der Professionals und Senior Professionals überschwappt.

Doch die richtige Präsentation in sozialen Netzwerken ist eine Kunst. So machen Sie das beste aus Ihren sozialen Profilen.

Die richtigen Netzwerke wählen

Eigentlich selbstverständlich und dennoch einen eigenen Punkt wert: Als Senior Professional müssen Sie die richtigen Netzwerke wählen! Aus Erfahrung wissen wir, dass die wenigsten Recruiter über YouTube oder Instagram nach passenden Kandidaten suchen werden. Besser sind Facebook, Twitter und Karriereportale wie Experteer.

Klarnamen

Klarnamen sind Pflicht. Auch wenn das Thema Datenschutz immer wieder eine entscheidende Rolle spielt, sollten Sie sich dennoch mit Ihrem Namen bei den Netzwerken anmelden. Achten Sie darauf, dass Ihr Name wirklich richtig von den Plattformen übernommen wird. Besonders bei Umlauten machen manche Portale Schwierigkeiten und können im Nachgang zu Verwirrungen führen.

Klarnamen strahlen Seriosität aus. Sie zeigen den Recruitern, dass Sie nichts zu verbergen haben. Ihr Gebrauch erleichtert aber auch die Ansprache. Bei Fantasienamen oder Abkürzungen werden Personaler eher abgeschreckt. Sie erhalten deutlich weniger Anfragen.

Profil ausfüllen

Besonders in Karriere-Portalen sollten Sie Ihr Profil möglichst vollständig ausgefüllt haben. Der passende Lebenslauf und einige Keyfacts zur Person erleichtern den Besuchern die Bewertung Ihres Profils. Es gibt jedoch auch einen weiteren wichtigen Punkt: Die Suchfunktionen dieser Portale können nur Daten anzeigen, welche auch wirklich richtig hinterlegt sind. Wenn ein Personaler also nach Experten im Vertrieb von Druckereigroßgeräten sucht, dann sollten die entsprechenden Experten auch diese Informationen hinterlegt haben.

Suchen Sie folglich wichtige Keywords aus Ihrer Branche. Schauen Sie sich um, was Ihre Kollegen aus anderen Unternehmen angeben und experimentieren Sie etwas mit den Keywords. Überfluten Sie Ihr eigenes Profil aber auch nicht mit Informationen und nebensächlichen Inhalten. Dass Sie ein begnadeter Hobby-Gärtner sind, ist hier eher nebensächlich. Wenn Sie aber keine Stelle in der Branche suchen, ist diese Information auf Karriere-Portalen unter Umständen etwas zu viel des Guten.

Das Bild

Recruiter sind auch nur Menschen. Auch sie entscheiden innerhalb weniger Augenblicke über Sympathie. Ein gutes Profilbild ist deshalb Gold wert. Lassen Sie professionelle Bilder von sich machen und sagen Sie den Fotografen auch, wozu Sie diese Bilder benötigen. Bewerbungsfotos und Social-Media-Fotos unterscheiden sich.

Natürlich werden Plattformen wie Facebook und Twitter vor allem zur privaten Kommunikation genutzt. Personalentscheider wissen um diesen Umstand und erwarten hier keine Fotos von Ihnen im seriösen Business-Outfit. Verzichten Sie dennoch möglichst auf Trends und Einfärbungen des Profilbilds. Schlicht ist Trumpf.

Netzwerk, Netzwerk, Netzwerk

Der wichtigste Fakt ist und bleibt das Netzwerk. Die guten Positionen werden durch Kontakte vergeben. Erst wenn Sie es schaffen, sich ein wirklich gutes Netzwerk anzulegen, werden Sie auch für spannende Stellenausschreibungen angefragt.

Das Netzwerk besteht jedoch nicht nur aus dem Hinzufügen von Kontakten. Sowohl auf Karriere-Portalen, als auch bei Facebook und Twitter können Sie sich als Experte positionieren. Erweitern Sie Ihr Netzwerk, indem Sie spannende Artikel, eigene Meinungen, neue Entwicklungen einer Branche oder tolle Inhalte publizieren. Hinterfragen Sie gängige Praktiken in Ihrer Branche und geben Sie hilfreiche Tipps zu Ihren Kernthemen – so klappt es mit der richtigen Präsentation in sozialen Netzwerken.

Über den Autor

Jakob Osman ist Agenturleiter der Personalmarketing-Agentur Junges Herz. Er verfügt über viele Jahre Praxiserfahrung im Ausbildungs- und Personalmarketing. Junges Herz berät Unternehmen, Verbände und öffentliche Körperschaften zu den Themen Jugendmarketing, Recruiting und Azubimarketing.


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