Stellenportal, Facebook, Headhunter? Hier finden Sie Ihre nächste Spitzenposition!

Chancen kommen und gehen. Der Jahresanfang ist aber immer der beste Zeitpunkt, um seine Ziele und Prioritäten zu ordnen und seine Karriere voranzubringen. Heute haben wir Tony Restell, den Gründer von Social-Hire gebeten, Ihnen ein paar Tipps zu geben, wie Sie sich im neuen Jahr Ihre nächste Spitzenposition sichern. Von Stellenportalen über Headhunter bis hin zu sozialen Netzwerken – Tony Restell erklärt Ihnen heute, wie Sie diese Möglichkeiten nutzen, um in Ihrer Karriere etwas zu bewegen. Hier sind seine Ratschläge, wie Sie sich Ihre nächste Spitzenposition sichern:

Wo finden Sie Ihre nächste Spitzenposition?

In der westlichen Welt kommt die Wirtschaft endlich wieder in Schwung. Das Ergebnis: Die Chance auf Ihren nächsten Karriereschritt ist zum Greifen nah, Das sind willkommene Neuigkeiten für jeden, der derzeit nach einer beruflichen Veränderung strebt. Auf eine Herausforderung sollten Sie sich dennoch gefasst machen, denn heute gibt es immer mehr Wege, über die man eine neue Stelle suchen kann. In welche Art der Stellensuche investieren Sie Ihre Zeit also am sinnvollsten? Mainstream-Stellenportale, Karriereplattformen, Stellensuchmaschinen, soziale Netzwerke, Recruitment-Agenturen, Social Media – worauf sollten Sie sich konzentrieren?

Als kleine Starthilfe haben wir die wichtigsten Optionen für Sie zusammengefasst. Welche für Sie am Besten passen hängt davon ab, in welcher Branche Sie tätig werden wollen und wie sehr Ihnen die einzelnen Möglichkeiten zusagen. Das sollten Sie also wissen:

Stellenportale und Stellensuchmaschinen

Blicken wir einige Jahre zurück: Damals waren Stellenportale die einzigen und damit wichtigsten Sammelstellen im Internet, um neue Positionen in einer bestimmten Branche zu finden. Viele Unternehmen, die Mitarbeiter suchten, veröffentlichten Ihre Vakanzen deshalb dort. Heute haben Unternehmen viel mehr Möglichkeiten, um direkt an Kandidaten heranzutreten, also veröffentlichen Sie auch weniger Stellen auf derartigen Portalen.

Das Gute daran ist, dass die dort ausgeschriebenen Stellen often die Positionen sind, bei denen die Firma Schwierigkeiten hatte, einen passenden Kandidaten zu finden. Wenn Sie also eine Vakanz finden, die auf Ihr Profil passt, ist das durchaus positiv. Es bedeutet, dass Ihre Chancen gut stehen, im Bewerbungsprozess berücksichtigt zu werden.

Karriereplattformen

Mainstream-Stellenportale haben einige Nachteile. Meist haben diese Kooperationen mit großen Unternehmen, die ihre offenen Stellen dann in großem Umfang auf diesen Portalen veröffentlichen. Dabei gibt es zwei Probleme. Erstens: Man weiß nie, ob die ausgeschrieben Positionen dort stehen, weil sie dringend besetzt werden sollen oder ob sie nur gepostet wurden, weil die Unternehmen schließlich dafür bezahlen.Womöglich verschwenden Sie also Ihre Zeit.

Zweitens: Viele Recruiter posten Stellen unter verschiedenen Kategorien, um ihre Reichweite zu vergrößern. Das Ergebnis ist, dass viele Stellen in Kategorien veröffentlicht werden, in die sie nicht richtig hineinpassen – und das kann für Stellensuchende richtig frustrierend werden.

Im Gegensatz dazu werden Karriereplattformen wie Experteer vor allem dann genutzt, wenn Unternehmen Stellen wirklich dringend besetzen wollen oder es sich um Stellen handelt, die nur von hochqualifizierten Kandidaten besetzt werden können. Diese Karriereplattformen sind in der Regel zwar teurer, die Investition lohnt sich jedoch, da das Format der Stellenanzeigen dort meist besser ist.

Stellensuchmaschinen

Stellensuchmaschinen sind nach wie vor beliebt, da der Nutzer innerhalb kürzester Zeit tausende Stellenportale oder Inserate von Unternehmen nach passenden Positionen durchforstet kann. Seiten wie Indeed, Jobrapido und CareerJet sind einige Beispiele. Viele sehen den Vorteil dieser Suchmaschinen darin, offene Stellen zu finden, die ihrem Suchradar sonst entgehen würden. Was jedoch deutlich unter dieser automatisierten Suche leidet, ist die Qualität der Suchergebnisse, da die ausgeschriebenen Stelle nicht überprüft werden.

Ihr Online-Profil als Eigenwerbung

Die meisten Unternehmen haben mittlerweile Teams, die gezielt nach Talenten für ihre offenen Stellen suchen. Auch wenn immer wieder die Rede davon ist, dass Profile in sozialen Medien wahrscheinlich die beste Chance für Werbung in eigener Sache sind, so ist ein weiterer Trend erkennbar. Eine wachsende Anzahl an Stellen werden über den „versteckten Stellenmarkt“ besetzt und exklusiv auf bestimmten Karriereplattformen ausgeschrieben. Entspricht Ihr Profil nicht den Anforderungen der Recruiter, verspielen Sie womöglich die Chance auf eine passende Stelle.

Auf Folgendes sollten Sie sich also konzentrieren: Erstens, optimieren Sie Ihr Profil für bestimmte Keywords. Sorgen Sie dafür, dass Schlagwörter, nach denen Recruiter in der Regel suchen, in Ihrem Profil enthalten sind. Das gilt für all Ihre Profile. Informieren Sie sich erst darüber, welche Wörter in relevanten Stellenanzeigen unter „Das muss ein Kandidat mitbringen“ und „Wünschenswerte Qualifikationen“ auftauchen – das sind Ihre Keywords!

Lesen Sie hier, wie Sie die richtigen Keywords für Ihr Profil identifizieren.

Jetzt müssen Sie sich vergewissern, ob Ihr Profil Sie auch nicht unter Wert verkauft. Konzentrieren Sie sich auf messbare Erfolge, Fakten, die man überprüfen kann und Aussagen, die den Recruiter davon überzeugen, dass Sie ein Spitzenkandidat sind. „Ich war stets unter den oberen 10% der Business Development Manager im Unternehmen“ klingt besser als „Ich habe Expertisen im Business Development“.

Richten Sie Ihr gesamtes Profil nach dieser Strategie aus – so bekommt der Recruiter den Eindruck, dass Sie einen starken Kandidaten im Netz entdeckt haben.

Zuletzt sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Profil Ihrem Lebenslauf so nah wie möglich kommt. Sind die Unterschiede zu groß, läuten bei Headhuntern gleich die Alarmglocken. Sorgen Sie also dafür, dass Profil und Lebenslauf ineinandergreifen.

Soziale Medien

Früher mussten Unternehmen dafür bezahlen, wenn sie wollten, dass jemand ihre Stellenanzeigen liest. Heute sind sie selbst als Herausgeber tätig, denn die meisten haben sich eine Leserschaft im Bereich Social Media aufgebaut. Wenn Sie den Unternehmen, die Sie interessieren, nicht folgen, könnten Sie Chancen verpassen – vielleicht wird gerade jemand für eine relevante Position gesucht?

Die meisten Unternehmen haben mittlerweile zahlreiche Follower auf ihren Social Media Accounts. Manche davon haben sogar eigene Karriereseiten eingerichtet, damit Interessenten sich auf dem Laufenden halten können. Finden Sie also heraus, für welche Unternehmen Sie sich interessieren und folgen Sie ihnen. Damit erhalten Sie zumindest Einblicke in das Unternehmen und die wiederum können bei einem Vorstellungsgespräch hilfreich sein. Aber vielleicht entdecken Sie auch eine Stellenausschreibung, die Sie sonst verpasst hätten.

Recruitment-Agenturen oder Headhunter

Recruitment-Agenturen und Headhunter spielen bei der Stellensuche noch immer eine wichtige Rolle. Personalberater müssen den Markt wie ihre Westentasche kennen, sie müssen eng mit Klienten zusammenarbeiten und die richtige Position für einen Kandidaten finden. Oftmals arbeiten sie mit den führenden Unternehmen in Ihrer Branche zusammen, die nach Kandidaten suchen. Sie kennen Ihren Marktwert und können Ihnen so die richtige Stelle verschaffen. Ob man sie nun mag oder nicht, Personalberater sind ein essentieller Bestandteil der Stellensuche – wenn Sie den richtigen Headhunter finden, steigern Sie die Chancen auf Ihre Wunschposition beträchtlich.

Ich habe ausführlich darüber geschrieben, wie Sie sich Recruitment-Agenturen bei Ihrer Stellensuche zunutze machen können. Für ein besseres Verständnis lesen Sie auch Warum Headhunter für die Suche nach Spitzenpositionen wichtig ist und 7 Tipps wie Sie auf dem Radar eines Headhunters landen.

Schlussbemerkung

Es gibt viele Wege, auf denen Sie Ihre nächste Management-Position finden können. Aber wenn Sie genauso nach einer Stelle suchen wie vor fünf Jahren, verpassen Sie einiges. Sie müssen verstehen, dass sich der Markt verändert hat und Ihre Stellensuche an diese Veränderungen anpassen.

Mein letzter Ratschlag: Erkundigen Sie sich ein paar Tage später nach dem Status Ihrer Bewerbungen. Verstecken Sie sich nicht hinter Ihrem Computerbildschirm – rufen Sie an und sprechen Sie mit den Leuten.

Vielen Dank, Tony, für diese detaillierten Einsichten! Wir hoffen, Sie wissen jetzt genau, welche Plattformen Sie für Ihre nächste Stellensuche nutzen! Viel Erfolg dabei!

Über Tony Restell und Social-Hire:

Tony Restell headhunter tipsTony Restell ist der Gründer von Social-Hire.com und hilft Kandidaten und Recruitern, soziale Medien für ihre Zwecke zu nutzen. Herr Restell kann auf eine 15-jährige Erfahrung in der Recruiting-Industrie zurückblicken und hält zudem regelmäßig Vorträge zu Themen wie den sich ständig verändernden Arbeitsmarkt und wie sich sowohl Kandidaten als auch Recruiter daran anpassen müssen,um erfolgreich zu sein. Wenn Sie den Cambridge-Absolventen und Autor persönlich kontaktieren wollen, nutzen Sie einfach folgenden Link: @tonyrestell.



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