Stress-Management: Keine Zeit für Burnout

    Burnout – dieses kleine Wort ist es, das jedem Arbeitnehmer einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Die unangenehmen Assoziationen: Erschöpfungszustände, Stress, Schuften bis zum Umfallen. Versagen. Gerade in der deutschen Management-Riege nehmen die Fälle von Burnout-Erkrankungen seit Jahren zu. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter, die besonders viel Einsatz zeigen. Ist der Burnout für engagierte Führungskräfte also unvermeidbar? Zum Glück nicht – die Stichworte heißen Selbstorganisation und Stress-Management.

    Stress-Management - Keine Zeit fuer Burnout

    Denn „keine Zeit für Burnout“ klingt zwar ironisch, ist aber wahr: Wer sich selbst gut genug organisiert – darunter fällt auch das Einräumen von festen Auszeiten – muss den Stresskollaps nicht als dunkle Bedrohung am Horizont des Managementfirmaments sehen. Mit genügend Struktur im Berufsalltag geben Sie dem Burnout gar nicht erst eine Chance. Wir zeigen Ihnen heute, wie Sie Stress-Management einsetzen können, um weiterhin gesund und effizient zu arbeiten.

    Erreichbarkeit – rund um die Uhr: Ursachen von Stress in Deutschlands Management-Etagen

    In vielen Chefetagen ist der Burnout noch immer ein Tabuthema. Zu groß ist die Furcht davor, als labil, überfordert oder, im schlimmsten Fall, als unfähig dazustehen. Besonders Senior Manager arbeiten oft am Limit. „Deutschlands Manager schuften buchstäblich bis zum Umfallen“, schrieb der Spiegel bereits 2012. Im November letzten Jahres setzte die Welt noch einen drauf. Fast 60 Prozent aller Manager hätten Schlafprobleme, titelte sie, und dieser Schlafmangel könne depressiv machen.

    Es ist nicht zu leugnen, dass die moderne Arbeitswelt ihren Teil dazu beigetragen hat, dass die Stressbelastung bei Arbeitnehmern steigt. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und der „anywhere, anytime“-Mentalität, die sich vor allem in der ständigen Erreichbarkeit durch Smartphones oder Tablets ausdrückt, leiden heute immer mehr Menschen an psychischen Erkrankungen.

    Richtige Auszeiten? Gibt es nicht mehr. Selbst im Urlaub liegt das Handy neben dem Liegestuhl, in der Hängematte, neben Ihrem Aperol Sprizz – bereit für den nächsten Anruf beim Vorstand oder den nächsten Check der Aktienkurse. Man könnte ja was verpassen!

    Ein weiterer Grund, warum der Druck in den Management-Etagen zunimmt (und nicht nur dort!) liegt im zunehmenden Stellenabbau in Unternehmen. Die logische Folge, wenn Kollegen oder Führungskräfte gehen: Die Arbeitsbelastung für den Einzelnen nimmt zu. Auch mangelnde Wertschätzung durch den Vorgesetzten wird häufig als Faktor angegeben, warum der Stresspegel im Büro steigt.

    Wie Senior Manager mit beruflicher Belastung richtig umgehen

    Die gute Nachricht: Niemand ist dem Stress hilflos ausgeliefert – auch nicht, wenn es auf den ersten Blick vielleicht den Anschein macht. Mit ein paar kleinen Tricks meistern auch Senior Manager erfolgreich ihr Stress-Management.

    Organisieren Sie sich selbst und Ihren Arbeitstag. Warum? Struktur und Routine wirken wie ein Gegenmittel auf Stress. Wer bekannten Handlungsmustern folgt, fühlt sich selbst sicherer. Richten Sie feste Zeiten ein, in denen Sie bestimmte Aufgaben erledigen. Zum Beispiel: In der früh um 9 Uhr nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit, um E-Mails zu beantworten. In dieser Zeitspanne lassen Sie sich durch nichts stören – Sie werden sehen, wie viel produktiver Sie dadurch arbeiten.

    Sorgen Sie dafür, dass Sie morgens gut ausgeruht sind. Wer müde ist, ist auch unkonzentriert und macht schneller Fehler – und das lässt den Stresspegel ganz schnell in die Höhe schießen. Versuchen Sie es auch hier mit etwas Routine.

    Gehen Sie jeden Abend um die gleiche Zeit ins Bett. Dass man vor dem Fernseher besser schläft ist übrigens ein Mythos. Konstante Berieselung ist hier eher kontraproduktiv. Am besten verbannen Sie den Fernseher ganz aus Ihrem Schlafzimmer – so geraten Sie nicht in Versuchung. Verdunkeln Sie das Fenster im Schlafzimmer – wenn es keine Rollläden gibt, hilft eine Schlafbrille. Wer will, kann außerdem ein Säckchen mit Lavendelblüten neben sein Kopfkissen legen – das entspannt und beruhigt.

    Gönnen Sie sich Auszeiten. Die Trennlinie zwischen Beruf uns Freizeit verschwimmt immer mehr. Wenn Sie jedoch effektives Stress-Management betreiben wollen, ist ab heute Schluss damit. Nach Feierabend wird das Handy ausgeschaltet – zumindest das Firmenhandy. So können Sie sich Dingen widmen, die für psychischen und seelischen Ausgleich sorgen. Treiben Sie Sport, unternehmen Sie etwas mit Ihrer Familie oder suchen Sie sich ein neues Hobby. Schaffen Sie sich Kraftquellen, mit denen Sie nach der Arbeit Ihre Batterien wieder aufladen können.

    Verbessern Sie das Verhältnis zu Ihrem Chef. Ein gutes, kooperatives Verhältnis zu Ihrer Führungskraft sorgt für eine harmonische Arbeitsatmosphäre – und hält sogar gesund. Studien bei Mercedes und VW haben ergeben, dass in gut geführten Abteilungen weniger Mitarbeiter krank wurden. Besonders autoritäre Chefs stehen unter Verdacht, für die vielen Krankschreibungen in ihren Teams mitverantwortlich zu sein.

    Leistungsdruck und mangelnde Wertschätzung sind häufige Ursachen, warum Mitarbeiter krank werden. Versuchen Sie also, einen guten Draht zu Ihrem Vorgesetzten zu bekommen und überzeugen Sie ihn davon, dass Sie und Ihr Team seine Anerkennung verdienen. Denn je wohler Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz fühlen, desto besser funktioniert Ihr neues Stress-Management-Konzept.

    Wir von Experteer hoffen, dass wir Ihnen einige Wege aufzeigen konnten, wie Sie erfolgreiches Stress-Management betreiben. Lassen Sie sich also nicht ins Bockshorn jagen, wenn Ihnen die Arbeit manchmal über den Kopf wächst. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und überlegen Sie sich, welche Aufgaben wichtig sind, welche Sie auch am nächsten Tag erledigen und welche sie delegieren können. Schaffen Sie Ordnung und Routine in Ihrem Berufsalltag und vergessen Sie nicht, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. So meistern Sie auch stressige Phasen erfolgreich. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!



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