Aller guten Dinge sind drei … Deshalb präsentieren wir Ihnen heute den dritten Teil unserer Serie der härtesten Bewerbungsfragen und geben Ihnen Tipps , wie Sie souverän damit umgehen können. Lassen Sie sich nicht aus dem Konzept bringen sondern bereiten Sie sich vor – dann klappt es auch mit dem nächsten Karriereschritt!
Welchen Führungsstil bevorzugen Sie?
Mit Hilfe dieser Frage möchte Ihr Gesprächspartner herausfinden, ob Sie als Bewerber in das Unternehmen passen. Entspricht Ihr präferierter Führungsstil auch dem, der bei Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber gepflegt wird? Werden Sie mit den neuen Kollegen und Vorgesetzen auskommen? Welche Rolle spielt kollegiales Verhalten für Sie? Sind Sie teamfähig? Versucht man hier Ihre Antworten einem der drei klassischen Führungsstile – hierarchisch, demokratisch und laissez faire – zuzuordnen, so sagt dies bereits sehr viel über Ihre persönliche Vorstellung von innerbetrieblicher Zusammenarbeit aus.
Allerdings sollten Sie bedenken, dass in bestimmten Situationen temporär auch Veränderungen beim Führungsstil gefragt sein können. Insofern sollten Sie sich zwar grundsätzlich darüber klar sein, welchen Führungsstil Sie persönlich bevorzugen, können sich bei der Antwort aber dennoch etwas Spielraum offen lassen – beispielsweise indem Sie darauf verweisen, dass Sie zwar grundsätzlich eigenverantwortliches Arbeiten bevorzugen aber durchaus dazu bereit sind, sich situativ auch in hierarchische Strukturen einzufügen, wenn es der Optimierung des Geschäftsprozesses dienlich ist.
Wie lange wollen Sie bei uns bleiben?
Hier geht es darum zu klären inwiefern Ihre persönlichen Vorstellungen hinsichtlich der Dauer des Arbeitsverhältnisses mit denen des Unternehmens übereinstimmen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie sich hier entsprechend der Stellenanzeige äußern. Wurde eine unbefristete Stelle ausgeschrieben, so sollten Sie unbedingt klarmachen, dass Sie an einer dauerhaften, langfristigen Tätigkeit interessiert sind. Geht es demgegenüber um einen Zeitvertrag, so ist dies auch Ihre Richtlinie.
In beiden Fällen können Sie darauf verweisen, dass Sie sich vor allem beruflich weiterentwickeln möchten – auch eine befristete Stelle kann schließlich als Sprungbrett in das Unternehmen dienen. Generell gilt es hier zu vermitteln, dass man auf jeden Fall bereit ist bei entsprechenden Entwicklungsmöglichkeiten dem Unternehmen längerfristig zur Verfügung zu stehen und dass sich eine „Investition“ in den Bewerber lohnt. Schwieriger wird es wenn in der zugrunde liegenden Stellenanzeige keine Tendenz hinsichtlich der Länge des Arbeitsverhältnisses auf Unternehmensseite zu erkennen ist.
Aber auch für diesen Fall gibt es eine elegante Lösung: Antworten Sie diplomatisch. Sie sind zwar grundsätzlich an einer dauerhafte Anstellung interessiert, würden in diesem konkreten Fall aber auch einen Zeitvertrag annehmen – da Sie unbedingt bei diesem Unternehmen arbeiten möchten.
Gegenüber Ihren bisherigen Arbeitserfahrungen scheinen die Anforderungen der ausgeschrieben Stelle eher gering. Wie ist Ihre Meinung dazu?
Mit anderen Worten: „Sie sind überqualifiziert“. Und nun? Gehen Sie davon aus, dass diese Frage eigentlich eine verklausulierte Aussage ist: „Sie sind zu teuer“, oder: „Sie sind doch sofort wieder weg, wenn Sie etwas besseres finden“. Und genau hier müssen Sie ansetzen. Machen Sie Ihrem Gesprächspartner klar, dass diese Annahmen unberechtigt sind.
Versichern Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber absolute Loyalität: Arbeiten Sie die Herausforderungen, die die neue Stelle für Sie bringen würde, heraus. Beschreiben Sie was Ihnen an der Position gefällt und vermitteln Sie, dass es sich um Ihre absolute Wunschposition bei ihrem Wunscharbeitgeber handelt. Überdenken Sie gleichzeitig Ihre Strategie für die Gehaltsverhandlung.
Reduzieren Sie beispielsweise Ihre Gehaltsvorstellungen um fünf bis maximal zehn Prozent und denken Sie stattdessen über mögliche andere, unentgeltliche Vorteile nach, sollte dies für Sie in Frage kommen. So können Sie beispielsweise die Option auf spätere Gehaltserhöhung oder eine Verbesserung Ihres Titels nach einer gewissen Zeit vorschlagen.
