Top-Strategieberater auf Expansionskurs: Chancen für Quereinsteiger

Top-Strategieberater auf Expansionskurs: Chancen für Quereinsteiger

Job-Boom bei McKinsey & Co.

Das Wachstum der Consulting-Branche ist ungebrochen. Getrieben von der positiven Konjunktur und einer steigenden Nachfrage der Kunden suchen die Top-Strategieberater händeringend nach exzellenten Fach- und Führungskräften. Dabei haben Boston Consulting Group, McKinsey, Bain, Roland Berger & Co. längst nicht nur Hochschulabsolventen im Visier, sondern zunehmend auch erfahrene Manager und Mitarbeiter. Dadurch ergeben sich für Spitzen-Kandidaten aus der Beraterbranche und hochqualifizierte Quereinsteiger lukrative Chancen.

Top-Strategieberater auf Expansionskurs: Chancen für Quereinsteiger

Angesichts des großen Personalbedarfs haben auch immer mehr berufserfahrene Quereinsteiger exzellente Chancen im Consulting-Sektor.

Consulting-Branche im Höhenflug

„Neue Herausforderungen, neue Themen und neues Personal – diese Punkte stehen bei den Strategieberatern ganz oben auf der Agenda“, sagt Oliver Tonnar, Managing Director bei PSD Deutschland. Derzeit könnten sich diese vor Aufträgen kaum retten – der einzige limitierende Faktor ist fehlendes hochqualifiziertes Personal. „Die Consultants profitieren von dem immer schneller werdenden wirtschaftlichen Wandel und der boomenden Konjunktur. Insbesondere Mega-Trends wie die digitale Transformation erhöhen den Beratungsbedarf bei Unternehmen, die sich fit für die Zukunft machen wollen“, so Tonnar. Gleichzeitig haben die Top-Berater seit einigen Jahren ihr Angebotsspektrum deutlich erweitert. Sie bieten ihre Dienste zunehmend auch in funktionalen Bereichen wie HR Consulting, Lean Management oder Operational Excellence an.

Wachstumstreiber Digitalisierung

Größter Wachstumstreiber ist derzeit die Digitalisierung der Wirtschaft: sie betrifft nahezu alle Unternehmen, quer durch alle Branchen. Um die Herausforderungen zu meistern, nehmen immer mehr Firmen die Dienste der Strategieberater in Anspruch. Schließlich ist die digitale Transformation sehr komplex und betrifft alle Bereiche – vom Einkauf über die Produktion bis hin zur Verwaltung. Dabei suchen die Firmen eine möglichst umfassende Unterstützung aus einer Hand, von der Strategie bis zur Umsetzung.

„Um dieses Potenzial zu erschließen, muss die Consulting-Branche hier eine zusätzliche, fundierte Kompetenz aufbauen“, sagt Susanne Hecker Director, bei PSD Deutschland. Dazu braucht sie ausgesprochene Experten im Digitalbereich. „Insbesondere erfahrene und führungsstarke Spitzen-Kandidaten, die die digitale Transformation aktiv mitgestalten wollen, motivieren, begeistern und leiten können sowie offen für etwas Neues sind“, so Hecker.

Susanne Hecker, Director bei PSD Deutschland

Susanne Hecker, Director bei PSD Deutschland

Ambitionierte Recruiting-Ziele der Strategieberater

Die Recruiting-Ziele der Strategieberater, die in allen Bereichen und auf allen Hierarchieebenen Verstärkung suchen, sind äußerst ambitioniert: So will etwa die Boston Consulting Group dieses Jahr rund 500 Mitarbeiter in Deutschland und Österreich einstellen, Bain plant 200 neue Positionen in Deutschland und in der Schweiz. Ähnlich sieht es bei Oliver Wyman und Horvarth & Partner aus. Accenture, EY und KPMG haben sogar mehr als 1.500 Neueinstellungen im Visier.

Um die Stellen zu füllen, setzen die Top-Unternehmensberater zwar erfolgreich auf Hochschul-Recruiting, weisen aber auch eine hohe Fluktuationsrate auf. Denn viele Berufseinsteiger sehen den Start im Consulting lediglich als ein Sprungbrett für ihre Karriere und wechseln nach einigen Jahren zu Corporates, Großunternehmen oder vielversprechenden Start-ups. „Doch das Bild der Beratung als reines Karrieresprungbrett in die Industrie wandelt sich gerade. Heute ist es nicht mehr unüblich, dass ehemalige Consultants nach einigen Jahren in anderen Branchen wieder in die Beratung zurückkehren“, sagt Oliver Tonnar.

Oliver Tonnar, Managing Director bei PSD Deutschland

Oliver Tonnar, Managing Director bei PSD Deutschland

War for Talents mit den Big Four der Wirtschaftsprüfer

Neben dem generellen Fachkräftemangel, der derzeit alle Branchen in Deutschland betrifft, macht den Beratern vor allem die steigende Konkurrenz der Wirtschaftsprüfer das Leben schwer. Diese bauen ihr Advisory-Geschäft schon seit Jahren massiv aus und stoßen immer mehr ins Terrain der klassischen Consulting Companies vor. Auch den lukrativen Bereich der Digitalberatung wollen diese, allen voran PwC und Deloitte, erschließen. „Noch nie war der Wettbewerb zwischen den Big Four der Wirtschaftsprüfer PwC, Deloitte, KPMG und EY und den klassischen Strategieberatern wie McKinsey, BCG, Bain, Roland Berger härter als heute“, erklärt Oliver Tonnar. „Zunehmend machen sich die Unternehmen ihre Top-Talente gegenseitig abspenstig und übernehmen auch schon mal ganze Teams. Gelockt werden die Berater mit höherem Gehalt und besseren Karrierechancen“, so Tonnar.

Beste Chancen für Quereinsteiger

Angesichts des großen Personalbedarfs haben auch immer mehr berufserfahrene Quereinsteiger exzellente Chancen im Consulting-Sektor. Doch was müssen sie mitbringen? „Zu den wichtigsten Voraussetzungen zählen ein exzellenter Universitäts-Abschluss, hervorragendes Fachwissen, ein stark ausgeprägtes analytisches, und strategisches Denken sowie Beratungskompetenz, Neugier und Innovationskraft“, erklärt Susanne Hecker. Bei den soft Skills hat sich das Anforderungsprofil des klassischen Beraters in den letzten Jahren stark gewandelt. „Heute sollten Berater mehr denn je einen ausgeprägten Mix aus sozialen, methodischen und fachlichen Fähigkeiten mitbringen. Und vor allem „nahbar“ sein, Service-orientiert, teamfähig und hilfsbereit“, so Hecker.

Fazit

Um die besten Talente für sich zu gewinnen, müssen sich die Strategieberater aktuell mächtig ins Zeug legen. Alles in allem gleicht die Suche nach den Top-Kandidaten immer mehr der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Zudem werden die in Frage kommenden Spitzenkräfte von vielen Seiten umworben. „In diesem War for Talents können erfahrene Headhunter den Beratern wertvolle Dienste leisten, um die passenden Kandidaten zu finden. Diese sollten über jahrelange Erfahrung im Consulting-Bereich, ein funktionierendes, hochkarätiges Netzwerk und professionelle Prozesse verfügen“, sagt Oliver Tonnar.



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