Gut vorbereitet ins Karrierejahr 2018

So verfassen Sie Ihre Selbstbeurteilung am Ende des Jahres

Die Selbstbeurteilung gibt Mitarbeitern die Möglichkeit Ihrem Manager mitzuteilen, was sie seit dem letzten Mitarbeitergespräch geleistet haben, wie sie gewisse Aufgaben bewältigt haben, in welchen Bereichen sie sich gerne noch verbessern würden und wie ihnen ihre Vorgesetzten dabei helfen können. Die meisten Fach- und Führungskräfte mit denen wir uns unterhalten, tragen Mitarbeiterverantwortung, daher wollen wir Ihnen heute einige Tipps geben, wie Sie Ihre Selbstbeurteilung verfassen können. Denn dies ist sowohl für den Beurteiler als auch für den Beurteilten wichtig.

Um sich weiterzuentwickeln, brauchen Fach- und Führungskräfte ein klares Bild von sich selbst.

Das Ziel der Selbst- oder Mitarbeiterbeurteilung ist es, den Arbeitgeber daran zu erinnern, wie hart man im letzten Jahr gearbeitet hat. Die meisten Manager haben mehrere Mitarbeiter, die für sie arbeiten und ihnen Rückmeldung geben. Es ist also schwierig für den Manager, sich genau zu merken, welcher Mitarbeiter welche Arbeit geleistet hat. Sicherlich haben sie eine gewissen Ahnung von dem, was ihre Mitarbeiter leisten und an welchen Projekten sie arbeiten. Die Selbstbeurteilung der Mitarbeiter stellt jedoch sicher, dass ihre harte Arbeit nicht unerkannt bleibt.

Es ist zudem eine perfekte Möglichkeit für die Mitarbeiter ihren Managern zu zeigen, wo noch Verbesserungspotenzial an der eigenen Leistung liegt. Zudem können die eigenen Erwartungen mit den Erwartungen des Managers bezüglich der Arbeit und den Ergebnissen verglichen werden. Wenn die Beurteilung des Mitarbeiters in einem bestimmten Bereich unterschiedlich ausfällt, so kann hier angesetzt werden, wie der Mitarbeiter die Erwartungen das nächste Mal erfüllen kann.

Trotz allem ist es nicht leicht, eine Selbstbeurteilung zu verfassen. Jeder Mitarbeiter kennt sich selbst und seine Arbeit am besten aber es ist dennoch schwierig, dies auf einem Blatt Papier zusammenzufassen – und dabei das richtige Ausmaß an Eigenlob zu finden.

Wir haben ein paar Tipps für Sie, wie Sie Ihre Selbstbeurteilung professionell verfassen:

  1. Verwenden Sie so viele Fakten wie möglich: Vermeiden Sie Ausdrücke wie „Ich bin ein Teamplayer“. Geben Sie stattdessen spezifische Beispiele von Situationen, in denen Sie Teamgeist bewiesen haben.
  2. Seien Sie so objektiv wie möglich: Sprechen Sie über handfeste Ergebnisse, die Sie in Ihrer Arbeit erreicht haben. Wo konnten Sie etwas bewirken? Wie sehr haben Sie am Endergebnis teilgehabt?
  3. Seien Sie ehrlich: Ihr Manager wird über die wirklich guten Projekte informiert sein. Versuchen Sie also nicht, ein Projekt in den Himmel zu loben, das lediglich in Ordnung war. Nutzen Sie Ihre Selbstbeurteilung dazu Ihren Chef nach Karrieremöglichkeiten zu fragen.
  4. Seien Sie professionell: Eine Selbstbeurteilung ist nicht dazu da, jemanden an den Pranger zu stellen. Behalten Sie Ihre persönliche Meinung also für sich selbst.
  5. Halten Sie einen offenen Dialog: Nutzen Sie Ihre Selbstbeurteilung als Möglichkeit von anderen wertgeschätzt zu werden und zu zeigen, wie sehr Sie sich einbringen können.
  6. Stellen Sie sich selbst die schwierige Frage: Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Was können Sie tun, um Ihre Leistung zu verbessern?
  7. Sprechen Sie über Ihren Karriereplan: Ihre Selbstbeurteilung sollte sich nicht nur um Ihre Anstellung sondern auch um Ihren längerfristigen Karriereplan drehen.
  8. Bleiben Sie positiv: Ford Myers, der Autor des Buches „Get The Job You Want, Even When No One’s Hiring“ sagt, dass eine Selbstbeurteilung zu 90% aus positiven Kommentaren und zu 10% aus Kommentaren bezüglich Veränderungsbereichen bestehen sollte. Nutzen Sie diese 10% um Ihren eigenen Plan zu entwerfen, wo und wie Sie sich weiterentwickeln können.
  9. Fragen Sie nach Training: Sobald Sie die Bereiche definiert haben, in dene Sie sich verbessern wollen, dann erkundigen Sie sich nach entsprechenden Trainingsmaßnahmen.
  10. Fordern Sie Führung, Anleitung und Mentoring: Sprechen Sie mit Ihrem Chef über regelmäßige Beurteilungsgespräche. Überzeugen Sie ihn davon, dass monatliche Meetings sinnvoll sind.