Vorsicht, feindliche Arbeitsatmosphäre

Vorsicht, feindliche Arbeitsatmosphäre!

Bereits in dem Moment, in dem Sie als neuer Senior Manager das Büro betreten, haben Sie so ein Gefühl – irgendetwas stimmt hier nicht. Die Atmosphäre ist gedrückt, die Kommunikation angespannt, Sie fühlen sich, als stünden Sie am Krankenbett eines Dahinsiechenden. Das Büroklima spielt für den Erfolg eines Teams eine entscheidende Rolle. Finden Sie heraus, ob eine neue Position wirklich die Richtige ist – hinsichtlich Ihrer Erfahrung, Ihrer Persönlichkeit, Ihres Arbeitsstils – und zwar, bevor Sie die Stelle antreten. Diese Signale warnen Sie, wenn Sie eine feindliche Arbeitsatmosphäre betreten haben. Deuten Sie die Zeichen richtig, dann erkennen Sie, worauf Sie sich einlassen! In Ihrer neuen Position als Senior Manager fällt es letztlich Ihnen zu, eine feindliche Arbeitsatmosphäre in ein produktives und motiviertes Büroklima zu verwandeln.

Vorsicht, feindliche Arbeitsatmosphäre

Stille.

An einem idealen Arbeitsplatz haben Mitarbeiter ein Gespür für die Balance zwischen Sozialisation und effizienter Arbeit. Vielleicht denken Sie, Small-Talk sei reine Zeitverschwendung? In Wahrheit ist es ein deutliches Zeichen dafür, dass die Kollegen einander mögen und Anteil am Leben des anderen nehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie den Senior Accountant der Firma nach seinem Wochenende fragen, oder ein Projekt mit der Produktleiterin Maria besprechen – es ist Wesentlich, dass Ihr Team miteinander spricht. Wenn Sie ein neues Büro betreten, in dem jeder in völliger Isolation arbeitet, stumm und verschlossen, zeigt das, dass Ihre neuen Mitarbeiter sich in ihrer täglichen Interaktion miteinander unwohl fühlen. Eine feindliche Arbeitsatmosphäre ist also daran zu erkennen, dass sie an Einzelkämpfern besteht – nicht aus einem Team.

Strenge Regeln.

Einige modernere Unternehmen haben „Flexi“-Programme für sich entdeckt – flexible Arbeitszeiten, flexible Urlaubstage und mehr. Sicherlich sind es eher Start-ups, die diese Programme im Repertoire haben, doch gilt das nicht ausschließlich.  Pünktlichkeit ist ein Zeichen für Respekt – wenn Sie also zwanzig Minuten später als verabredet zu einem Meeting erscheinen, erklären Sie, dass Ihre Zeit Ihnen mehr Wert ist, als die der anderen. Doch wenn Ihre neue Firma die strikte Einhaltung Ihrer Kernarbeitszeiten erwartet – und Mitarbeiter schon dann abstraft, wenn sie in der Früh fünf Minuten zu spät erscheinen – verdeutlicht dies, dass sie Regeln über Arbeitsqualität stellen. Ein guter Senior Manager sollte sich auf Ergebnisse konzentrieren, auf Produktivität und die Leistung seines Teams. Wenn Sie erkennen, dass Ihr neues Arbeitsumfeld zu viel Wert auf Trivialitäten legt, kann es gut sein, dass Sie bald den Rängen eines Unternehmens angehören, das Mitarbeiter übertrieben schnell abstraft.

Schreien.

Stille kann einem ein mulmiges Gefühl einjagen. Schlimmer noch ist jedoch eine Arbeitskultur, in der Kollegen und Manager die Stimmen gegeneinander erheben. Mit Brüllduellen im Büro erreicht man in aller Regel – nichts. Und wenn Mitarbeiter sich sicher genug fühlen, sich gegenseitig anzuschreien, weist das auf anarchistische Zustände in einem Unternehmen hin. Die Arbeitskultur kann von Unternehmen zu Unternehmen variieren, so viel ist sicher – doch gewisse Grundprinzipien sollte es in jedem Büro geben. Zum Beispiel, ein respektvoller Umgang miteinander. Wenn Sie bemerken, dass das in einem Büro nicht der Fall ist, ist eines klar: Sie haben eine feindliche Arbeitsatmosphäre betreten.

Schimpfen.

Feedback ist wichtig, vor allem, wenn man bedenkt, dass viele Senior Manager nicht in der Lage sind, konstruktive Kritik zu üben. Wenn Kollegen jedoch ständig aufeinander herumhacken, anstatt auf ein gemeinsames Ziel hin zu arbeiten, werden sie niemals hervorragende Ergebnisse erzielen. Ungeachtet der Machtstrukturen und Hierarchien in einem Unternehmen, gibt es niemals einen plausiblen Grund, warum Mitarbeiter sich übereinander lustig machen sollten. Wenn Ihnen also zu Ohren kommt, dass Mitarbeiter Ziel von Spott oder mangelndem Respekt werden, können Sie davon ausgehen, dass dieses Verhalten im Unternehmen toleriert wird.

Strenge Kontrolle.

Wer jeden Prozess bis ins kleinste Detail überwachen will, gefährdet die Arbeitseffizienz des ganzen Büros. Manche Kollegen benötigen beim ein oder anderen Thema Ihre Unterstützung und Ihren Rat, um das beste Ergebnis zu erzielen. Doch das sollte eher die Ausnahme bleiben. Sollten Sie den Eindruck gewinnen, dass Führungskräfte in einem Büro jeden Arbeitsprozess, jedes Projekt, jede Aufgabe minutiös überwachen, ist das alles andere als ideal. Auf Details zu achten ist zwar wichtig, doch als Senior Manager muss man seinem Team ein gewisses Vertrauen entgegenbringen. Strenge Kontrolle gilt daher als Merkmal für übertriebenen Konkurrenzkampf, Aggressionen und mangelndes Vertrauen. Bevor Sie in eine feindliches Arbeitsatmosphäre wie diese geraten, sollten Sie entweder das Weite suchen und nach einer anderen Spitzenposition Ausschau halten – oder sich eine gute Strategie überlegen, wie Sie als Senior Manager das Büroklima verbessern können.



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