Empathie am Arbeitsplatz

Warum ist Empathie am Arbeitsplatz so schwer?

Die meisten Senior Manager und Senior Professionals erlangen ihre Expertise durch eine akademische Ausbildung oder auch durch jahrelange, harte und selbstständige Arbeit. Führungskompetenzen werden meist ebenfalls am Arbeitsplatz erlernt, da die Theorie manchmal in der Realität nur schwer umsetzbar ist. In letzter Zeit konnte sich das Thema „Empathie am Arbeitsplatz“ immer größerer Beliebtheit erfreuen. Vor allem, wenn es darum geht, was die wichtigsten Eigenschaften einer Führungskraft sind. Wie bei so vielen subjektiven Konstrukten ist auch dies ein Thema, das nicht so einfach auf den Punkt gebracht werden kann, besonders in dem heutigen multikulturellen Umfeld in dem sich globalisierte Unternehmen befinden.

Ich habe mich vor kurzem mit Syamant Sandhir über diesen Aspekt von Führungsverhalten unterhalten. Syamant ist Business Head von Futurescape und hat über 15 Jahre Erfahrungen im Bereich Technologie und Kommunikation. Sein Spezialgebiet ist es Technologien für die Umsetzung von innovativen neuen Angeboten und Kommunikationsplattformen für Unternehmen einzusetzen. Sein breites Repertoire an Erfahrungen umfasst das Gesundheitswesen, Mobilität, Einzelhandel und Lernumgebungen. Syamant schreibt vor allem über neue Technologien, Erfahrungen mit digitalen Medien und Musik.

Empathie am Arbeitsplatz

Experteer: Wie schätzen Sie persönlich die Rolle von Empathie in der Arbeitskultur und im Bereich der Führung ein? 

Syamant Sandhir: Ich hoffe, dass Empathie nicht nur so ein Ausdruck in der Management-Literatur wird oder ein gemeinschaftlicher Vermögenswert, der quantifizier- und messbar sein muss. Ein Unternehmen muss das Gefühl vermitteln, real zu sein. In der heutigen Zeit können wir uns nicht nur auf unseren Erfolgen der Vergangenheit ausruhen oder darauf vertrauen, dass Altbekanntes auch in Zukunft funktionieren wird.

Eine Organisation braucht reale Kommunikation zwischen seinen Mitarbeitern. Zu wissen was funktioniert und was getan werden muss ist ein sich immer wiederholender Vorgang. Es braucht Meschen, die kommunizieren und die die Sichtweise des jeweils anderen verstehen, die Entscheidungen treffen, Niederlagen akzeptieren und sich vom Erfolg nicht trügen lassen. Lernen und wiederholen, das ist die Devise.

Wenn man sich die Inspiration im Teamsport ansieht, so kann es durchaus sein, dass ein einziger Superstar hier und da mal ein Spiel entscheidet. Auf lange Sicht gesehen wird sich Erfolg jedoch nur dann dauerhaft einstellen, wenn die Fähigkeiten und die Erfahrungen aller kombiniert werden und zwar in guten wie in schlechten Zeiten. Die Frage ist nun: Handelt es sich dabei um Empathie? Oder bedeutet dies nur, menschlich und real zu sein?

 

Experteer: Warum ist Empathie am Arbeitsplatz so schwer?

Syamant Sandhir: Erfolg kann falsch interpretiert werden. Nur weil eine bestimmte Methode einmal zum Erfolg geführt hat muss dies nicht auch für das nächste Mal gelten. Während wir so damit beschäftigt waren unseren Erfolg zu messen, haben wir die Fähigkeit verloren zuzuhören und zusammenzuarbeiten.

Während digitale Medien uns Möglichkeiten eröffnet haben mit unseren Kollegen in Kontakt zu treten, konnten Prozesse, die Kultur oder hierarchische Veränderungen nicht ganz mithalten. Mr. Vivek Ranadive, CEO von Tibco, spricht von dem 2-Sekunden-Vorteil und -Erfolg. Während Technologien innerhalb von 2 Sekunden etwas vermitteln können, liegt es an den kulturellen Aspekten von Veränderungen, die von den Führungskräften eines Unternehmens verstanden werden müssen. 

 

Experteer: Welchen Stellenwert bemessen Sie dem Internal Branding innerhalb eines Unternehmens im heutigen Kontext bei? Wieso müssen Führungskräfte in ihre empathischen Fähigkeiten invesiteren?

Syamant Sandhir: Es gibt eine alte Weisheit die besagt, dass man einer Person Wissen und Fähigkeiten beibringen kann aber Einstellung ist etwas, das jeder jeden Tag selbst mit zur Arbeit bringen muss. Was auf jeden Fall förderlich für die Authentizität einer Führungskraft ist, ist die richtigen Leute einzustellen. Ich denke, dass es wichtig ist, ständig im Austausch mit dem Team zu sein. Trägt ein ständiger Austausch zum Internal Branding bei? Vielleicht ja. Bei Internal Branding geht es nicht nur um ein paar Poster, die einmal an die Wand geklebt wurden oder monatliche E-Mail-Kampagnen. Ich denke, es geht dabei vielmehr um das Wir-Gefühl eines Teams. Ein Team, das vor nichts Angst hat. Ein Team, das bereit ist zu experimentieren. Internal Branding ist nicht nur das, was auf einem Poster steht sondern was du in deinem Handeln zum Ausdruck bringst.

Wenn jemand auf dem Markt bestimmte Maßstäbe setzt, sollte eine Organisation nicht versuchen, diese Maßstäbe auszulöschen sondern daran zu arbeiten, bessere Maßstäbe zu setzen. Dazu ist jedoch die Überzeugung nötig, dass das Ziel nur durch Zusammenarbeit erreichbar ist. In unserer 2-Sekunden-Welt ist ein Gefühl von Wirklichkeit unabdingbar.

 

Experteer: Was ist Ihre persönliche Führungsphilosophie, die Sie in Ihrem Unternehmen anwenden? 

Syamant Sandhir: Ich weiß nicht, ob ich es unbedingt Führungsphilosophie nennen würde. Ich denke, es handelt sich vielmehr um eine Reihe von Regeln, die mir dabei helfen Verantwortungsbereiche, die mir aufgetragen wurden, zu managen:

 

Vielen Dank, Syamant Sandhir, für dieses interessante Interview. Auch ich fühle mich von Ihren Worten inspiriert. Vielleicht haben Sie recht und Empathie ist nur ein Ausdruck dafür, wir selbst sein zu können. Vielleicht müssen wir einfach nur unsere Menschlichkeit am Arbeitsplatz zeigen. Womit werden Sie anfangen?

Syamant Sandhir über sich selbst

Syamant SindharMeine Stärke ist es gemischte Offline-Online-Erfahrungen zu entwickeln. Ich kombiniere ein Verständnis von Marketing, Design, Bildung, Service und Technologie, um Konzepte und Dienstleistungen zu kreieren. Ich konnte meine Expertise bisher im Handel, im Gesundheitswesen, in der Telekommunikation, im Gewerbe, im Finanzwesen und im IT-Bereich anwenden. Ich glaube daran, dass Skalierbarkeit durch offene Frameworks und der Kraft von Netzwerken erreicht werden kann. Ich bin neugierig und begeistert bezüglich der Macht, die digitalen Technologien haben, indem sie einzigartige Erfahrungen ermöglichen, die Leben verändern. Ich möchte meine Fähigkeiten dafür nutzen einen neuartigen Service für zukünftige Kunden zu schaffen, um den Zugang zu Märkten und Chancen zu ermöglichen. Ich bin der Managing Director von Futurescape.



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